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Globaler Photovoltaik-Zubau lag 2025 bei 664 Gigawatt

Die weltweit installierte Photovoltaik-Kapazität hat Anfang 2026 die Marke von drei terawatt überschritten. Da China jedoch Prognosen zufolge in diesem Jahr weniger Solaranlagen installieren wird als im Vorjahr, steuert der globale Solarmarkt auf seinen ersten Marktrückgang seit über 20 Jahren zu.
Freifläche, Solarpark Bad Liebenwerda II, Baywa r.e.
Europa installierte im vergangenen Jahr 81,6 Gigawatt Photovoltaik, ein Plus von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. | Foto: Baywa r.e.

von pv magazine Global

Dem „Global Solar Market Outlook 2026–2030“ von Solarpower Europe zufolge verzeichnete der globale Photovoltaik-Markt 2025 einen Rekordzuwachs von 664 Gigawatt. Das entspricht einem Anstieg von 69 Gigawatt gegenüber 2024 und 212 Gigawatt gegenüber 2023, deutet jedoch gleichzeitig auf eine Verlangsamung des jährlichen Marktwachstums hin: von 85 Prozent im Jahr 2023 und 32 Prozent im Jahr 2024 auf 12 Prozent im vergangenen Jahr.

Der asiatisch-pazifische Raum trug im vergangenen Jahr mit 487 Gigawatt (73 Prozent) zum weltweiten Photovoltaik-Zubau bei. Allein China installierte 382 Gigawatt und erreichte damit einen Rekordmarktanteil von 57 Prozent. Indien legte um 45,7 Gigawatt zu und überholte die USA als zweitgrößten Solarmarkt.
Europa installierte im vergangenen Jahr 81,6 Gigawatt Photovoltaik, ein Plus von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Deutschland führt die Liste an und belegt damit den vierten Platz weltweit. In Nord- und Südamerika kamen 43,2 Gigawatt hinzu, ein Rückgang von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Nahen Osten und in Afrika stieg die installierte Leistung um 51 Prozent auf 23,7 Gigawatt. Die zehn größten Märkte des Vorjahres – China, Indien, USA, Deutschland, Brasilien, Spanien, Saudi-Arabien, Frankreich, Italien und Japan – waren 2025 für 82 Prozent der neuen Solaranlagen verantwortlich.

Das Wachstum setzt sich auch in diesem Jahr fort. Laut Solarpower Europe überschritt die weltweite Gesamtkapazität Anfang des Jahres die Drei-Terawatt-Marke – weniger als zwei Jahre nach Erreichen der Zwei-Terawatt-Marke und vier Jahre nach Überschreiten der Ein-Terawatt-Marke. Solarenergie deckt demnach mittlerweile neun Prozent des weltweiten Strombedarfs, dreimal so viel wie vor fünf Jahren.

Die Analyse von Solarpower Europe zeigt eine Verlangsamung des jährlichen Marktwachstums. | Quelle: Solarpower Europe

Trotz dieser positiven Entwicklung prognostiziert der Bericht für 2026 einen Rückgang der jährlichen weltweiten Solaranlageninstallationen. Im mittleren Szenario werden schätzungsweise 612 Gigawatt erwartet, was einem jährlichen Rückgang von 8 Prozent entspräche und den ersten Rückgang seit über 20 Jahren bedeuten würde. Solarpower Europe erklärt diesen Abschwung hauptsächlich mit der Entwicklung in China, wo nach politischen Änderungen ein Rückgang der Installationen um 24 Prozent erwartet wird. „Der Rückgang überwiegt das anhaltende Wachstum in allen anderen Regionen und unterstreicht Chinas Einfluss auf die weltweiten Installationen“, heißt es im Bericht. Weiter wird betont, dass der globale Rückgang nicht mit einer strukturellen Verlangsamung verwechselt werden dürfe.

Die Installationen im asiatisch-pazifischen Raum (ohne China) werden in diesem Jahr voraussichtlich um 18 Prozent steigen, während für Europa ein Wachstum von rund 3 Prozent prognostiziert wird. In Amerika soll der Solarausbau in diesem Jahr um 11 Prozent zunehmen, so der Bericht weiter, während im Nahen Osten und in Afrika ein Anstieg der Installationen um 48 Prozent erwartet wird.

Das mittlere Szenario des Berichts prognostiziert, dass sich die globale Photovoltaik-Kapazität bis zum Ende des Jahrzehnts auf 6,6 Terawatt mehr als verdoppeln wird – eine Abwärtskorrektur gegenüber der Prognose von 7,1 Terawatt aus dem Vorjahr. Der Bericht nennt Netzengpässe, unzureichende Speicherkapazitäten, begrenzte Systemflexibilität, Verzögerungen bei Genehmigungsverfahren, Finanzierungsbarrieren und die Resilienz der Lieferketten als zentrale Herausforderungen, die weiteres Wachstum hemmen.

„Obwohl kurzfristige Unsicherheiten bestehen bleiben, sind die langfristigen Aussichten für die Solarenergie weiterhin positiv. Die Technologie expandiert in einem beispiellosen Tempo und festigt ihre Rolle im Zentrum der globalen Dekarbonisierungsbemühungen sowie ihre neue Bedeutung als Schlüsseltechnologie für Länder, die nach mehr Energiesicherheit streben“, heißt es im Bericht weiter. Er hebt zudem die Rolle der Solarenergie inmitten geopolitischer Spannungen und einer zweiten Krise fossiler Brennstoffe innerhalb von weniger als vier Jahren hervor. Im Jahr 2025 entsprach demnach die durch Solarenergie erzeugte Strommenge fast fünf Jahren Flüssigerdgaslieferungen durch die Straße von Hormus.


Die zehn größten Märkte des Vorjahres – China, Indien, USA, Deutschland, Brasilien, Spanien, Saudi-Arabien, Frankreich, Italien und Japan – waren 2025 für 82 Prozent der neuen Solaranlagen verantwortlich.

Die Photovoltaik trug im vergangenen Jahr zu rund 80 Prozent zum Zubau erneuerbarer Energien bei und übertraf damit den kombinierten Zubau fossiler Brennstoffe und Kernenergie. „Diese bemerkenswerten Erfolge spiegeln das außergewöhnliche Tempo wider, mit dem Solarenergie zum Rückgrat der globalen Energiewende geworden ist“, so der Bericht.

Walburga Hemetsberger, CEO von Solarpower Europe, kommentierte, dass die für 2025 beobachtete Wachstumsverlangsamung und der für 2026 erwartete Rückgang wichtige Signale für eine neue Realität seien. „Beim Ausbau der Photovoltaik geht es nicht mehr nur um die Bereitstellung zusätzlicher Kapazitäten, sondern vor allem darum, wie gut sie sich in das bestehende System integrieren lässt“, so Hemetsberger. „Wir müssen dringend in Stromnetze, Batteriespeicher und andere flexible Energielösungen investieren, um weiterhin große Mengen erneuerbarer Energien in unsere Netze zu integrieren“, fügte sie hinzu. „Wenn die Politik diese Herausforderungen angeht, wird die Solarenergie weiterhin die Energiewende anführen und das wirksamste Instrument für Energiesicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und Dekarbonisierung bleiben.“

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