Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat schon seit ihrem Amtsantritt vor einem Jahr angekündigt, den Ausbau der Erneuerbaren unter Druck zu setzen. So kündigte sie die Abschaffung der festen Einspeisevergütung für Photovoltaik-Dachanlagen an, will den Business Case – also die Wirtschaftlichkeit der erneuerbare Energien – verschlechtern und forderte, den Ausbau der Erneuerbaren an den (viel zu langsamen) Netzausbau zu koppeln.
Quelle: Hans-Josef Fell – Wirtschaftsministerin Reiche will wie bereits 2012 die Wirtschaft der erneuerbaren Energien erneut unwirtschaftlich machen
Jetzt versucht sie, dies in gesetzlicher Form umzusetzen. Dazu gibt es einen ersten Referentenentwurf aus dem Wirtschaftsministerium, genannt Netzpaket.
Das Netzpaket von Ministerin Reiche plant die Abschaffung der Redispatch-Kosten nur für erneuerbare Energien, nicht für Kohle und Erdgas
In besonders belasteten Netzgebieten sollen nach dem Gesetzentwurf Neuanschlüsse von Erneuerbare-Energien-Anlagen keine Entschädigung mehr erhalten, wenn der Netzbetreiber diese abregelt (Redispatch). Die Befürchtung ist, dass dies für Erneuerbare nicht zur Ausnahme, sondern zur Regel werden soll. Allein diese Regelung würde Investitionen in das finanziell Unkalkulierbare treiben. Banken werden hohe Risikoaufschläge verlangen, viele Projekte werden unwirtschaftlich und nicht verwirklicht. Der Ausbau der erneuerbaren Energien würde so weitgehend gedrosselt werden. Zusätzlich sollen die Investoren nun auch einen Baukostenzuschuss für den Netzausbau der Netzbetreiber zahlen, was die Projekte noch einmal erheblich verteuern würde.
Dabei werden auch Kohle- und Erdgaskraftwerke bei hohen Stromüberschüssen im Netz abgeregelt und erhalten – genauso wie erneuerbare Energien – dafür einen finanziellen Ausgleich über die Netzgebühren. Doch das Netzpaket des Bundeswirtschaftsministeriums sieht keine Abschaffung der Redispatch-Zahlungen für Kohle- und Erdgaskraftwerke vor.
Das Netzpaket von Ministerin Reiche plant auch die Abschaffung des Anschluss- und Einspeisevorrangs der erneuerbaren Energien
Neben der festen, 20 Jahre garantierten Einspeisevergütung war der Vorrang für Netzanschluss und Stromeinspeisung für erneuerbare Energien vor fossilen und atomaren Stromerzeugern ein entscheidendes Kernelement des erfolgreichen EEG aus dem Jahr 2000. Genau diese Grundpfeiler sollen nun abgeschafft werden.
Quelle: pv magazine – Netzpaket-Entwurf rüttelt am Anschluss- und Einspeisevorrang für Erneuerbare
Im Gesetzesentwurf steht, dass Netzbetreiber für Anlagen mit einer Leistung ab 135 Kilowatt eigene Priorisierungen für künftige Anschlussbegehren entwickeln sollen, was im Klartext bedeutet, dass der Anschlussvorrang der erneuerbaren Energien ausgehebelt wird. Auch fossile neue Anschlüsse, wie die geplanten neuen Erdgaskraftwerke oder Verbraucher wie neue stromintensive Rechenzentren, können die Netzbetreiber dann priorisieren und Erneuerbare hintenanstellen.
Erste starke politische Widerstände gegen Reiches Gesetzesentwurf
Bündnis 90/Die Grünen starteten sofort nach Bekanntwerden des Gesetzesentwurfes eine Unterschriftenaktion: „Rettet die Erneuerbaren Energien“, die in nur zwei Tagen schon fast 100.000 Unterzeichner brachte. Ich empfehle sehr, diese Unterschriftenaktion zu unterstützen.
In dem Aufruf dazu schreiben die Grünen sehr präzise: „Wirtschaftsministerin Katherina Reiche plant ein Netzpaket, das erneuerbare Energien frontal angreift.
Es verteuert Wind und Solar, schafft neue Bürokratie und bremst den Netzanschluss. Wird dieser Plan nicht gestoppt, brechen Investitionen weg. Die Energiewende steht auf dem Spiel. Schon einmal hat Reiche als Parlamentarische Staatssekretärin zum Niedergang der deutschen Solarindustrie beigetragen – mit massiven Arbeitsplatzverlusten, etwa im Solar Valley in Sachsen-Anhalt. Die dauerhafte Verunsicherung bei Investitionen in die Erneuerbaren muss endlich aufhören.“
Auch aus der SPD-Bundestagsfraktion kam schnell und klarer Widerspruch. Nina Scheer, die energiepolitische Sprecherin, schrieb:
Ausbaubegrenzungen, ökonomische Überforderungen oder sogenannte Redispatch‑Vorbehalte schwächen Investitionsanreize bis hin zu massiven Hemmnissen. Solche oder weitere den Erneuerbaren‑Ausbau einseitig mit den Netzen synchronisierende Regelungen reduzieren die marktlichen Anreize genau für solche Technologien, die zum systemischen Umstieg auf die erneuerbaren Energien benötigt werden: für Flexibilitäten und Speicherbarkeit inklusive grünen Wasserstoff.“
Damit ist klar: Der Gesetzentwurf geht so einfach nicht durch den Bundestag.
Es ist sogar unklar, ob er überhaupt den Weg in das Bundeskabinett schafft, denn der Entwurf ist ja auch noch nicht zwischen den einzelnen Ministerien ressortabgestimmt.
So hat Umweltminister Carsten Schneider erst kürzlich wieder deutlich gemacht, dass an den Ausbauzielen der erneuerbaren Energien festgehalten werden muss und nicht gedrosselt werden darf.
Auch das CDU-Mitglied Heinen-Esser, BEE-Präsidentin, kritisiert das Netzpaket
Die neue Präsidentin des Bundesverbandes Erneuerbare Energien (BEE), Ursula Heinen-Esser, kritisierte den Gesetzesentwurf fundamental:
„Die nun bekannt gewordenen Pläne aus dem Netzpaket bergen die Gefahr einer Zubaublockade für die Erzeugungskapazitäten und können direkt zu Energieknappheit und steigenden Preisen führen. Werden diese Pläne wahr, gefährdet das Wirtschaftsministerium die Stabilität unseres Energiesystems.“
Obwohl die BEE-Präsidentin eine der stärksten Wirtschaftsbranchen Deutschlands mit 400.000 Arbeitsplätzen vertritt, wurde ihr starkes Statement so gut wie gar nicht in den großen Medien aufgegriffen, sondern fast nur in der Fachpresse. Dabei war Heinen-Esser – genauso wie Ministerin Reiche – Staatssekretärin im Umweltministerium unter Minister Altmaier, als die Solarbranche mit der damaligen EEG-Novelle in den Abgrund gestoßen wurde.
Ihre Kritik ist umso bemerkenswerter, da sie aus dem konservativen Lager der CDU kommt und damit Kanzler Friedrich Merz und Ministerin Reiche sehr nahe steht. Doch es scheint, dass die Loyalität großer Presse- und Fernseheinrichtungen so stark für die Interessen der fossilen Wirtschaft arbeitet, dass sie selbst konservative kritische Stimmen aus der CDU für den Erhalt des Ausbaus der erneuerbaren Energien weitgehend ignorieren.
Ungemach kommt auch von der Bundesnetzagentur
Die Bundesnetzagentur stellte in einem neuen Vorschlag im Agnes-Prozess ihre Vorstellungen für den Speicherausbau vor.
Dazu muss man wissen, dass der Netzausbau nicht das Einzige ist, was die Integration und Glättung von schwankendem Solar- und Windstrom ermöglichen kann. Vor allem Speicher, wie Batterien oder Pumpspeicherkraftwerke, sind dafür dringend nötig.
Im letzten Jahrzehnt wurde der Speicherausbau gesetzlich massiv behindert, da alle Speicher die EEG-Umlage beim Ein- und Ausspeichern von Strom zahlen mussten. Genau das hat große Speicherinvestitionen verhindert, da Speicher damit kaum wirtschaftlich waren. So kam es, dass es heute Engpässe in den Netzen gibt, wenn viel Wind- oder Solarstrom erzeugt wird. Diese unsinnige und schädliche Belastung der Speicher wurde erst unter Wirtschaftsminister Habeck abgeschafft. Auch wurden die Speicher von den Netzentgelten befreit. Seitdem gibt es eine große Investitionswelle in große und kleine Speicher.
Nun kommt die Bundesnetzagentur im Agnes-Prozess, der die Netzentgelte neu ordnen soll, und schlägt neue hohe Belastungen für den Speicherausbau vor, insbesondere durch eine Belastung mit Netzentgelten.
Auch sollen Speicher Baukostenzuschüsse in Zukunft zahlen, und zudem überlegt die BNetzA, dass sogar bereits verbaute Speicher die 10-jährige Befreiung von den Netzentgeltzahlungen nicht mehr erhalten sollen.
Das wäre erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, dass der Gesetzgeber rückwirkend in getätigte Investitionen eingreift, um sie unwirtschaftlich zu machen. Das Signal, das davon ausgeht, ist verheerend – nicht nur für Investitionen in erneuerbare Energien, sondern für die gesamte Wirtschaft, wenn der grundgesetzlich garantierte Schutz des Eigentums plötzlich nicht mehr gelten würde.
Die Grundüberlegung der Bundesnetzagentur ist im Kern ein absurder Schildbürgerstreich: Speicher sollen mit Netzgebühren belastet werden, damit die Kosten gleichmäßiger verteilt werden und für die Einzelnen niedriger würden. Doch die Netzgebühren sind unter anderem deshalb hoch, weil sie von Abregelungskosten (Redispatch) belastet werden. Speicher verringern genau diese Abregelungen und damit die Kosten. Wenn Speicher wirtschaftlich verhindert werden, steigen die Abregelungskosten und damit die Netzgebühren.
Die Vorschläge der Bundesnetzagentur gleichen einem Plan aus Absurdistan: Die Speicher, die zu niedrigen Netzkosten führen, werden mit Netzkosten beaufschlagt, womit die Kosten weiter steigen, weil kostensenkende Speicher verhindert werden.
Nun braucht es den Aufbau starker Proteste aus der Bevölkerung
Was hier gerade als Netzpaket aus dem Bundeswirtschaftsministerium und mit den Agnes‑Vorschlägen der Bundesnetzagentur auf dem Tisch liegt, ist keine technische Korrektur – es ist ein grundsätzlicher Angriff auf die Investitionslogik der Energiewende. Unter dem Narrativ „Das Netz ist überlastet“ werden zentrale Schutzmechanismen ausgehöhlt, die den Ausbau von Wind, Solar, Biogas, Wasserkraft, Geothermie und Speichern überhaupt erst wirtschaftlich planbar gemacht haben: verlässlicher Netzanschluss, Einspeisevorrang und kalkulierbare Erlöse.
Die Branche der Erneuerbaren muss mit ihrem Verband BEE, als Einzelunternehmen, als Energiegemeinschaften, mit den Naturschutzverbänden, die für den Klimaschutz einstehen, Fridays for Future und allen anderen nun zentral aktiv werden und ihre Proteste gegen Berlin an die Wirtschaftsministerin senden – am besten konzertiert. Die Unterschriftenaktion der Grünen kann nur eine erste Reaktion sein, von immer größer werdenden Protesten, die am besten in einer Großdemonstration in Berlin enden, wenn diese Entwürfe nicht schnell wieder vom Tisch verschwinden.
Eine Ausbaubremse der erneuerbaren Energien hat auch großen beschleunigenden Einfluss auf die geopolitischen Verwerfungen, die uns aktuell so sehr bedrücken: Kriege in der Ukraine, im Sudan, in Venezuela oder im Jemen werden mit unserem Einkauf von Erdöl und Erdgas finanziert, genauso wie die Terroristen im arabischen Raum – von den Frauenunterdrückern im Iran und Afghanistan bis zum wiedererstarkten Islamischen Staat.
Die Erdöl‑ und LNG‑Erdgaseinkäufe aus den USA machen die MAGA‑Leute um Präsident Donald Trump reich und stärken ihren Machtapparat, mit dem sie dann mit Bundesstreitkräften in Bundesstaaten wie Minnesota Ausländer jagen, verschleppen und unschuldige Menschen ermorden.
Ein Ausbau neuer Erdgaskraftwerke, wie ihn Wirtschaftsministerin Reiche plant, wird die Abhängigkeit vom US‑LNG verstärken und Trump die Handhabe geben, auch uns noch stärker zu erpressen, wenn ihm etwas nicht passt. So wie gerade in Kuba, wo der existenzielle Notstand ausgebrochen ist, weil die USA die Erdöllieferungen aus Venezuela und Mexiko unterbunden haben.
Wir laufen mit Deutschland und der EU Gefahr, mit Abhängigkeiten von fossilen und atomaren Energielieferungen aus Russland, den USA, Saudi‑Arabien, Katar und anderen auch geopolitisch zerrieben zu werden.
Der Aufbau der entscheidenden Lösungsstrategie – 100 Prozent heimische dezentrale erneuerbare Energien – wird durch die Gesetzesentwürfe von Ministerin Reiche torpediert, genauso wie der dringend notwendige Klimaschutz.
Daher: Die Rücktrittsforderungen an die Wirtschaftsministerin müssen laut werden. Ich selbst habe sie gestern in der Fernsehsendung „Mit der Energiewende leben“ schon erhoben. Hier kann mein Interview dazu mit Frank Farenski noch einmal angeschaut werden:
Quelle: Mit der Energiewende leben – Interview mit Frank Farenski
— Der Autor Hans-Josef Fell ist Präsident der Energy Watch Group (EWG). Er war 1998 bis 2013 für Bündnis/Die Grünen Mitglied im Bundestag und ist Mit-Autor des Entwurfs des Erneuerbare-Energien-Gesetzes von 2000. http://hans-josef-fell.de —-
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Vielen Dank für die gute Darstellung der Fakten und der Konsequenzen, für die Umwelt und die Ökonomie. Die Energiewende würde massiv geschädigt. Die Schädigung der Ökonomie ergibt sich daraus, dass die erneuerbaren Energien längst die günstigste Stromquelle sind und die Stromkosten durch Batterien weiter gesenkt werden.
«Unter dem Narrativ „Das Netz ist überlastet“ werden» Batterien verhindert. Dabei sind es genau die Batterien, die das Netz entlasten. Sie erschliessen die bisher z.B. nachts nicht nutzbaren freien Kapazitäten der physischen Netze. Sie ermöglichen virtuelle Netze https://www.pv-magazine.de/2026/01/27/energiewende-braucht-virtuelle-netze/ , die sogar den Ausbau der physischen Netze weitgehend erübrigen. Das spart gewaltige Kosten, aber genau das soll offensichtlich verhindert werden.
Ein Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3000 kWh belastet das Netz im Mittel mit 342 W.
Zeitweise ist der Bezug weit höher – aber eben Zeitversetzt zu dem der unmittelbaren Nachbarn.
Die 10 kWp-Anlage auf dem Dach speist zu wenige Stunden des Jahres 10.000 W in dieses Netz ein – Und die 5 Nachbarn in der Strasse ebenfalls – GLEICHZEITIG. Dann wenn die Sonne scheint.
5 Verbraucher – benötigen also einen Trafoanschluss der 1,7 kW überträgt. Die 5 PVler – 50 kW.
Im Prinzip war das der logische Schritt. Je mehr Wind + PV, desto mehr Gas ist nötig für Dunkelflauten. Je mehr Wind + PV, desto weniger rechnen sich Gaskraftwerke und müssen Subventioniert werden. Bis zu einer gewissen Prozentzahl ist Wind + PV unschlagbar. Aber irgend wann wird es exponentiell teuer. Vor allem, wenn man auch noch die Nacht mit Sonnenstrom überbrücken will.
Länder welche warten mit den Energiewende, werden günstigen Strom haben, weil die Technik ausgreift und günstig ist.
Abgesehen davon, dass die von Ihnen skizzierte Anschlussleistung bereits installiert ist, gibt es auch eine alternative Lösung. Wenn die Besitzer der PV-Anlagen eine Batterie installieren, könnten die den Strom der Mittagsspitzen speichern und abends teilweise selbst nutzen und teilweise ins Netz einspeisen. Falls die Betreiber der Batterien einen fairen Preis für den Abendstrom aus der Batterie bekommen würden, amortisiert diese sich schnell. Problem gelöst.
Gut, dass Sie kein Netzplaner sind. Sonst wären bei uns schon längst die Lichter aus. Bitte verschonen Sie uns mit Ihrer Unwissenheit und Verbreitung von Fake-News.
Genau – deshalb sollte man Speichersysteme pushen/entlasten und nicht torpedieren/belasten!
Bei der Logik dürften die 5 Haushalte aber nie zusammen kochen, passiert allerdings häufig in einem engen Zeitfenster dann doch.
Dazu hat die Vorgängerregierung bereits eine Einspeisebegrenzung bei zu viel PV-Strom eingeführt. Seit letztem April bekommen Anlagen für die Einspeisung zu negativen Börsenpreisen keine Vergütung mehr. Das macht Speicher zur Verschiebung der Erzeugung noch interessanter. Dazu kommt die Nutzungsmöglichkeit für Börsenstrom, dass macht Speicher auch zu PV-armen Zeit nützlich (Speicherung von Windstrom)
Es gibt also schon viele Bestrebungen, die das zukünftige Stromnetz noch sicherer machen. Allerdings sorgen sie auch für einen erhöhten Zubau von Sonne, Wind und Speicher. Da in dem Szenario kaum Gas vorkommt, ist klar, das eine ehemalige Gas-Lobbyistin hier stark eingreifen muss.
Was ist dann der Beitrag der (Verteil)Netzbetreiber zur CO2-Minderung in der Stromerzeugung?
Leiterseilmonitoring und NOxVA-Prinzip?
Die Netzauslastung der ‚5 Nachbarn‘ und deren Nachbarn ist für diese Teilnehmer am Stromnetz, auf Kundenseite, nicht transparent erkennbar, dafür aber sollen die sich auch noch mit dem überregionalen Börsenstrompreis auseinandersetzen(?)
Die Anschlussleistung für jede/n (normale/n) Stromkundin und Haushaltstromkunden ist zwischen etwa 15 und 35kW(/kVA) und bei Neuinstallationen (ohne smarte Messgeräte) wird die Einspeiseleistung auf 60% der Generator- bzw. Wechselrichterleistung begrenzt.
Die Anschlussleistung wird dem Vertragskunden gewährt, während der Gleichzeitigkeitsfaktor diesen faktisch einschränkt?
Das stimmt. Inzwischen ist auch der „private “ PV -Ausbau soweit fortgeschritten, dass eine EEG-Vergütung wie bisher kontraproduktiv wirkt. Hier sollte Lösungen her (Eigenverbrauch, Speicherung, EMS usw. ) . „Netzdienlichkeit“ eben. Auch für eine 10 kWp Anlage.
Allerdings gehen die gegenwärtigen Vorschläge aus Reiches Ministerium bedeutend weiter. „Gas-Kathi“ … .
„Hier sollte Lösungen her“
logisch, die Strom- und Vermarkungsprofis erklären ‚das soll der Laie für uns korrigieren, denn was können wir ‚Lobbyisten‘ für die Beeinflussung der gegenwärtigen Gesetzesrealität‘?
Leider kein substantieller Kommentar vom Troll zur fundierten Analyse von HJ Fell zum Netz-Ausbau-Verhinderungspaket. Stattdessen wieder einmal nur Meinungs-blabla und das Märchen vom günstigen Atomstrom – wahrscheinlich erzeugt mit KI (Kaputter Ideologie) – wider dem Stand der Technik und des realen Energiemarkts.
Deshalb wieder einmal Fakten zu den neuen AKW Frankreich/ GB/ Finnland und deren Stromgestehungskosten:
Europäischer Druckwasser Reaktor (EPR)
Entwicklung von Siemens und Framatome seit 1992
Frankreich Flamanville Block 3
Baubeginn 3.12.2007 Plan Fertigstellung 2012 & Kosten 3,3 Mrd. Euro
zahlreiche Verzögerungen, u.a. wegen Mängeln (Materialfehler Reaktordruckbehälter) und Kostensteigerungen, deshalb Finanzierungsprobleme und Ausstieg von Enel (Italien) 2012
Fehlende Umweltverträglichkeitsprüfungen bis zum Ablauf der Baugenehmigungsfrist, deshalb mit administrativen Tricks Frist vertuscht, die sonst zum Baustopp geführt hätten.
Stand 2020:
Fertigstellung verschoben auf 2023
Gesamtkosten Stand 2020 19,1 Mrd. Euro => fast das 6 fache (inkl. Kreditzinsen, aber ohne Kosten Vorbereitung Inbetriebnahme, Brennstoffe, Ersatzteile, etc.)
Stand 2022:
– Stromgestehungskosten 11 bis 12 Cent/kWh
– Juli 2022: Reaktorsteuerung funktioniert nicht => Fertigstellung weiter verschoben
Stand 2024
– vorläufige Inbetriebnahme mit Brennstoff 22.5.2024, Probebetrieb, Netzanschluss Dez. 2024, aber mit reduzierter Leistung
=>17 Jahre reine Bauzeit
– wegen schadhaftem Reaktordeckel muss zur Reparatur ab September 2026 für ca. 1 Jahr wieder abgeschaltet werden
– Gesamtkosten 23,7 Mrd. Euro (F Rechnungshof) => 718% der geplanten Kosten
– davon 13,2 Mrd. Nur Baukosten
=> 8250 Euro/ kWh Nettoleistung (Vergleich PV )
– Stromgestehungskosten ca.14 Cent/kWh (Industriestrompreis in F: 4,2 Cent/kWh)
– Differenz wird von EDF auf Normalverbraucher umgelegt, bzw. durch staatlich finanzierten Strompreisdeckel beschränkt und führt zu bisher 50 Mrd. Euro Schulden
– Info Dez. 2023: EDF Schulden rund 65 Mrd. Euro (u.a. Abschaltungen wegen Störungen 2022)
– Atomstromproduktion gesunken von 361 auf 279 Twh (2023 nur 44 GW von 61 GW am Netz)
=> deshalb Erhöhung Industriestrompreis ab 2026 in F: 7 Cent/kWh (plus 67 %)
=> Strompreisdeckel ab 2024 um 10% (bisher im Schnitt 23,7 Cent/kWh)
=> Kosten Verlängerung Betrieb alter Reaktoren ca. 66 Mrd. Euro, Neubau ca. 57 Mrd. (Fertigstellung frühestens 2035 !) und Kosten Rückbau >18 Mrd. Euro
Groß Britannien Hinkley Point C (GB),
2 EPR insges. 3,2 GW durch EDF (F) und Konzerne China
Genehmigung 2013 und Plan Bauzeit bis 2023,
Plan Kosten Bau 19 Mrd. Euro
plus garantierte Einspeisevergütung ca. 11 Cent/kWh (=> Subvention 100 Mrd. Euro)
Baubeginn März 2017
zahlreiche Verzögerungen, u.a. wegen Brexit und Finanzierungsproblemen, Ausstieg Toshiba
Stand 2022:
Fertigstellung verschoben auf 2027
Kosten ca. 30 Mrd. Euro (nur Bau, ohne Zinsen)
Stand 2024
– Plan Inbetriebnahme 2030 bis 2031 => 17 Jahre seit Genehmigung, reine Bauzeit mehr als 13 Jahre
– Kosten ca. 55 Mrd. Euro => fast das dreifache (nur Bau, ohne Zinsen)
– Kosten Rückbau ca.8 Mrd. Euro gedeckelt, d.h. Rest übernimmt GB Staat
Stand Okt.2025:
garantierte Einspeisevergütung 15,3 Cent/kWh (=> Subvention 100 Mrd. Euro durch GB Staat)
Finnland Olkiluoto Reaktor 3
– EPR Baugleich wie F und GB, 1,6 GW,
– Bauzeit Aug. 2005 – 2023
– Kosten 11 Mrd. statt 3 Mrd. Euro, deshalb Bau weiterer EPR gestoppt
Bei mir in der Reihenhaussiedlung duschen morgens 5 Nachbarn mit ihren 21 kw Warmwasserdurchlauferhitzern gleichzeitig.
„„Netzdienlichkeit“ eben“
der Begriff ist ja noch nicht mal genau geklärt?
Meint man lokal netzdienlich, überregional (ÜNB-bezogen) netzdienlich, oder netzorientiert (also, wie auch immer, auf den Netzzustand lokal/überregional reagierend, geräte-bezogen als Wechselrichter/Zwischenspeicherung/Lastflexibilitäten) als technische Stromnetzbelastungsminderung und zur Redispatch-/Ausgleichsenergieminimierung, meint man systemdienlich (i. S. von gemeinwohl-orientiert, damit kostensparend/-reduzierend und mit hoher, verteilter Auslastung, ausbauförderlich für CO2-Minimierungsziele) oder vermarktungsdienlich (Preis- bzw. Kostenoptimierung zur Vermarktung bzw. zum Börsenhandel)?
Der Gesetzgeber ist dazu, m. W., sehr unklar(?)
Ehrlich: Was für ein Mumpitz.
Mit großer Wahrscheinlichkeit kochen die 5 Haushalte wie eben ganz normale Haushalte am Wochenende um die Mittagszeit Mittag. Ein E-Herd mit Backofen zieht bis zu 11 kW. Wenn gleichzeitig noch Waschmaschine, Wäschetrockner, Wallbox oder Geschirrspüler laufen, ergeben sich ggf. weit über 50 kW Leistungsbedarf.
Auf der anderen Seite gibt es nicht zwingend die Gleichzeitigkeit bei der PV-Einspeisung. Alle neueren PV-Anlagen haben eine PV-Batterie. Haushalte mit großer PV nutzten weit überdurchschnittlich Elektroautos und machen dann erstmal die Autobatterie voll, bevor sie für paar Cent einspeisen.
@Gernot,
„…ergeben sich ggf. weit über 50 kW Leistungsbedarf.“
Macht dann hier in Norwegen (bei meinem VNB) 150 € Grundgebühr + Verbrauch (ca 7 Cent/ kWh)
Hallo Darwin-C,
sorry, aber Sie haben keine Ahnung von der Dimensionierung von Hausanschlüssen. Warum sollen die 50 kW PV überhaupt über einen Trafü fließen? Vielleicht verbraucht sie die Nachbarschaft, die ihre Autos laden oder Kuchen backen.
„Ein Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3000 kWh belastet das Netz im Mittel mit 342 W.
Zeitweise ist der Bezug weit höher – aber eben Zeitversetzt zu dem der unmittelbaren Nachbarn.
Die 10 kWp-Anlage auf dem Dach speist zu wenige Stunden des Jahres 10.000 W in dieses Netz ein – Und die 5 Nachbarn in der Strasse ebenfalls – GLEICHZEITIG. Dann wenn die Sonne scheint.
5 Verbraucher – benötigen also einen Trafoanschluss der 1,7 kW überträgt. Die 5 PVler – 50 kW.“
Kompletter Quatsch. Gemäß der Logik kochen die 5 auch gleichzeitig und brauchen schon 25kW für das Kochen und wenn die 5 noch E-Autos haben brauchen sie schon 55kW jetzt noch ein Wärmepumpe für alle 5 dazu und dann?
1. Kosten: Speicherung, Netzausbau, Frequenzstabilisierung, Redispatch und Backup Kraftwerke.
2. Kosten
Peter Altmaier und Sigmar Gabriel haben wir zu verdanken, dass wir heute nicht über 1eur /kWh bezahlen. Was Katherina Reiche macht ist 100% richtig. Dort wo wir ein Defizit haben, wird gebaut (wenn wirtschaftlich) dort wo wir schon viel zu viel EE haben wird es unwirtschaftlich gemacht. In Regensburg Kreis sehen wir regelmäßig hunderte Anlagen gedrosselt. Sollten wir wirklich noch mehr Anlagen dort fördern?
Und ja, ich bin 100% für EE. Aber bedarfsgerecht und nicht Subventionen wo es sinnlos ist.
Deswegen schreibe ich „bedarfsgerecht“.
Die große Frage ist: was ist unser Ziel. Deins scheint das Bild am liebsten bis zum roten strich (Last) zu füllen.
Man muss das große Ganze sehen. Frankreich hat die Wärmewende schon hinter sich. Wieso? Weil Strom günstig ist. Unser Ziel muss es also sein ein Kompromiss zwischen günstig und CO2 arm zu finden. Bauen wir jetzt wie wild EE hinzu, dann sinkt der Marktwert. Aus 3ct Markwert Solar im Sommer wird dann irgend wann mal 2ct. Vergütet wird er aber vom Staat mit 19ct. Für 2ct wird aber niemand ein Gaskraftwerk betreiben wollen. Also muss man das auch wieder Subventionieren. Vom Spanien Blackout wissen wir: hätte man 10 konventionelle Kraftwerke betreiben anstatt 9, dann hätte es nicht zum Blackout gekommen. Ja, man könnte mit vielen Milliarden Batteriespeicher hinstellen, aber auch das kostet Subventionen. Fakt ist: es mag zwar sein, dass Wind und PV theoretisch sehr günstig ist. Aber produziert man am Bedarf vorbei, wird es mit sehr großen Abstand die teuerste art der Stromerzeugung. Gleichzeitig bremst es die Wärmewände und Elektroautowende. Der Strompreis bestimmt wie CO2 arm Deutschland wird. Nicht Wind & Solar. Jetzt habe ich viel Klugscheißerei betrieben. Was würde ich denn machen? Man müsste jetzt an jeden Knotenpunkt in Deutschland den Bedarf ermitteln und keine Deutschlandweite EEG Vergütung definieren, sondern an jeden Knoten anders. Es wird Gemeinden geben, wo es wirtschaftlich ist 15ct EEG zu bezahlen und es wird andere geben, wo 0ct EEG sinnvoll ist.
Kleinanlagen (unter ca. 3-5kW(p), auch die 800W(-2000Wp) Kleinstanlagen erhalten (selten) EinspeiseVergütung, trotz CO2-Minderungsvorteil und angereizter Ausbauvorgaben für die Stromversorgung, bspw. im NEP) haben einen strukturellen Nachteil und wer das ignoriert, erklärt den vielen ’normalen‘ Teilnehmerinnen und Teilhabern am Stromnetz (und der gesellschaftlichen Aufgaben), dass diese gesetzlicher Berücksichtigung und Rücksichtnahme nicht wert wären?
Das ’neue‘ D. ist schlicht (teils) rücksichtslos geworden, und zwar von oben(?)
niranbunmi.mt schreibt.
Bauen wir jetzt wie wild EE hinzu, dann sinkt der Marktwert. Aus 3ct Markwert Solar im Sommer wird dann irgend wann mal 2ct. Vergütet wird er aber vom Staat mit 19ct. Für 2ct wird aber niemand ein Gaskraftwerk betreiben wollen. Also muss man das auch wieder Subventionieren.
@ niranbunmi.mt
Hier beginnt schon ihr Energiewende .. „Falschdenken“ …. Der sinkende Marktwert von PV ist doch Ziel der Energiewende, und ein Zeichen dafür, dass die Sonne keine Rohstoffrechnung schickt. Mit anderen Worten die Energiewende funktioniert. Sonne und Wind senken die Börsenpreise für alle Erzeugungsarten. Das Kosten/Nutzen Prinzip lässt grüßen. Es müsste nur bei der Energiewende Anwendung finden Wer heute mit Sachkenntnis eine Anlage aufs Dach baut, doch nur im Eigenverbrauchsmodus, mit Heimspeicher E-Auto und WP Heizung. Glauben Sie wirklich, dass da noch 7 Cent Überschussvergütung eine Rolle spielt ???
Zumal es ja zunehmend Anbieter gibt, die dafür die Direktvermarktung übernehmen.
Lediglich die Schlagzeilen „Einspeisevergütungen für PV fällt weg“ schreckt eine bestimmte Gruppe ab. Aber auch nur so lange bis sie drauf gekommen sind.
Ich kann mir vorstellen, dass man auf der konventionellen Seite nicht begeistert ist von der Abschaffung der Vergütung. Wie wollen sie denn künftig ihre Konkurrenz den Solarstrom teuer rechnen, wie Sie das gerade tun.
„mit Heimspeicher E-Auto und WP Heizung“
ja und nein, es ist doch Sache jeder/s Einzelnen, ob man lokalen PV-Strom intelligent nutzt, vor Ort, oder diesen für die allgemeine Stromversorgung zur Verfügung stellt (genau deshalb ist Volleinspeisung auch höher vergütet? 7.78ct versus 12.34ct?).
Für den Aufwand einer ‚Vollausstattung‘ kann man lange Strom, als ’sparsamer Haushalt‘, beziehen(?)
Persönliche Präferenzen und Möglichkeiten als Investitions- und Planungsgrundlage vorauszusetzen, während Grosskraftwerken, unisono, eine ‚gemeinwohldienliche‘ Funktion (und Netzdienlichkeit, Gemeinwohldienlichkeit) zugestanden würde (weil evtl. Einzelkosten der Stromerzeugung im EE-G-Bereich günstiger sind, im Rahmen der gesamten Systemkosten), ist dann genauso falsch, als wenn Anwohnern von (früheren) AKW’s oder Grosskraftwerken deren (Nah-)Wärmenutzung als geldwerter Vorteil gegenüber der Masse der Stromkundinnen und Haushaltstromkunden angelastet würde?
Strukturell benachteiligte Kleinkraftwerke zu belasten, halte ich für einen schlechten Ausdruck von ‚umweltfreundlicher Stromversorgung‘, vor allem dann, wenn das, pauschal, zusätzliche Investitionen und Aufwand (zeitlich, gedanklich/planerisch/Kompetenzwissen, risikobezogen, finanziell) für die Klein- und Kleinstkraftwerke bedeuten würde.
Genau diesen Aufwand lassen sich die Grosskraftwerke auch bezahlen.
niranbunmi.mt schreibt
.
Bauen wir jetzt wie wild EE hinzu, dann sinkt der Marktwert. Aus 3ct Markwert Solar im Sommer wird dann irgend wann mal 2ct. Vergütet wird er aber vom Staat mit 19ct. Für 2ct wird aber niemand ein Gaskraftwerk betreiben wollen. Also muss man das auch wieder Subventionieren.
@ niranbunmi.mt
Sinkender Marktwert PV heißt doch Solarstrom wird immer billiger. Ist das nicht das Ziel der Energiewende.???
was du irgendwie nicht verstehst ist:
die Abhängigkeit von einzelnen großen Konzernen mit einigen Kraftwerken muss gebrochen werden.
Das Problem ist die Abhängigkeit von wenigen, siehe :
Presse
Internethandel
Computer Betriebssysteme
StarLink
Medien im Allgemeinen
Medikamente
Waffen
Öl
Gas
Elektrokomponenten
usw.usw.usw.
Jedes Haus sollte wenn möglich eine PV Anlage haben und einen Teil des Bedarfs selber decken, das spart Flächen und Netzkosten.
Und eine Vergütung von 19c?
Wir bewegen uns bei 7,6c.
wie sehen sie die gedrosselt? Von was reden sie?
Und das von Spanien ist auch nicht richtig. Sie sollten sich mal die Zeit ans Bein binden und die Analysen von dem spanischen Vorfall durcharbeiten. Von wegen da fehlte was ….. Ja – Ahnung bei den Betreibern.
PB
Doch ich verstehe schon, nur dann müssen wir alle auch mehr für unser Land tun.
Mehr Arbeiten und auch mal mit 5cent/kWh zufrieden sein.
Weil es am Anfang auch Geld und Wohlstand kosten wird.
Wir können nicht, bei einer 4 Tage Woche die Welt retten.
die 4 Tage Woche haben wir der Generation „unsere Kinder sollen es mal besser haben“ zu verdanken.
Und das ist die 68er die jetzt das Sagen hat.
In allen Parteien.
Deutschland und Euroa braucht den Druck um wieder runterzufahren.
Früher wurden Häuser für 15% Zinsen finanziert, heute kriegt man bei 4% eine Schockstarre.
Die Kosten für die Energiewende sind nicht zu hoch, sie sind nur ungerecht verteilt.
Die großen Konzerne haben jahrzehntelang Milliardengewinne gemacht und dann noch Subventionen kassiert und Steuererleichterungen bekommen. Von Google,Amazon etc. in Irland will ich gar nicht reden.
Das Geld wurde aus dem System gezogen und fliesst nicht wieder zurück, das hällt keine Marktwirtschaft aus.
Nur den Steuerzahler zu belangen und die Löhne zu erhöhen ist kein Kreislauf, sondern ein Krebsgeschwür das wächst bis es den Körper tötet.
Eine Sonderabgabe für alle Konzerne und Hedgefonds bzw. Gelderzeugungsmaschinen die einen gewissen Gewinn machen und schon ist die ganze Finanzierung der Wende ein Witz.
Das Schlimme daran ist noch, dass genau diese „Marktteilnehmer“ am meisten davon profitieren würden.
Und, die Welt ist nicht zu retten.
Sie können immer die Schuld den Reichen geben.
Aktuell werden unsere Kinder zu Wirtschaftsflüchtlinge!
So retten wir die Welt nicht!
Mit dem ‚Welt retten‘ hat auch nicht D. angefangen, sondern die Idealisten in D. haben von den Schweizer Pionieren gelernt.
Glück hatte man in D. mit der kostendeckenden Vergütung, welche dem bestehenden, etablierten Energieversorgersystem abgerungen wurde.
So viel zum Humanismus und dessen real existierenden Werteausdruck und etwas mehr Anstand dabei würde D. auch nicht schaden(?)
… wer an 4 Tagen klug arbeitet, muss auch am 5. keinen U.nsinn machen(?),
deshalb heisst es auch nicht ‚Freedays for the rich‘, sondern ‚Fridays for future‘
Aber wie er sagte: ‚Intelligenz kann man nicht impfen‘
Nehmen wir an, dass Herr Müller eine PV Anlage auf dem Dach hat, die so ausgelegt ist, dass er über die Sommermonate keinen Strom bezieht. Nachbar Meier verbraucht in der Summe ebenso viel Strom, bezieht den jedoch 365 Tage vom großen Kraftwerk. Müllers Anlage ist naturgemäß flatterhaft und bereitet dem Netzbetreiber viel Arbeit, um das Netz zu sichern. Wenn die Netzgebühren auf die KW aufgeteilt werden, zahlt Müller weniger als Meier, obwohl er höhere Kosten für Installation und Betreiben des Netzes verursacht. Das wird in diesem Forum gern übersehen, was nicht überrascht. Aber auch nicht überzeugt.
weil aber der arbeitsbelastete Netzbetreiber keine Anstrengung für CO2-reduzierte Stromangebote, über Jahre bis Jahrzehnte, geleistet hat, haben diese Netzbetreiber den Stromkunden ‚M.eier‘ in die nachteilige Situation der CO2-intensiveren Stromnutzung gestellt(?), im Vergleich zum Stromkunden ‚M.üller‘, welcher zur CO2-Reduktion eigene Investitionen (im Vorschuss bzw. auf Kredit, evtl. der StromkundInnen und SteuerzahlerInnen) geleistet hatte(?)
Wie wägen Sie ‚Schadensbegrenzung durch CO2-Reduktion‘ gegenüber ‚verstetigtem Stromangebot‘ ab?
„bereitet dem Netzbetreiber viel Arbeit“
darüber geben die Netzbetreiber wenig Auskunft, gegenüber deren Stromkundinnen und Stromkunden, prominente (‚glaubwürdige‘), öffentliche Ansagen der ÜNB/VNBs (bzw. unwidersprochen oder korrigiert) waren dazu vor Jahren, nur ‚wenige Prozent ErneuerbareEnergien Strom ’sei‘ möglich‘?
(Transparenz zur Netzauslastung im (regionalen) Stromverteilnetz und der Kosten für das NOxVA-Konzept?)
dazu weiß ich was, mein NB sagt, wenn irgendwo ein Engpass oder Schwankungen sind, dann fahren wir einfach einen Park runter! TRE steuern wir gar nicht an, viel zu Aufwendig.
Von wegen: „Müllers Anlage ist naturgemäß flatterhaft und bereitet dem Netzbetreiber viel Arbeit, um das Netz zu sichern.“
Die Anlage Müller interessiert niemanden und verursacht auch keine Kosten.
Sein Hausanschluss ist auf 30kW ausgelegt, in welche Richtung ist völlig egal.
https://www.fr.de/wirtschaft/verteuert-atomstrom-ende-billigstrom-frankreich-paris-92726554.html „Atomstrom ist günstig“ 🤪🧐
@Winrich, wie wir wissen war er es noch NIE. Bin mal gespannt was da für ein Spagat von Frankreich hingelegt wird.
Egal, an alle Anderen: legt euch mal einen SmartMeter zu, monitort euren eigenen Verbrauch, denkt diesen flatterhaften Zustand über eure Wohnung hinaus und versucht das mal rein gedanklich glatt zu regeln. Viel Vergnügen. Für mich steht schon lange fest: das gesamte System muss neu aufgesetzt werden. Kein Wunder, dass da einige Gruppierungen etwas dagegen haben.
„versucht das mal rein gedanklich glatt zu regeln“
wenn man den jungen Auszubildenen nur erklärt, wie man ‚Rechnungen‘ an die Stromkundinnen und Haushaltstromkunden schreibt, dann entsteht da natürlich ‚Überforderung‘, wenn das innerhalb von 2-3 Jahren korrigiert werden soll (vnbdigital.de gibt es seit etwa 2023?, die ‚NEP‘-Pläne seit Jahren bis Jahrzehnten, auch die ‚Energiewende‘ oder noch weiter zurück die ‚Erdölkrise der 70er‘ seit: Jahrzehnten) und Stromnetze und Kraftwerke hat man sich immer (wieder) von den Stromkundinnen und Haushaltstromkunden (mit gesicherten Renditen) finanzieren lassen (auch den Rückbau der fossilen und atomaren Kraftwerke, Aufbereitungsanlagen, Lagerungs- und Renaturierungs- und Mitarbeiterentwicklungspläne und -kosten) …
‚das ganze System‘ ?
Volkswirtschaftlich betrachtet wäre folgendes zu bedenken:
Die Netzknoten werden angeblich nicht ausgelastet: – Anschlüsse werden aktuell mit ihrer maximalen Leistung aufaddiert, die im Netz aber selten auftritt. Eigentlich skandalös, dass Netzknoten nicht ausgelastet werden. Steuerung wäre besser.
– die bestehenden Kohlekraftwerke und Gaskraftwerke sollten weiterlaufen und gleichzeitig sollten ihre Betriebsstunden durch Speicher und EE-Zubau immer weiter reduziert werden. Neue Gaskraftwerke bringen, wenn sie mit Fracking LNG betrieben werden, kaum CO2 Einsparungen gegenüber dem aktuellen fossilen Kraftwerkspark.
Neue Gaskraftwerke haben ohne massive Subventionen kein betriebswirtschaftliches Geschäftsmodell mehr. Banken geben daher keine Kredite mehr ohne Staatsabsicherung.
– Die direkte Stromversorgung durch billige Direktlieferverträge oder eigene EE-Kraftwerke für Stromintensive Industrie muss ermöglicht werden, wie beispielsweise in China das BASF Werk in Shenzen mit billigstem EE-Strom versorgt wird. Sonst wandert noch mehr Industrie ab. Siehe BASF und Wacker Chemie, etc.
-Der Wettbewerb weltweit gesehen ist nicht zwischen fossilen Kraftwerken und Wind und PV Kraftwerken, sondern zwischen Gaskraftwerken und Speichern, darum wer die Lücken am billigsten füllen kann.
Guten Morgen! ( Zeitsignal?! ( Interrobang ( gibt’s wirklich ))) .
Es gibt aus meiner Sicht einige komplett falsche landläufige und stadtläufige Grundannahmen über die Menschheit, die Gesellschaft und das Dasein an sich , welche sich hartnäckig halten , und den Alltag vermiesen.
Der Mensch ist von Natur aus kein Naturwesen, sondern ein individuelles Kunstwesen. Darum sind bisher alle Gesellschaftssysteme untergegangen, die dies nicht gewürdigt haben. Der Mensch ist aus intelligenten synthetischen Ideen entstanden, und die verschiedenen Nationen , ehemals Völker, verehren jeweils eine andere Matrix der intelligenten Verdichtung. Weil aber ein individuelles Kunstwerk , genau wie ein Gedicht, niemals profan sein will und kann , besteht auch keine Pflicht zur Replikation , also auch keine Daseinspflicht.
Wenn die Menschheit insgesamt ein vollkommen synthetisches und in der Verdichtung intelligentes System ist , dann muss man sich nur vor den „führenden“ fürchten , im negativen Sinne , die die Menschheit als einheitlich niederes Bedürfniswesen ohne herrliches geistiges Innengewölbe betrachten.
Aus dieser geistigen Enge resultiert der unaufhörliche Schwall der Probleme ,Sorgen , Nöte, und Schwierigkeiten, welcher unaufhörlich, von Früh bis Spät, auf den „Wahlberechtigten“ niedergeht.
Diese unaufhörliche mediale Wiederaufbereitung von Problemen und Schwierigkeiten, die einer ebenso schwierigen wie unangenehmen Lösung bedürfen , hat doch schon längst ein gruseliges Eigenleben entwickelt.
Die intelligenten erneuerbaren Energien sind dem synthetischen Kunstwerk Mensch viel näher, als die
bedürfnisträchtigen fossilen Brechstangen.
Dass die globalen Tech-Konzerne der Politik allmählich bis gänzlich den Rang der ersten heiteren Ordnungsmacht abgenommen haben , bleibt natürlich nicht unbemerkt in der Welt der Führer. Die erste Bildschirmzeit ist für die digitale Privatsphäre und den jeweiligen Wohlfühl-Kokon vorbehalten, und erst dann liest man so schreckliche Sätze wie : Rente mit 70 ! Weil ….bla,bla,bla,… Selbst schuld Volk !
Die Politik hat es sich seit jeher zu eigen gemacht dem Volk die “ Schuld an allem “ aufzubürden , um dann mit “ harten aber gerechten “ Lösungen aufzutrumpfen.
Dies mag in der Vergangenheit funktioniert haben , für die Zukunft ist es aber kein Konzept.
Die Lösung liegt in der geistigen Freiheit, der sinnvollen „Pflichterfüllung“ und der intelligenten Technik .
Auch wenn es vielleicht sehr viele anders sehen , so hat für mich die synthetische Geburt von ChatGPT dem Leiden der letzten Jahrzehnte einen Sinn gegeben.
Was mussten wir alles für oktruierte bürokratische und technische Veränderungen innerhalb weniger Jahrzehnte ertragen !
Beispiel soziale Arbeit: Früher war der Sozialpädagoge ein freundlicherund hilfreicher Mensch mit Wollpullover , Pfefferminztee und kleinem Notizbuch. Heute ist der Sozialpädagoge ein versierter WIN/OS Computerexperte , welcher seine Arbeit akribisch dokumentieren kann, und auch muss , und darin auch eine seiner Hauptpflichten sieht.
….Es wird nur so gut wie nie irgendjemand lesen.
Insofern finde ich es äusserst gerecht , dass die K.Intelligenz zuallererst jene Berufe mit hohem Verdienst egalisiert , welche der Menschheit diese gegenwärtige
digitale Zwischenwelt , zwischen Fax , OS/WIN, DIN A4-Bürokratie und literarischer Dokumentationspflicht beschert haben.