GridX und Nomos entwickeln gemeinsame White-Label-Lösung für die Photovoltaik-Direktvermarktung
Die Unternehmen GridX und Nomos haben eine gemeinsame White-Label-Plattform für die Direktvermarktung von Strom aus Photovoltaik-Dachanlagen angekündigt. Hintergrund ist der Arbeitsentwurf für das EEG 2027, nach dem für ab dem 1. Januar 2027 installierte Photovoltaik-Anlagen bis 25 Kilowatt Leistung weder eine feste Einspeisevergütung noch eine Marktprämie vorgesehen ist. Für Neuanlagen würde damit die Direktvermarktung zum zentralen Erlösmodell.
Wie die beiden Unternehmen ausführten, stellt GridX die OEM-übergreifende Konnektivität und Steuerbarkeit aller dezentralen Energieanlagen im Haus sicher, während Nomos den dynamischen Stromtarif einbringt und auf Grundlage der von GridX bereitgestellten Verbrauchs- sowie Einspeiseprognose die Direktvermarktung und die bidirektionale Batteriearbitrage an der Strombörse ermöglicht. Die Plattform soll unter anderem die Einhaltung regulatorischer Vorgaben unterstützen und den Eigenverbrauch, die Netzeinspeisung sowie den Betrieb von Batteriespeichern auf Basis viertelstündlicher Strommarktpreise optimieren.
Mehr zum Thema: pv magazine Focus 2026
Dachanlagen 2027: Was Energiemanagement und Speicher für Eigenverbrauch und Marktbetrieb leisten müssen
Auf dem pv magazine Focus am Mittwoch, 24. Juni 2026, um 15:15 Uhr auf der The smarter E in München diskutieren wir unter anderem darüber, welche Erlöse mit dem Marktbetrieb möglich sind, inwieweit sie die Einspeisevergütung ersetzen können, wie die Umsetzunge aussehen kann und was das für das Heimenergiemanagement bedeutet.
Sie finden die Veranstaltung im Kongresszentrum am Eingang Messe West im ersten Obergeschoss in Raum 13. Die Veranstaltung ist kostenfrei.
GridX und Nomos wenden sich mit ihrer Lösung insbesondere an Installationsbetriebe und Hersteller von Photovoltaik-Anlagen, Batteriespeichern, Wärmepumpen und Ladeinfrastruktur. Sie können das Angebot unter eigener Marke vertreiben und damit ihren Kunden eine integrierte Lösung für Energiemanagement und Stromvermarktung anbieten. Die White-Label-Lösung ist nach Angaben der beiden Partner ab sofort verfügbar und kann sowohl über GridX als auch über Nomos bezogen werden.
Nach Berechnungen der beiden Unternehmen soll die Kombination aus Direktvermarktung und Batteriearbitrage trotz des Wegfalls der garantierten Einspeisevergütung ein vergleichbares oder höheres Erlösniveau ermöglichen. GridX beziffert den erzielbaren Solarmarktwert der gemeinsamen Lösung auf 8,7 Cent pro Kilowattstunde und damit leicht oberhalb des derzeitigen Einspeisetarifs. Nomos geht davon aus, dass Haushalte durch die Kombination aus Solarstromvermarktung und Batteriearbitrage jährliche Zusatzerlöse von mehr als 1000 Euro erzielen können. Die zugrunde liegenden Berechnungen wurden von den Unternehmen selbst erstellt.
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