Baustart für 441 Megawattstunden-Speicher in Stendal
Sachsen-Anhalt entwickelt sich immer mehr zum Mekka der deutschen Speicherbranche. Aktuell entstehen dort zahlreiche große Batteriespeicher. Nun gab auch Sunotec den offiziellen Startschuss für den Bau seines Batteriespeichers mit 100 Megawatt Leistung und 441 Megawattstunden Kapazität in Stendal. Er soll voraussichtlich im ersten Quartal in Betrieb gehen, teilte das Unternehmen am Montag mit.
Das Projekt hatte im zweiten Quartal den Ready-to-Build-Statuts erreicht. Sunotec übernimmt nun als Full-Turnkey-Anbieter federführend die Umsetzung. Neben Engineering und Installation wird Sunotec auch für den langfristigen Betrieb und die Instandhaltung des Batteriespeichers zuständig sein. WT Energiesysteme wird am Standort ein neues 110 Kilovolt Umspannwerk errichten, um die für den Netzanschluss erforderliche Infrastruktur zu schaffen.
Die Anlage soll genutzt werden, um die Flexibilität des Stromnetzes zu erhöhen. Bei hohem Angebot, also bei starker Erzeugung von Photovoltaik- und Windkraftanlagen soll der Speicher den Strom aufnehmen, um ihn dann bei Bedarf wieder bereitzustellen.
Nach eigenen Angaben hat Sunotec bereits Batteriespeicher mit 6,1 Gigawatt in Europa installiert. Nun will das Unternehmen seine Expertise auch auf den deutschen Markt bringen. Zum offiziellen Projektauftakt kamen in der vergangenen Woche 65 Gäste aus Politik und Energiewirtschaft nach Stendal.
In diesem Jahr hatte Sunotec bereits einige Neuigkeiten zu vermelden. So erhielt es zu Jahresanfang den Auftrag, den ersten von vier Bauabschnitten für einen 230 Megawattstunden-Speicher von Seac zu realisieren. Zudem beteiligte sich im April die Investmentgesellschaft Blackstone mit 250 Millionen Euro an Sunotec. Die Gründer des Unternehmens sind aber weiterhin die Mehrheitsaktionäre. Mit den Mitteln soll die Expansion in Europa beschleunigt werden.
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