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Pilotprojekt von Furo und Luox Energy zur Viertelstunden-Optimierung gewerblicher Batteriespeicher

Die Unternehmen kombinieren ihre Lösungen, um zusätzliche Einnahmen für Speicher in Industrie und Gewerbe zu schaffen. In Pilotprojekten soll die Viertelstunden-Optimierung nun unter realen Bedingungen getestet werden.
Kooperation von Furo und Luox
Wie hoch die Mehrerlöse aus der vierteilstündlichen Optmierung hängt von verschiedenen Faktoren ab. Mit Pilotprojekten soll nun im realen Betrieb getestet werden. | Foto: Furo/Luox Energy

Furo und Luox Energy bieten künftig eine kombinierte Lösung für Marktzugang und Optimierung gewerblicher und industrieller Batteriespeicher. Dazu führen sie die Plattform von Furo zur Speicherplanung, -optimierung und -steuerung mit den zeitvariablen Stromprodukten von Luox zusammen, wie die Unternehmen am Donnerstag mitteilten. Dies betrifft die Tarife „Dynamisch RLM“ und „Direktvermarktung“ von Luox.

Konkret geht es darum, die Batteriespeicher in jeder Viertelstunde optimal einzusetzen. Dabei haben gewerbliche und industrielle Batteriespeicher durchaus unterschiedliche Aufgaben zu erfüllen, wie Lastspitzen kappen, Eigenverbrauch erhöhen, Strombezug und -einspeisung verschieben oder vermarktbare Flexibilität bereitstellen. Welche Betriebsführung sinnvoll ist, hängt dabei vom jeweiligen Standort, dem Lastgang, der Erzeugungsanlage und der Auslegung des Speichers ab. Zudem muss definiert werden, welcher Anwendungsfall Vorrang hat, wie die Unternehmen erklären.

Über die Plattform von Furo lässt sich der Lebenszyklus der Batteriespeicher komplett abdecken, beginnend bei der Auslegung bis hin zum prognosebasierten Betrieb. Für letzteres prognostiziert Furo Lastspitzen, Erzeugung und Strompreise und fährt den Speicher entsprechend – wahlweise über das eigene oder aufsetzend auf ein bestehendes Energiemanagementsystem.

Die Marktanbindung soll dann künftig Luox Energy übernehmen. „LUOX Dynamisch RLM“ koppelt dabei den Strombezug von Gewerbe- und Industriekunden an viertelstündliche Börsenstrompreise, wie es weiter hieß. Damit könnten niedrige Strompreisphasen auch für den Strombezug der Speicher genutzt werden. Währenddessen bilde der Tarif „LUOX Direktvermarktung“ die Einspeiseseite ab. Ins Netz eingespeister Strom werde ebenfalls auf Basis viertelstündlicher Börsenpreise vermarktet. Damit können bei geeigneten Anlagen neben dem Strombezug auch die Vermarktung und der Zeitpunkt der Einspeisung in die wirtschaftliche Betrachtung einfließen. Den Einspeisezeitpunkt wird dabei durch die Optimierung und auf Basis von Preis-, Erzeugungs- und Lastprognosen von Furo bestimmt.

Mit ausgewählten Pilotprojekten soll die Kooperation starten. Dabei wird getestet, wie die Batteriespeicher tatsächlich unter der Furo-Optimierung im realen Betrieb laufen, wie es weiter hieß. Es soll sich zeigen, inwiefern sich die Fahrpläne auf die viertelstündlichen Preise der Luox-Produkte anpassen lassen, also wie sich Lastspitzenkappung, Eigenverbrauch und Marktoptimierung im Alltag gegeneinander abwägen lassen und welche Erlöse die Vermarktung freier Kapazitäten beisteuert. Die Erfahrungen sollen dann in die Entwicklung weiterer Speicher einfließen. Daneben wollen die Firmen auch gemeinsame Vertriebs-, Kommunikations- und Informationsformate starten.

„Bei der Planung und Nutzung von gewerblichen Batteriespeichern sollte das eigene Energiemanagement, der Netzbezug und die Einspeisung zusammen gedacht werden“, sagt Christian Chudoba, Geschäftsführer des Lux-Mutterunternehmens Lumenaza. „Gemeinsam mit Furo ermöglichen wir es Betreibern, die Marktanbindung frühzeitig in die Planung einzubeziehen und die Wirtschaftlichkeit ihrer Photovoltaik-Speicherkombination zu verbessern.“

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