Colexon zieht Konsequenzen

Bei der Colexon Energy AG haben sich die schleppende Nachfrage auf den weltweiten Photovoltaik-Märkten sowie die Kürzungen der Solarförderung in vielen Ländern deutlich in den Geschäftszahlen niedergeschlagen. Der Umsatz habe sich im ersten Halbjahr 2011 gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 56,9 Millionen Euro nahezu halbiert, teilte das Photovoltaik-Unternehmen aus Hamburg mit. Colexon habe bereits auf das abgekühlte Marktumfeld reagiert und frühzeitig begonnen, interne Strukturen zu vereinfachen und Kosten zu reduzieren. Vor gut einem Monat hatte das Unternehmen mitgeteilt, „kurzfristig in erheblichem Umfang Personalabbau vornehmen sowie die Standorte in Mainz und Imola (Italien) schließen“ zu wollen.  Konkrete Zahlen von Entlassungen waren zunächst aber nicht zu erfahren. Aktuell hieß es dazu nur: „Zielsetzung des angepassten Geschäftsmodells ist eine deutliche Senkung der Personal- und Sachkosten, um so die zukünftigen Chancen im Solarmarkt wahrzunehmen.“  Mit diesen Maßnahmen solle zudem die erforderliche Liquidität ohne kurzfristige bankenseitige Kreditfinanzierung gesichert werden, teilte Colexon im Juli mit. Im Zuge des Restrukturierungsprozesses kündigte das Unternehmen nun auch an, dass es sein Geschäft auf die Kernmärkte konzentrieren wolle.

In den ersten sechs Monaten musste das Photovoltaik-Unternehmen neben dem deutlich gesunkenen Umsatz auch einen Verlust in Höhe von 2,0 Millionen Euro vor Zinsen und Steuern verkraften. Im Vorjahreszeitraum konnte Colexon noch einen Gewinn von 8,6 Millionen Euro erwirtschaften. (Sandra Enkhardt)