Q-Cells nimmt nach Zollfreigabe die Modulproduktion in den USA wieder auf

Das Photovoltaik-Unternehmen hat die Produktion in Georgia wieder aufgenommen, nachdem die US-Zollbehörde auf Grundlage des Uyghur Forced Labor Prevention Act (UFLPA) einbehaltene Solarzellen-Lieferungen aus Südkorea wieder freigegeben hat. Die Einbehaltung hatte zur zeitweiligen Freistellung von 1.000 Mitarbeitern und zur vorübergehenden Einstellung der Produktion in der zweitgrößten Modulfabrik der USA geführt.
Wieder im Normalbetrieb: Modulfabrik von Q-Cells in Georgia. | Hanwha Q-Cells

von pv magazine USA

Das zum südkoreanischen Konzern Hanwha Solutions gehörende Photovoltaik-Unternehmen Q-Cells hat nach eigenen Angaben die Produktion von Solarmodulen in seinen Fertigungsstätten im US-Bundesstaat Georgia wieder aufgenommen. Damit endet ein im November letzten Jahres begonnener Einschnitt in die US-Aktivitäten von Q-Cells. Damals hatte das Unternehmen aufgrund einer durch langwierige Zollabfertigungsverfahren verursachten Produktionsunterbrechung 1.000 Mitarbeiter beurlaubt.

„Wir sind stolz darauf, wieder an die Arbeit für in Amerika hergestellte Energie zu gehen, die das Land gerade jetzt braucht“, sagte Marta Stoepker, Kommunikationschefin bei Q-Cells. „Wie bei jedem Unternehmen gab und gibt es Hindernisse, die uns dazu zwingen, uns anzupassen und flexibel zu sein, aber unser übergeordnetes Ziel bleibt dasselbe – der Aufbau einer vollständigen amerikanischen Lieferkette für Solarenergie.“

Die im vergangenen November bekanntgegebenen Personalfreistellung hatte das Unternehmen mit erheblichen Verzögerungen in US-Häfen begründet, wo insgesamt sieben Lieferungen von Solarzellen aus Südkorea festgehalten wurden. Diese Engpässe in der Lieferkette begannen demnach bereits Anfang 2025, als die US-Zoll- und Grenzschutzbehörde im Rahmen des Gesetzes gegen Zwangsarbeit von Uiguren in China (Uyghur Forced Labor Prevention Act; UFLPA) erste Solarzellenimporte von Q-Cells beschlagnahmt hatte. Im August 2025 bestätigte Q-Cells diese Einbehaltungen, erklärte jedoch gleichzeitig, seine Lieferkette sei frei von Materialien aus der chinesischen Region Xinjiang, die Gegenstand des UFLPA sind. Die meisten seiner Lieferungen würden demnach letztendlich den Zoll passieren, die sich häufenden Verzögerungen hätten aber bereits zu vorübergehenden Beeinträchtigungen der Produktionskapazität geführt.

Jetzt, da die Lieferkette wieder funktioniert und die Mitarbeiter zurück an ihren Arbeitsplätzen sind, will Q-Cells auch die 2,5 Milliarden Dollar teure Erweiterung seines Werks in Cartersville vorantreiben, das bis Ende 2026 eine Jahresproduktionskapazität von 3,3 Gigawatt für Ingots, Wafer und Zellen erreichen soll. Bei voller Auslastung werden die beiden Werke in Cartersville und Dalton dann zusammen jährlich 8,4 Gigawatt an Solarmodulen und deren Vorprodukten produzieren. Dafür plant das Unternehmen auch, seine Belegschaft weiter aufzustocken. Bis Ende 2026 will Q-Cells nach eigenen Angaben an beiden Standorten insgesamt fast 4.000 Mitarbeiter beschäftigen.

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