Cyberangriffe werden von Stadtwerken als zentrales Risiko für Versorgungssicherheit gesehen

Cybersecurity, Pixabay

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Der wachsende Druck durch Cyberrisiken kommt auch bei Stadtwerken und Regionalversorgern an. Die Mehrheit der befragten 150 Unternehmen schätzt die aktuelle Bedrohungslage als mittel (43 Prozent) oder hoch (30 Prozent) ein, wie der Energieversorger Thüga am Dienstag veröffentlichte. Die Befragung erfolgte demnach im Februar und März, wobei es sich bei den Regionalversorgern um Unternehmen handelt, die zur Thüga-Gruppe gehören.  Insgesamt 97 Prozent nannten Cyberangriffe als zentrales Risiko für die Versorgungssicherheit. Mit weitem Abstand folgen physische Angriffe mit 42 Prozent und Störungen der Versorgungskette mit 41 Prozent.

Weiterhin gaben in der Umfrage 85 Prozent der Unternehmen an, sie hätten ihre Investitionen in Schutzmaßnahmen zur Cybersicherheit bereits erhöht. Die steigenden Kosten ergeben sich dabei vor allem durch die hohen gesetzlichen Anforderungen sowie das dafür notwendige IT-Fachpersonal. Dabei beklagen die Unternehmen, dass es an qualifiziertem Fachpersonal in diesem Bereich fehle. Nur 15 Prozent der Unternehmen wollen jedoch wirklich zusätzliches Personal einstellen, um die Vorgaben im Bereich IT-Sicherheit und aus der NIS2-Richtline einzuhalten. Von vielen Umfrageteilnehmern werde zudem bemängelt, dass „immer kritischere gesetzliche Vorgaben pragmatische, wirtschaftlich vertretbare Lösungen erschweren“. Sie appellierten an die Politik, nicht wieder ein Bürokratiemonster zu schaffen, so Thüga weiter.

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Insgesamt, so das Fazit, seien kommunale Energieversorger gut vorbereitet und handlungsfähig. Allerdings stünden sie vor wachsenden Herausforderungen durch Cyberbedrohungen, Fachkräftemangel und regulatorischem Druck. „Die zentrale Aufgabe der kommenden Jahre wird sein, Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Umsetzbarkeit in ein ausgewogenes Verhältnis zu bringen“, heißt es von Thüga zu den Umfrageergebnissen weiter.

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