Milk the Sun: Mit Photovoltaik-Bestandsanlagen lassen sich höchste Preise erzielen

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Auf der Plattform von Milk the Sun können Photovoltaik-Anlagen oder Projektrechte gehandelt werden. Das Berliner Unternehmen hat nun eine Studie zur Entwicklung der Kosten bei gewerblichen Photovoltaik-Projekten veröffentlicht. Sie basiert auf einer Analyse von 482 Datensätzen zu Transaktionen in Deutschland zwischen Januar 2014 und Juli 2020, wie das Unternehmen am Freitag erklärte. Zentrales Ergebnis dabei, dass die Preise in Euro je Kilowatt für alle drei betrachteten Anlageklassen – Projektrechte, Turnkey-Anlagen sowie Bestandsanlagen – über die Jahre spürbar gesunken sind. Als ein wichtiger Faktor bei der Preisgestaltung habe sich das Alter der Anlage herauskristallisiert.

Die Betrachtung der Durchschnittspreise zeigt, dass Bestandsanlagen die mit Abstand höchsten Preise pro Kilowatt erzielen, wie es weiter heißt. Die Durchschnittspreise zwischen 2014 und 2019 lagen in diesem Segment bei 2099 Euro pro Kilowatt. Für Turnkey-Anlagen ließen sich durchschnittlich 1142 Euro pro Kilowatt erlösen und für Projektrechte 68 Euro pro Kilowatt. Um das Ausmaß der Preisrückgänge aufzuzeigen, hat Milk the Sun auch die Durchschnittspreise für 2019 ermittelt. Die Werte lägen für Bestandsanlagen bei 1569 Euro pro Kilowatt, bei Turnkey-Anlagen bei 1033 Euro pro Kilowatt. „In beiden Fällen ist ein klarer Trend zu jährlich sinkenden Preisen erkennbar“, heißt es dazu von Milk the Sun. Die Preisentwicklung bei den Projektrechten sei insgesamt weniger konstant. Mit 49 Euro pro Kilowatt lagen sie jedoch auch deutlich unter dem Mittelwert der vergangenen sechs Jahre. Die Preisabschläge gegenüber den Höchstwerten im Betrachtungszeitraum gibt Milk the Sun mit knapp 37 Prozent bei Bestandsanlagen an. Bei Turnkey-Anlagen waren es noch 17 Prozent und bei den Projektrechten immerhin 45 Prozent.

Für den Jahresbeginn 2020 verzeichnete Milk the Sun ein überdurchschnittliches Handelsvolumen auf seinem Marktplatz. „In diesem Zeitraum haben sich die Preise insbesondere der Bestandsanlagen sowie zu einem geringeren Maße auch die der Projektrechte wieder etwas erholt“, heißt es zur beobachteten Preisentwicklung. Allerdings lasse sich aktuell noch keine qualifizierte Aussage für das Gesamtjahr treffen, da erst die Datensätze der ersten sechs Monate ausgewertet seien. Zudem müssen auch noch die Folgen der Corona-Pandemie, die das Jahr 2020 geprägt hat, analysiert werden.

Dennoch wagt das Unternehmen einen kleinen Ausblick in die Zukunft. „Sollte sich der beobachtete Trend in den verschiedenen Anlageklassen auch zukünftig fortsetzen, ist davon auszugehen, dass die Preise von Photovoltaik-Projekten in den kommenden Jahren weiter sinken werden“, heißt es. Dies könnte zugleich für ein weiter steigendes Investoreninteresse sorgen. „Zusätzlich deutet sich an, dass in Zukunft bei einer Fortsetzung der erkennbaren Preistrends ein turning point erreicht wird, zu dem Bestandsanlagen erstmals niedrigere Preise erzielen werden als neu errichtete Turnkey-Anlagen.“

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