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Cloover meldet profitablen Betrieb, neue Kreditlinie und Aufbau eines virtuellen Kraftwerks für lokale Solarteure

Die Distributionsplattform für unabhängige Installateure im Bereich Photovoltaik und Wärmepumpen hat nach eigenen Angaben einen Umsatz von über 350 Millionen Dollar und 20.000 Installationen pro Jahr erreicht. Neue Büros in Großbritannien, Frankreich und Polen sind angekündigt sowie die Transformation zum „KI-nativen Neo-Stromversorger“.
Cloover, Management-Team, Valentin Gönczy, Vivek Jain, Jodok Betschart, Peder Broms
Foto: Cloover

Cloover, nach eigener Beschreibung eine „KI-native Energieplattform für Photovoltaik, Wärmepumpen und die Elektrifizierung des Eigenheims“, kündigt eine Expansion seines Geschäftsmodells, den Eintritt in neue Märkte sowie die Verbreiterung der finanziellen Basis an.

Das 2023 in Berlin gegründete Unternehmen betreibt eine Plattform, auf der unabhängige Photovoltaik-Installateure Finanzierung, Software und Energieprodukte für Projekte mit Schwerpunkt auf dem Eigenheimsegment erhalten. Die Betriebe agieren dabei weiterhin unter eigenem Namen und bestimmen auch die von ihnen eingesetzte Technik. Neben Photovoltaik gehören auch Wärmepumpen, Wallboxen sowie weitere Produkte und Dienstleistungen bis hin zur energetischen Sanierung zum möglichen Portfolio. Ein zentrales Element ist die von Cloover abgewickelte Finanzierung mit einer schnellen Bonitätsprüfung.

Mit diesem Geschäftsmodell hat Cloover nun im dritten Jahr nach der Gründung eigenen Angaben zufolge – ohne Nennung konkreter Zahlen – die Profitabilität erreicht und hierbei einen annualisierten Umsatz von 350 Millionen Euro zu verbuchen. Die gut 500 Partnerbetriebe führen demnach pro Jahr rund 20.000 Installationen aus. Die Projekte sind dabei den Angaben zufolge nun mit weiteren 100 Millionen Dollar Finanzierungskapazität gestützt, sodass insgesamt mehr als 1,3 Milliarden Dollar verfügbar sind; abgesichert sei dies über eine Garantie des Europäischen Investitionsfonds von 350 Millionen Dollar.

Komplexität im Hintergrund

Nachdem Cloover bereits Ende letzten Jahres den „Softlaunch“ von Energieprodukten mit einem dynamischen Stromtarif und einem Cloud-basierten Energiemanagementsystem angekündigt hat, steht nun die Bündelung der die installierten Anlagen zu einem virtuellen Kraftwerk auf dem Programm. Damit soll das Fundament gelegt werden, um zum „KI-nativen Neo-Stromversorger“ zu werden. Die Angebote werden unter dem Begriff Cloover Energy zusammengefasst. Auch hier sollen die Partnerbetriebe ihren Kunden die Vermarktung an den Energiemärkten über das virtuelle Kraftwerk unter eigenem Namen anbieten. Cloover trage „die Komplexität im Hintergrund“.

Neben seinen Standorten in Berlin, Stockhol, Genf und Wien kündigt Cloover zudem mit Büros in Großbritannien, Frankreich und Polen die Expansion in drei weitere europäische Märkte an.

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