Zahl neuer Gewerbespeicher hat sich in den ersten drei Quartalen verdreifacht
Der Markt der gewerblich genutzten Batteriespeicher hat zuletzt kräftig Fahrt aufgenommen: In den ersten drei Quartalen dieses Jahres wurden dreimal mehr Anlagen installiert als im Vorjahreszeitraum. Das geht aus einer Auswertung des Marktstammdatenregisters durch Carbonfreed hervor.
In den ersten neun Monaten gingen 190 Speicher mit einer Leistung von 135 bis 270 Kilowatt in Betrieb, im Vorjahreszeitraum waren es 70 Anlagen. In der Leistungsklasse 270 bis 500 Kilowatt stieg die Zahl von 24 auf 101. Bei Speichern mit 500 bis 950 Kilowatt Leistung waren es 73 Anlagen, gegenüber 41 im Vorjahreszeitraum. Damit summiert sich die Zahl der neu installierten Gewerbespeicher auf 473.
„Speicher werden für Unternehmen immer mehr zum Gamechanger, wenn es um die Wirtschaftlichkeit ihrer Solaranlage geht“, sagt Carbonfreed-Gründer Marko Ibsch. Diese Entwicklung werde seitens der Bundesregierung immer weiter forciert, beispielsweise durch den geplanten Abschied von der festen Einspeisevergütung mit der EEG-Novelle 2027. „In den Mittelpunkt rückt dagegen eine stärkere Direktvermarktung sowie eine konsequentere Ausrichtung neuer Anlagen an Markt- und Netzsignalen. Dafür sind Speicher essenziell.”
Gewerbliche Photovoltaik-Anlagen: Leichtes Plus im dritten Quartal
Bei gewerblichen Photovoltaik-Anlagen war der Trend allerdings gegenläufig, wie die Auswertung des Unternehmens aus Meldorf in Schleswig-Holstein zeigt: Von Januar bis einschließlich September waren in der Leistungsklasse 135 bis 270 Kilowatt 1.748 Anlagen registriert, nach 2.430 im Vorjahreszeitraum. In der Kategorie 270 bis 500 Kilowatt waren es 1.071 statt 1.500 Anlagen. Bei Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von 500 bis 950 Kilowatt ist die Zahl der Neuinstallationen von 786 auf 629 gesunken.
Carbonfreed hegt allerdings die Hoffnung, dass die Talsohle im dritte Quartal durchschritten ist. Denn von Anfang Juli bis Ende September wurden mit 1.166 gewerblichen Photovoltaik-Anlagen fast 15 Prozent mehr im Marktstammdatenregister gemeldet als im zweiten Quartal. Besonders stark fiel der Anstieg bei den Gewerbeanlagen der Klasse 135 bis 270 Kilowatt aus: Hier ist die Zahl von 496 im zweiten Quartal auf 613 im dritten Quartal angewachsen, ein Plus von fast 24 Prozent.
„Die Schwankungen bei den Zubauzahlen in diesem Jahr zeigen wieder einmal, wie wichtig verlässliche politische Rahmenbedingungen für den Ausbau erneuerbarer Energien sind“, sagt Ibsch: „Unternehmen und Investoren brauchen Planungssicherheit, damit sie in Photovoltaik investieren. Andernfalls verlieren wir wertvolle Zeit bei der Energiewende.“
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