EnBW treibt seinen unternehmensinternen Kohleausstieg voran. Rechtzeitig zum Jahresende 2025 habe der Konzern seine 50-prozentige Beteiligung an dem Braunkohlekraftwerk im sächsischen Lippendorf an EP Energy Transition verkauft, wie es in einer Mitteilung am Freitag hieß. Das Bundeskartellamt habe dazu noch rechtzeitig die Genehmigung erteilt. Die Tochter der EP Group war bereits zuvor mit 50 Prozent über den Energiekonzern Leag an dem Gemeinschaftskraftwerk beteiligt. Es verfügt über zwei Blöcke mit insgesamt 1750 Megawatt Leistung und gehört EnBW zufolge mit einem Nutzungsgrad von etwa 46 Prozent zu den effizientesten Braunkohlekraftwerken in Europa. Seit 1999 ist das Braunkohlekraftwerk in Betrieb.
Es handelte sich um die letzte Braunkohlebeteiligung des Karlsruher Energiekonzerns. Er verringerte nach eigenen Angaben seine kohlebasierte Stromerzeugungskapazitäten mit dem Verkauf auf 2,2 Gigawatt und hat binnen zwei Jahren diese Kapazitäten um rund 40 Prozent reduziert. Bis 2028 hat sich EnBW zum Ziel gesetzt, ganz aus der Kohleverstromung auszusteigen – also sich auch noch von seinen Steinkohleanlagen zu trennen.
„Durch den Verkauf unseres Braunkohleblocks in Lippendorf machen wir einen bedeutenden Schritt auf dem Weg zur Dekarbonisierung unseres Erzeugungsportfolios. Wir senken damit unsere CO2-Emissionen um bis zu zweieinhalb Millionen Tonnen jährlich“, sagte Peter Heydecker, EnBW-Vorstand für Nachhaltige Erzeugungsinfrastruktur. „Damit wird sich die CO2-Intensität bei der Stromerzeugung bei der EnBW um voraussichtlich ca. 50 g/kWh verringern. Der Anteil erneuerbarer Energien an unserer Erzeugungskapazität erhöht sich im Gegenzug auf rund 64 Prozent.“
Im vergangenen Frühjahr hatte die tschechische EP Gruppe Leag komplett übernommen. Zuvor hatte Leag seine Braunkohlesparte bereits im Jahr 2016 an die tschechischen Unternehmen EPH und PPF Investments verkauft. Im Mai 2025 hatten EnBW und EP Energy Transition die Transaktion bezüglich des Kraftwerks Lippendort angekündigt. Zu den Details sei Stillschweigen vereinbart worden.
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Jährlich Zweieinhalb Millionen t CO2 weniger… Durch den Verkauf an einen anderen Betreiber verringert sich die Umweltbelastung nicht um ein einziges Gramm.
Also CO²-Einsparung in Deutschland und auf der Welt gleich NULL – weils ja weiter läuft, nur der Besitzer wechselt…..🤭🤭🤭
Der Tscheche spekuliert drauf, dass sich die Dinge wieder ändern werden und DE aus Gründen der Reselienz die steuerbare Stromerzeugung aus seiner einzigen lokalen Ressource dafür, Braunkohle, wieder aufnimmt.
Als ob Wind, Sonne, Wasser und Biomasse keine lokalen Ressourcen wären. 😂😂
Und als ob diese, zusammen mit Speicher und Handel nicht genauso resilient, und dabei sogar billiger sind als die drecks Braunkohle. haha
Da mit Ausnahme von Wasserkraft diese Kraftwerke auch kein Wasser brauchen, sind sie sogar resilienter als die Braunkohlekraftwerke. Diese zerstören ja ihre eigene Basis durch die von ihnen mitverursachten Dürren 😂
Ich gebe Jasmin Recht. Hm, Daniel Kretinsky ist zumindest die letzten Jahre nicht ärmer geworden… Trotzdem: im Krisenfall darf man ein benötigtes Kraftwerk (oder ein ganzes Unternehmen) auch mal verstaatlichen. Und ob man in 10 Jahren Braunkohle noch braucht, wird vielleicht auch vom Verbrauch durch Blockchain und KI abhängen. Bei ausreichend Zubau von PV und Wind + Batterie (auch in E-Autos) und sinnvolle Größenordnung von Backup-Gaskraftwerken brauchen wir sie jeden Winter für immer weniger Wochen.