Vattenfall wird Partner der Energy Hub Alliance

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Eigenverbrauchsoptimierung, die Nutzung dynamischer Stromtarife, der kostenoptimierte Einsatz von Wärmepumpen oder Elektroauto-Ladestationen – all dies ist ohne ein Energiemanagementsystem kaum möglich, doch trotzdem ist ein Grundproblem nach wie vor ungelöst: Es fehlt ein gemeinsamer Kommunikationsstandard, über den alle in ein solches System eingebundenen Komponenten kommunizieren. Die Energy Hub Alliance (EHA) startete vor zwei Jahren auf Initiative des Ingenieurdienstleisters P3 und Hager Energy (E3/DC) mit dem Ziel, die Hersteller zu einer gemeinsamen Lösung mithilfe der programmierbaren Schnittstellen (API) ihrer Geräte zu bewegen. Zu den Partnern der Allianz gehören mittlerweile Lumenaza, Ostrom, Tibber, The Mobility House, Viessmann, Watt Analytics und Vaillant – ein eher mittelständisch geprägtes Bündnis also.

Jetzt hat sich allerdings ein großer Energiekonzern dazu gesellt: Vattenfall meldet den Abschluss einer strategischen Partnerschaft mit der Energy Hub Alliance. Damit wolle man „perspektivisch ermöglichen, dass Kundinnen und Kunden ihre flexiblen Geräte herstellerübergreifend bündeln und mit ihrem Stromtarif verknüpfen können“. Das Unternehmen verfolgt dabei nach eigenen Angaben neben den Interessen seiner Kundschaft auch eigene Belange als Energieunternehmen und das Fortkommen der Energiewende als Ganzes: Ein flexibler Stromverbrauch „stabilisiert die Netze, reduziert Lastspitzen und ermöglicht es, mehr erneuerbare Energien effizient ins System zu integrieren“, lautet die in diesem Zusammenhang auch von anderen Akteuren immer wieder vorgebrachte Begründung.

„Der Einstieg von Vattenfall“, sagt Antonius Bronstering, Geschäftsführer der Energy Hub Alliance und Chief Energy Management Services & Marketplaces Officer bei E3/DC, „unterstreicht den Allianz-Gedanken unserer Plattform. Wir wollen der Befähiger für intelligentes Energiemanagement der Zukunft sein – und genau dafür setzen wir auf industrieübergreifende Zusammenarbeit.“

Vattenfall betont, genau dies auch vorzuhaben: Der Konzern wolle „die Plattform nicht nur für eigene Produkte und Dienstleistungen nutzen, sondern sich aktiv in die Weiterentwicklung der Energy Hub Alliance einbringen. Gemeinsam wollen die Partner die europäische Marktabdeckung ausbauen und neue Anwendungsfälle für herstellerübergreifendes, standardisiertes Energiemanagement erschließen.“

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