SunenergyXT bringt AC-gekoppelten Batteriespeicher für bestehende Photovoltaik-Anlagen auf den Markt
Die Photovoltaik-Anlage liefert schon länger Strom – und nun soll ein Speicher her. Für solche Fälle hat das chinesische Unternehmen SunenergyXT jetzt einen Speicher auf den deutschen Markt gebracht. Das System wird vollständig AC-seitig eingebunden. Dem Hersteller zufolge lässt es sich installieren, ohne in die bestehende Photovoltaik-Anlage eingreifen oder den vorhandenen Wechselrichter austauschen zu müssen.
Der neue Speicher namens SunEnergyXT 500 PRO AC Core verfügt serienmäßig über die Hardware für den späteren Direktanschluss von Photovoltaik-Modulen. Es stehen vier Photovoltaik-Eingänge mit jeweils 625 Watt oder drei Eingänge mit jeweils 800 Watt MPPT-Leistung zur Verfügung. Die Eingänge sind ab Werk softwareseitig deaktiviert und bei Bedarf gegen Gebühr freischaltbar. Dadurch lässt sich der Funktionsumfang des Systems erweitern, ohne zusätzliche Komponenten installieren oder das Gerät austauschen zu müssen.
Pro Kopfspeicher liefert das System einen bidirektionalen Wechselrichter mit 2.400 Watt Ausgangsleistung, eine AC-Ladeleistung von bis zu 2.400 Watt sowie einen Lithium-Eisenphosphat-Speicher (LFP) mit einer Kapazität von fünf Kilowattstunden. Mit bis zu fünf Zusatzspeichern lässt sich die Gesamtkapazität modular auf bis zu 30 Kilowattstunden erweitern.
Darüber hinaus lassen sich bis zu zwei weitere Kopfspeicher mit je fünf Kilowattstunden Kapazität und zusätzlichen 2.400 Watt Ein- und Ausgangsleistung kombinieren. Im Maximalausbau erreicht das System 90 Kilowattstunden Speicherkapazität und 7,2 Kilowatt Ausgangsleistung pro Phase. Installateure können Kapazität und Leistung damit passgenau auf die jeweilige Bestandsanlage und den Verbrauch ihrer Kunden auslegen. Auch ein späteres Nachrüsten bei steigendem Bedarf ist durch das modulare System möglich. Die Lebensdauer soll mindestens 10.000 Lade- und Entladezyklen betragen; die Herstellergarantie liegt bei zehn Jahren.
Einbindung in Smart-Home-Systeme möglich
Die Inbetriebnahme erfolgt über die SunEnergyXT-App: Nach dem Anschluss wird der Speicher mit einem kompatiblen Smart Meter verbunden – unterstützt werden unter anderem Shelly (Pro) 3EM und EM-50, Eco-Tracker IR und P1 sowie bitShake. Anschließend stehen die intelligenten Versorgungsstrategien des Systems zur Verfügung. Eine Einbindung in Smart-Home-Plattformen wie Home Assistant sowie eine lokale Steuerung des Systems ohne Cloud-Bindung ist nach Angaben des Herstellers ebenfalls möglich.
Für den Ersatzstrombetrieb verfügt das System über eine integrierte Notstromsteckdose mit einer Leistung von 2.400 Watt. Die Umschaltung vom Netz- in den Inselbetrieb erfolgt im USV-Modus innerhalb von maximal zehn Millisekunden, im Standardbetrieb in weniger als zwei Sekunden. Das Gehäuse erfüllt die Schutzart IP65 und erlaubt die Außenaufstellung. Der Betriebstemperaturbereich reicht von minus 20 bis plus 55 Grad Celsius bei passiver, lüfterloser Kühlung. Für den Netzanschluss in Deutschland ist das System nach VDE-AR-N 4105 zertifiziert. Die Cybersicherheit erfüllt die Anforderungen der EN 18031; weitere Sicherheitszertifizierungen umfassen unter anderem IEC 62109-1/-2 sowie IEC 62619.
„Viele Betreiber bestehender Photovoltaik-Anlagen möchten ihren selbsterzeugten Strom speichern, ohne ihre bestehende Installation verändern zu müssen. Genau dafür haben wir den AC Core entwickelt“, sagt Chengyuan Zhai, Geschäftsführer von SunEnergyXT.
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Spannend, dass immer mehr chinesische AC-gekoppelte Speicher nachrücken und Zendure und Anker angreifen. Wie viel Vielfalt braucht der Markt hier.
Solche Hersteller müssen alle überleben, sonst steht der Kunde irgendwann ohne Support da. Sicherer ist es, sich weiter im Regal der etablierten Marken zu bedienen…