Nomos sichert sich 20 Millionen Euro an Finanzierung
Nomos hat eine Finanzierungsrunde mit einem Volumen von 20 Millionen Euro erfolgreich abgeschlossen. Diese sei von Index Ventures angeführt worden. Zudem haben sich Angel-Investoren wie Markus Villig von Bolt, Daniel Dines von UiPath und Tomas Okmanas von Nord Security beteiligt, wie das Berliner Start-up in seinem Blog schreibt.
Nomos ist ein Full-Stack-Energieunternehmen, das aktuell als regulierter Stromversorger und Bilanzkreisverantwortlicher in Deutschland aktiv ist. Es soll allerdings zu einem KI-gesteuerten Energieversorger ausgebaut werden. Im Mittelpunkt stehe dabei die Software „Nomos OS“, die das Unternehmen von Grund auf neu entwickelt habe, um seine Geschäftsabläufe zu steuern. Nomos nutzt dabei Automatisierung und agentenbasierte KI. Damit ließen sich nun Aufgaben bewältigen, für die traditionell große Teams erforderlich seien, so das Unternehmen weiter.
Hauptziel sei die Anbindung von Millionen Haushalten in Deutschland und Europa an die Energiemärkte. Dabei stehe die Senkung der Stromkosten im Mittelpunkt, die durch koordinierten Verbrauch und Einspeisung sowie die Schaffung von Flexibilitäten erreicht werde. Nomos konzentriert sich dabei auf die Kleinstflexibilitäten wie Photovoltaik-Anlagen, Batteriespeicher oder Wallboxen von Privathaushalten. „Haushalte benötigen eine Möglichkeit, von den Preissignalen des Systems zu profitieren, ohne diese Komplexität selbst bewältigen zu müssen“, schreibt Nomos weiter.
Genau hier setze die Software an. Darüber würden Aufgaben erledigt wie die Vorhersage des Verbrauchsverhaltens einzelner Haushalte über das Management des Risikos von Preisspitzen bis hin zum Stromhandel und der Liquiditätssteuerung. Weiterhin gehe es um die Kommunikation auf dem regulierten Markt, die Zählerablesung, die Abrechnung und den Kundensupport. All diese Systeme müssten zusammenwirken, damit die Haushalte letztendlich von der Anbindung an den Strommarkt profitieren können.
Das Konzept von Nomos sieht vor, dass Hersteller und Installateure die Energieprodukte des Berliner Start-ups ihren Kunden unter eigener Marke anbieten können. Die Versorgung im Hintergrund übernehme dann Nomos. So sollen nach Möglichkeit Millionen Kleinstflexibilitäten aus den Privathaushalten an den Energiemarkt angebunden werden. In den ersten Jahren seines Bestehens hat sich Nomos nach eigenen Angaben der Entwicklung der Software und der regulierten Betriebsabläufe gewidmet. Mit der Finanzierung soll das Konzept nun skaliert werden und neue Mitarbeiter für das Wachstum eingestellt werden, wie es weiter heißt. Ausgegebenes Ziel ist es, Europas größtes Energieunternehmen aufzubauen.
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