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Photovoltaik-Fassade für Bestand und Neubau

In der Eisfabrik Wien ist das erste System von Spectral eingeweiht worden. Die Structural Solar Façade soll bestehende Fassaden durch schnelle Installation mit minimalem Eingriff in Energieerzeuger verwandeln.
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Structural Solar Façade an der Eisfabrik Wien: Das System kann als Produkt oder mit Unterstützung von Spectral in Projekte integriert werden. | Foto: Spectral/Patrick Johannsen Fotografie

Das Wiener Unternehmen Spectral hat an einer Fassade der Vereinigten Eisfabriken und Kühlhallen in Wien den ersten Auftrag für das von ihm entwickelte System Structural Solar Façade ausgeführt. Die bereits seit September in Betrieb befindliche Anlage wurde am 20. Oktober feierlich eröffnet. Auf 24 Quadratmetern Fläche sind 32 Glas-Glas-Module mit 50 Prozent Transparenz installiert. Die Leistung von 1,84 Kilowatt entspricht einem Wirkungsgrad über die Gesamtfläche von 7,7 Prozent.

Im Austausch gegen die sehr geringe Effizienz ermöglicht das System mit den semitransparenten Modulen vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. Spectral möchte damit dazu beitragen, dass große Fassadenflächen insbesondere von Bestandsgebäuden vermehrt zur Solarstromerzeugung genutzt werden. Die Structural Solar Façade ist aber auch für Neubauten konzipiert.

Das System ermöglicht dem Unternehmen zufolge eine schnelle Installation bei minimalen Eingriffen. An der Fassade wird dabei nur eine leichte Unterkonstruktion aus Stahl mit einer Struktur aus vertikalen Masten und horizontalen Armen verankert; diese Konstruktion trägt die Module, die neben der Stromerzeugung auch zur Verschattung des Gebäudes beitragen. „Systeme wie dieses könnten das Aussehen unserer Gebäude und Städte in einer nachhaltigeren Zukunft mitgestalten“, so die Spectral-Mitgründerinnen Zsuzsa Péter und Anna Gulinska.

Spectral verwendet für seine Structural Solar Façade Dünnschichtmodule mit einem Standardformat von 600 mal 1200 Millimetern. Das System ist nach Angaben des Unternehmens in jeder Farbe verfügbar, die Modultransparenz kann zwischen 0 und 90 Prozent gewählt werden. Abhängig von Modultransparenz und Farbe liege die verfügbare Leistung „typischerweise“ zwischen 15 und 145 Watt je Quadratmeter. Bei der Tragwerksplanung kooperiert Spectral mit der Firma Bollinger + Grohmann und bei der Detailplanung mit Werner Sobek. Die Montage an der Wiener Eisfabrik übernahm die Firma Montron.

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