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Energy-Charts: Photovoltaik-Anlagen speisen im Mai fast elf Terawattstunden ins deutsche Netz ein

Die 10,896 Terawattstunden Solarstrom trug damit im Vormonat rund 32,5 Prozent zur öffentlichen Nettostromerzeugung bei. Die Photovoltaik war mit Abstand die größte Stromerzeugungsquelle im Mai, gefolgt von der Windkraft, die an Land und auf See 21 Prozent beitrug.
Solarstrom-Erzeugung bis Mai 2025 in Deutschland
Im Juni 2025 knackte Solarstrom erstmals die Marke von zehn Terawattstunden, die ins öffentliche Netz eingespeist wurden. | Grafik: Fraunhofer ISE/Energy-Charts

Die Photovoltaik-Anlagen in Deutschland haben im Mai 10,896 Terawattstunden Solarstrom zur öffentlichen Nettostromerzeugung beigetragen und ins öffentliche Netz eingespeist. Dies ist ein neues Rekord, wie Bruno Burger von Energy-Charts vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme erklärt. Die bisherige Bestmarke stammt aus dem Juni 2025 mit 10,04 Terawattstunden. Im Mai 2025 lag die Menge des ins öffentliche Netz eingespeisten Solarstroms noch bei 9,770 Terawattstunden.

Die knapp elf Terawattstunden, in denen kein Photovoltaik-Eigenverbrauch berücksichtigt ist, führten zu einem Anteil von 32,5 Prozent an der öffentlichen Nettostromerzeugung im Mai. Die Photovoltaik ist damit mit weitem Abstand die wichtigste Stromerzeugungsquelle gewesen. Die Windkraft an Land steuerte gut 5,5 Terawattstunden bei und kommt auf 16,4 Prozent Anteil, die Windparks auf See kommen dazu noch auf 4,6 Prozent. Die Erneuerbaren insgesamt kamen auf einen Anteil von 68,1 Prozent an der öffentlichen Nettostromerzeugung im Mai.

öffentliche Nettostromerzeugung in Deutschland im Mai 2026
Photovoltaik hatte im Mai mit Abstand den größten Anteil an der öffentlichen Nettostromerzeugung. | Grafik: Fraunhofer ISE/Energy-Charts

Die drittgrößte Stromerzeugungsquelle war im Mai die Braunkohle mit 4,5 Terawattstunden und 13,5 Prozent. Die Gaskraftwerke trugen 9,4 Prozent zur öffentlichen Nettostromerzeugung bei.

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Kommentare

stefan.martin79
Jun 10, 2026

Alles richtig. Allerdings ist der Anteil an der öffentlichen Nettostromerzeugung nicht aussagekräftig. Entscheidend ist: Strom muss dann zur Verfügung stehen, wenn er gebraucht wird. Das ist bei Photovoltaik (und Wind) nicht der Fall. Manchmal haben wir zu wenig davon, manchmal zu viel.
Ersteres ist der Regelfall, weswegen die benötigte Leistung zu 100 % durch Backup-Kapazität (oder durch Speicher, die wir aktuell nicht haben) abgesichert werden muss. PV-Anlagen ersetzen keine gesicherte Leistung.
Letzteres wird in Form der Hellbrise zunehmend zum Problem. Zuletzt war dies am Tag der Arbeit (01. Mai) zu beobachten. Der PV-Stromerzeugung zur Mittagszeit stand nur eine schwache Nachfrage gegenüber, wodurch der Preis ins Negative rutschte (-500 €/MWh Day Ahead), mit der Folge, dass wir unseren Nachbarländern Geld dafür bezahlen mussten damit sie uns den Strom abnehmen. Zu allem Überfluss bekamen die PV-Einspeiser während dieser Zeit auch noch eine Einspeisevergütung, bezahlt vom deutschen Steuerzahler. Man fördert gegen den Markt an und wundert sich dann, dass die Energiewende so teuer ist.

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Patrick
Jun 10, 2026

Als erstes Stimme ich ihnen zu. Die Nettostromerzeugung ist sich weniger geeignet ein gutes Bild der Situation zu zeigen. Wir haben im Mai netto 1,6 TWh Strom importiert. der Prozentwert der Erneuerbaren sinkt daher im 2,5 Prozent auf 65,5%. Wie im Artikel hingewiesen ignoriert dies den Eigenverbrauch der Haushalte. Da damit Gesamtverbrauch Prozentual weniger als Gesamtproduktion steigen wäre der Wert dann wieder etwas höher.
Der Rest ihres Kommentars beleidigt allerdings jede Milchmädchenrechnung, ein einzelnes Extremereignis an einem bundesweiten Feiertag zum Regelfall aufzubauschen ist im besten Fall mit Ignoranz zu erklären. Die Extrempreise von -500 €/MWh wurden am Tag der Arbeit für exakt 1,75 Stunden aufgerufen. Das sind nicht mal 1/12 des Tages. Eines einzelnen Tag von 31 in diesem Monat mit insgesamt 744 Stunden. Das ist dann gerade einmal 0,24 % der Zeit im Mai.

Insgesamt wurde ein negativer Preis übrigens für etwas mehr als Sieben Stunden aufgerufen was immerhin, wenn man nett ist, gut Ein Prozent des Mai ausmacht. Abends und Nachts wurden dann gegenteilige Extreme mit 233 €/MWh erreicht.

Das Problem ist auch nicht die Photovoltaik an sich, sondern das Verschleppen der Netzinfrastruktur und der Großspeicher – insbesondere durch die jahrelange Blockadepolitik beim Windkraft- und Netzausbau in Bundesländern wie Bayern. Hätten wir die politisch verschlafenen Speicher- und Leitungskapazitäten längst im Netz, würde dieser günstige Mittagsstrom eingespeichert und am selben Abend teuer genutzt, statt ins Ausland abzufließen.

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Patrick
Jun 10, 2026

@Uwe Dyroff
Die 10 Prozent Negativpreis Zeit, die nach Google sogar 12 Prozent
waren, haben mit ihren Horrorpreisen bei Nettoimport von 1,6 TWh und
gesamten Importkosten von 365 Millionen Euro aber für den Verkauf zu einem
gesamt Exportgewinn von 410 Millionen Euro gesorgt. „wir“ haben vielleicht weniger Strom
verkauft als gekauft. Dabei aber einen ordentlichen Gewinn gemacht.

Und ja sie haben natürlich recht das diese Spaßpreise nur durch die viel zu teuren, und das
obwohl die Spätfolgekosten der Umweltzerstörung nicht mal mit eingerechnet sind, Gaskraftwerke
und der Merit-Order entstehen.

uwe dyroff
Jun 10, 2026

„Der Rest ihres Kommentars beleidigt allerdings jede Milchmädchenrechnung“

@Patrick Deth,
Die „Milchmädchenrechnung“ bezieht sich nicht auf einen Tag (1.Mai 26) mit übrigens 1,5 h.
Die Rechnung bezieht sich auf im Mai von 10% im negativen Bereich! (knapp 80 h!)
Und genau diese 10% sind nicht zielführend!
Genau wie auch die entgegen gesetzten Horrorpreise, verursacht durch Merit Order (Gas)
Die – 500 €/ MWh vom 1. Mai 26 sind nur beispielgebend, daß da was im gesamten System nicht paßt.

Tom Iltmann
Jun 10, 2026

Beim Strom ist es ähnlich wie in der Landwirtschaft. Nicht immer passen Angebot und Nachfrage zusammen. Minder- oder Mehrmengen werden durch den Marktpreis ausgeglichen.
Bei beiden ist es für die Volkswirtschaft ideal, es im Inland zu erzeugen und Überschüsse ins Ausland zu verkaufen. Da die EU beim Strom aber am MeritOrder festhalten will, kommt es halt auch mal zu merkwürdigen Preisen.
Eine Alternative wäre, wieder komplett auf Gas zu setzen. Dann würde sich der Strompreis sofort verdoppeln. Siehe Beitrag von Dyroff, schon jetzt sorgen die hohen Gaspreise trotz niedrigem Anteil für sehr hohe Preise.

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uwe dyroff
Jun 10, 2026

„Landwirtschaftliche Produkte kann man einlagern. Strom nicht.“

@stefan.martin79,
mir fallen dazu gerade zig Möglichkeiten ein, um Strom zu lagern.

stefan.martin79
Jun 10, 2026

Landwirtschaftliche Produkte kann man einlagern. Strom nicht.

uwe dyroff
Jun 10, 2026

@Tom Iltmann,
manchmal werde ich das Gefühl nicht los, daß es sich bei EEX und / oder Nordpool um eine Mexikanische Würfelbude handelt. 🤪

uwe dyroff
Jun 09, 2026

9,4 % sind verantwortlich für einen Durchschnittlichen Großhandelsstrompreis im Mai 26 von knapp 10 Cent/ kWh.
Schlimm, schlimm.