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VDMA und FVEE warnen vor Kürzungen bei der Energieforschungsförderung

Der Weltmarkt für Photovoltaik-Produktionsequipment könnte sich bis 2035 mehr als verdoppeln. Gleichzeitig sieht der Bundeshaushaltsentwurf 2027 vor, die Verpflichtungsermächtigungen für die angewandte Energieforschung um ein Drittel zu reduzieren. VDMA und FVEE befürchten negative Folgen für die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Maschinenbauer.
Die kumulierten weltweiten Investitionen in Photovoltaik-Produktionsmittel bis 2035 werden auf 250 bis 300 Milliarden Dollar geschätzt. | Foto: Teamtechnik

Während der weltweite Markt für Photovoltaik-Produktionsanlagen vor einem starken Wachstum steht, plant die Bundesregierung laut Haushaltsentwurf 2027 Einschnitte bei der Finanzierung künftiger Forschungsvorhaben. Der Entwurf sieht vor, die Verpflichtungsermächtigungen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) im Klima- und Transformationsfonds von rund 577 Millionen auf 386 Millionen Euro zu reduzieren. Das entspricht einem Rückgang um 191 Millionen Euro beziehungsweise etwa 33 Prozent. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) und der Forschungsverbund Erneuerbare Energien (FVEE) warnen vor negativen Folgen für den europäischen Photovoltaik-Maschinenbau und fordern in einem gemeinsamen Positionspapier, die Kürzungen im parlamentarischen Haushaltsverfahren zurückzunehmen.

Die Verbände begründen ihre Forderung unter anderem mit den Wachstumsaussichten des internationalen Marktes für Photovoltaik-Produktionsanlagen. Einer im März veröffentlichten Studie von Fraunhofer ISE und ISC Konstanz zufolge könnte das jährliche Investitionsvolumen von rund 16,6 Milliarden auf 43,8 Milliarden Dollar im Jahr 2035 steigen. Die kumulierten weltweiten Investitionen bis 2035 werden auf 250 bis 300 Milliarden Dollar geschätzt. Europäische Maschinenbauer verfügen der Untersuchung zufolge über technologische Stärken, stehen jedoch unter erheblichem Wettbewerbsdruck. Zu den Herausforderungen zählen unter anderem der fehlende große Heimatmarkt, höhere Investitionskosten und die Konkurrenz asiatischer Anbieter.

Nach Einschätzung von VDMA Photovoltaik Produktionsmittel und FVEE könnte die geplante Reduzierung der Forschungsförderung die Chancen europäischer Unternehmen auf diesem Wachstumsmarkt beeinträchtigen. Die europäischen Kompetenzen reichen von Produktionsverfahren für Ingots, Wafer, Solarzellen und Module bis hin zu Automatisierung, Messtechnik und Digitalisierung; entsprechende Technologien werden bereits in Photovoltaik-Fabriken weltweit eingesetzt. Betroffen von den Kürzungsplänen wären laut VDMA und FVEE insbesondere der Beginn und die Finanzierung mehrjähriger Forschungs- und Transferprojekte, die für den Zeitraum von 2027 bis 2033 vorgesehen sind. Diese sollen dazu beitragen, neue Fertigungstechnologien gemeinsam mit Unternehmen zur Industriereife zu bringen und in marktfähige Produktionsanlagen zu überführen.

Darüber hinaus sprechen sich VDMA und FVEE in ihrem gemeinsamen Positionspapier für vereinfachte Förderverfahren aus, um den Verwaltungsaufwand für Forschungseinrichtungen und Unternehmen zu reduzieren.

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