Umfrage: 75 Prozent lehnen Kürzungen für Photovoltaik-Dachanlagen ab
In einer Umfrage im Auftrag des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW-Solar) sprachen sich 75 Prozent für den unveränderten Erhalt der Solarförderung für Photovoltaik-Dachanlagen. Lediglich 13 Prozent seien für Kürzungen, teilte der Verband am Freitag mit. In einer repräsentativen Umfrage hat Yougov in den vergangenen Tagen 2105 Wahlberechtigte in Deutschland befragt.
Die Unterstützung für den weiteren Ausbau der Photovoltaik reiche dabei quer durch alle politischen Lager. Dem BSW-Solar zufolge sprachen sich 74 Prozent der Wähler von CDU und CSU für eine unveränderte oder höhere Förderung für Photovoltaik-Dachanlagen aus. Unter den SPD-Wählern waren es demnach 77 Prozent, bei den Grünen-Anhängern 90 Prozent und bei den Linken 83 Prozent. Selbst unter den AfD-Wählern gab es eine Mehrheit von 63 Prozent für diese Position.
„Drei von vier Wahlberechtigten wollen, dass Solardächer weiter verlässlich gefördert werden. Das ist ein klares Signal an den Bundestag“, erklärte Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar. Das Parlament berät aktuell über den Entwurf zur EEG-Novelle 2027. In dieser Woche fand dazu auch eine öffentliche Anhörung im federführend zuständigen Bundestagsausschuss für Wirtschaft statt. „In Zeiten von Energie- und Klimakrise ist es nicht vermittelbar, ausgerechnet eine der günstigsten heimischen Energiequellen auszubremsen. Jede zusätzliche Solaranlage macht uns unabhängiger von teuren Energieimporten und hilft, die Stromkosten zu drücken“, so Körnig weiter.
Der BSW-Solar setzt sich im Zuge der parlamentarischen Debatte für drei zentrale Nachbesserungen aus. So will er die Fördereinschnitte für Photovoltaik-Dachanlagen sowie die geplante Direktvermarktungspflicht noch abmildern. Auch bei Solarparks dürften die neuen regulatorischen Vorgaben nicht dazu führen, dass es künstlich teurer wird. Zudem muss aus Sicht des Verbands der Ausbau der Batteriespeicher und die Digitalisierung der Netze vorangetrieben werden.
Vor dem Hintergrund der laufenden Debatte hatte ein breites Bündnis für den Freitag auch zu einer Demonstration unter dem Motto „Erneuerbare Energien: Ausbauen statt Ausbremsen!“ vor dem Reichstag aufgerufen. „Jetzt liegt es am Bundestag, verlässliche Rahmenbedingungen für die nächste Phase der Energiewende zu schaffen – und Investitionen in Solarenergie zu erleichtern, statt zu erschweren“, erklärte Körnig.
Dieser Inhalt ist urheberrechtlich geschützt und darf nicht kopiert werden. Wenn Sie mit uns kooperieren und Inhalte von uns teilweise nutzen wollen, nehmen Sie bitte Kontakt auf: [email protected].
Please login to comment