Der Bedarf an qualifizierten Fachkräften im E-Handwerk sinkt. Dies zeigt das Ergebnis der aktuellen Fachkräfteerhebung des Zentralverbands der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH). Gab es 2024 noch knapp 80.000 offene Stellen, die Handwerksbetriebe meldeten, waren es 2025 nur noch gut 65.000 – ein Rückgang um 18 Prozent im Jahresvergleich. Gegenüber dem Höchststand 2023 stellt dies sogar einen Rückgang um etwa ein Drittel dar. Auch bei der Zahl der Betriebe, die offene Stellen ausgeschrieben haben, spiegelt sich das wider. Nach Angaben des ZVEH gaben dies noch 66 Prozent der Unternehmen an, im Oktober 2025 waren es nur noch 46,5 Prozent.
Auch für 2026 erwartet der Verband weiter rückläufige Zahlen beim Fachkräftebedarf. Obwohl die installierenden Gewerke teilweise über ein gutes Auftragspolster verfügten, seien sie bei der Ausschreibung von Stellen und Einstellung neuer Mitarbeiter aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Situation sehr zurückhaltend, so die Einschätzung des ZVEH-Hauptgeschäftsführers Alexander Neuhäuser. Auch die anhaltende Baukrise und das politisch motivierte Abbremsen der Energiewende seien wesentliche Faktoren für die aktuelle Zurückhaltung.
Nach der aktuellen Auswertung des ZVEH sinkt vor allem der Bedarf an ungelernten Kräften im E-Handwerk. Allerdings sei auch die Nachfrage nach Gesellen, hochqualifizierten Gesellen und Meistern rückläufig, wenngleich in geringem Maße.
„Der Neubau-Bereich schwächelt noch, die Sanierungsquote im Bestand hat ein Allzeittief erreicht, die Elektromobilität stagniert und selbst der Wachstumsmarkt ,Photovoltaik‘ ist mittlerweile rückläufig“, sagte Neuhäuser. „Das hat natürlich Auswirkungen auf die E-Handwerke als größtes Klimahandwerk.“ Das Abbremsen der Energiewende sei unnötig. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche lege den Fokus ausschließlich auf die Kosten, statt die positiven Effekte eines ambitionierten Erneuerbaren-Ausbaus für die Wirtschaft anzuerkennen, so Neuhäuser weiter. Er hält auch die Diskussion über das Verbrenner-Aus und die Verschiebung des Europäischen Emissionshandelssystems 2 für mitverantwortlich für Verunsicherung und Investitionszurückhaltung im Erneuerbaren-Bereich.
Trotz der aktuellen Entwicklung sieht der ZVEH einen anhaltend hohen Bedarf an Fachkräften im E-Handwerk. Dies liege am demografischen Wandel und der allgemeinen Elektrifizierung des Lebens. „Die Themen ,Ausbildung‘ und ,Qualifizierung‘ angesichts einer schwächelnden Wirtschaft zu vernachlässigen, wäre absolut kontraproduktiv“, sagt Neuhäuser. „Denn der Rückzug der Boomer aus dem Arbeitsleben hat ja erst begonnen.“
Dieser Inhalt ist urheberrechtlich geschützt und darf nicht kopiert werden. Wenn Sie mit uns kooperieren und Inhalte von uns teilweise nutzen wollen, nehmen Sie bitte Kontakt auf: redaktion@pv-magazine.com.







Wir sind nicht in eine Transformation wir sind in einer De-Industrialisierung.
Ein Fachkräftemangel gab es nie wirklich, Pflegeberufe haben schlechte Arbeitszeiten und eine schlechte Bezahlung. Und deswegen sind die Leute ausgestiegen!!!
Grünes Wirtschaftswunder ist eine Ideologie.
Arbeitslose kaufen keine PV, Wärmepumpen und E Autos.
Ausbildungsplätze werden rapide abgebaut, die Jugendarbeitslosigkeit wird steigen.
Ja das billige Gas war schlecht fürs Klima, hat uns aber Wohlstand und soziale Absicherung gebracht.
«Ja das billige Gas war schlecht fürs Klima, hat uns aber Wohlstand und soziale Absicherung gebracht.»
Diese Blauäugigkeit wird man aber teuer bezahlen.
Man ist sich dessen nur noch nicht bewusst.
Wenn man mal so garnichts verstanden hat….
Mit teurem Wasserstoff und alles Made in China kaufen kommen wir auch nicht weiter.
Mit alles-schlecht-reden und Gas/Öl/Uran von Despoten kommen wir auch nicht weiter…
Stellt Euch mal vor, Ihr wärt Automobilhersteller und man sagt euch, Ihr sollt doch bitte „Technologie offen“ sein. Was würdet Ihr da tun? Drei oder mehr komplett verschiedene Antriebsrichtungen weiter entwickeln und in der Produktion mindestens zwei parallel betreiben? Nein, das wäre doch viel zu teuer. Also was tun ? warten, sich für eine Richtung entscheiden mit der Gefahr einer Fehlentscheidung. Diese Merz`sche Oberdummheit ist nicht mehr auszuhalten und wir leiden nun alle darunter denn dieser selbst produzierte Stillstand kostet uns tatsächlich viele Milliarden Euro und extrem viel Zeit im Wettlauf mit dem Weltwettbewerb, vor allem China. Das wiederum kostet uns extrem viel Wohlstand. Dieses ist nur ein Beispiel von vielen, die diese Regierung mit dem fatalen Blick in unsere Zukunft produziert hat. Schade eigentlich….