Photovoltaik lieferte im ersten Halbjahr vier Prozent mehr Strom
Die Erneuerbaren haben im ersten Halbjahr 2026 zusammen vier Prozent mehr Energie geliefert als im Vorjahreszeitraum. Das geht aus einer Auswertung der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen hervor. Die Photovoltaik-Anlagen erzeugten vier Prozent mehr Strom, die Windräder an Land und auf See zwölf Prozent. Die mittels Wärmepumpen nutzbar gemachte Umweltenergie kam auf ein Plus von 19 Prozent.
Die energiebedingten CO2-Emissionen sanken um etwa acht Millionen Tonnen, ein Minus von 2,5 Prozent. Stromimporte und -exporte hielten sich etwa die Waage, nachdem in den beiden Vorjahren die Importe noch deutlich überwogen hatten.
Der Primärenergieverbrauch sankt in den ersten sechs Monaten um 1,9 Prozent auf 5.341 Petajoule. Die AG Energiebilanzen führt dies zum einen auf eine rückläufige Produktion in Industrie und Gewerbe und zum anderen auf den Anstieg der Energiepreise zurück.
So lag der Verbrauch von Mineralöl im ersten Halbjahr insgesamt acht Prozent niedriger als im Vorjahreszeitraum. Der Absatz von leichtem Heizöl brach um mehr als ein Drittel ein, bei Diesel betrug das Minus sechs Prozent. Der Absatz von Benzin und Kerosin ging um etwa ein Prozent zurück.
Direkte LNG-Importe steigen stark
Der Erdgasverbrauch stieg dagegen um gut ein Prozent. Während die Importmengen aus den Niederlanden und Norwegen – das mit Abstand wichtigste Lieferland – etwa gleich blieben, stiegen die direkten Flüssiggasimporte um 70 Prozent. Sie machen jetzt etwa zwölf Prozent der gesamten Importmenge aus.
Der Steinkohleverbrauch legte in den ersten sechs Monaten um knapp sieben Prozent zu. Auch, weil die industrielle Nachfrage gestiegen ist: Der Absatz an die Eisen- und Stahlindustrie erhöhte sich vor allem aufgrund der gestiegenen Roheisenproduktion um vier Prozent. Der Braunkohleeinsatz nahm um vier Prozent ab.
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