Produkton bei Sonnenbatterie

Die Produktion der neuen Sonnenbatterie-Speichersysteme in Wildpoldsried ist bereits angelaufen.
Foto: Sonnenbatterie

Sonnenbatterie bringt verbesserte Version seines Photovoltaik-Speichers auf den Markt

09. April 2015 | Speicher und Netze, Topnews

Die Produktion in Wildpolsried ist bereits angelaufen. Künftig soll das Sonnenbatterie-Speichersystem 10.000 Ladezyklen erreichen und damit die Kosten für gespeicherten Solarstrom weiter senken. Die Kunden müssen Sonnenbatterie zufolge dafür keinen Cent mehr bezahlen. Für sein neues Speichermodell arbeitet der Hersteller auch mit Sony zusammen.

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Sonnenbatterie bringt nun eine neue Version seines Speichersystems eco auf den Markt. Damit will der Hersteller nach eigenen Aussagen neue Maßstäbe für die Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit von Photovoltaik-Speichersystemen setzen. Die verbesserte Version verfüge nun mit 10.000 Ladezyklen über eine extrem lange Lebensdauer, erklärt Sonnenbatterie-Geschäftsführer Christoph Ostermann. Bisher seien es 5000 Ladezyklen gewesen. „Durch die deutlich längere Lebensdauer sinken die Kosten für eine gespeicherte Kilowattstunde Strom. Wir sind nun bei Bruttokosten - ohne Installation - zwischen 17 und 24 Cent pro Kilowattstunde, während es vorher ungefähr doppelt so viel war“ , so Ostermann auf Anfrage von pv magazine. Mit der Speicherförderung der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) könnten die Kosten noch etwas günstiger sein.

Die Produktion der neuen Geräte sei bereits angelaufen und sie seien ab sofort in den Sonnenbatterie-Centern verfügbar, so Ostermann weiter. Die Weiterentwicklung der Sonnenbatterie eco soll den Kunden „keinen Cent mehr“ kosten. „Der Preis für die nutzbare Kapazität - also der Preis pro Kilowattstunde – bleibt trotz der viel höheren Lebensdauer unverändert. Allerdings haben wir jetzt andere Speichergrößen, so dass sich die ‚neuen‘ und ‚alten‘ Preise nicht eins zu eins vergleichen lassen“, erklärt Ostermann. Das Einstiegsmodell eco 4 habe nun eine Kapazität von vier Kilowattstunden, während das Vorgängermodell eine Nutzkapazität von 3,5 Kilowattstunden gehabt habe. „Für eine Sonnenbatterie eco 8 mit einer Nutzkapazität von acht Kilowattstunden haben wir zum Beispiel eine unverbindliche Preisempfehlung von 11.300 Euro netto. Das entspricht rund 1400 Euro pro Kilowattstunde und liegt damit auf einer Ebene mit der Vorgängergeneration in diesem Größenbereich. Die kleineren Größen mit vier und sechs Kilowattstunden sind natürlich günstiger in der Anschaffung“, sagte Ostermann pv magazine. Insgesamt lasse sich die Größe des neuen Modells in Zweischritten von 4 auf 16 Kilowattstunden erhöhen. Die Entladetiefe liege bei 100 Prozent der jeweiligen gesamten Ladekapazität.

Das neue Modell der Sonnenbatterie ist zwischen 4 und 16 Kilowattstunden erhältlich. (Foto: Sonnenbatterie)

Die Speichersysteme von Sonnenbatterie seien auch für die Zukunft gerüstet. So müssten die Batterien immer mehr Aufgaben übernehmen, als das bloße Speichern von Solarstrom. Es gebe etwa steigende Nachfragen von Kunden, die ihre Photovoltaik-Anlage samt Speicher mit einem Mikro-Blockheizkraftwerk verbinden wollten, um so ihre Wärme- und Stromversorgung selbst in die Hand zu nehmen. Die Speichersysteme von Sonnenbatterie seien zudem auch geeignet, um als Teil eines virtuellen Kraftwerks Netzdienstleistungen zu übernehmen und somit zusätzliche Erlöse zu erzielen.

Zusammenarbeit mit Sony

Um sein Batteriesystem weiter zu verbessern, hat Sonnenbatterie auch eng mit Sony zusammengearbeitet. „Hinter den 10.000 Ladezyklen steckt ein komplexes Zusammenspiel aus Batterietechnik, Systemdesign und Software“, heißt es dazu. Basis sei die enorm robuste und speziell konfigurierte Fortelion-Batterietechnologie des japanischen Markenherstellers. Auf die Batteriezellen gebe es eine Garantie von bis zu zehn Jahren. Zudem erfülle auch das neue System von Sonnenbatterie die Anforderungen des „Sicherheitsleitfadens für Li-Ionen-Hausspeicher“. (Sandra Enkhardt)

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Michael Drese aus Bremen

Freitag, 10.04.2015 09:01

Das ist ja eine erfreulich schnelle Entwicklung. Nur darf man sich schon fragen, wie man 10.000 statt bisher 5.000 Ladezyklen in Tests simuliert. Das sind statt 20 nun 40Jahre angenommene Leistungsfähigkeit [...]

Alfred Körblein aus Nürnberg

Freitag, 10.04.2015 08:13

Wie wirtschaftlich ist dieser neue Speicher tatsächlich? Im Artikel werden Kosten von 17 bis 24 ct für die gespeicherte kWh angegeben. Allerdings kostet der 8 kWh Speicher stolze 11300 € netto bzw. [...]

Geronimo Fuller aus Köln

Freitag, 10.04.2015 05:18

Ich verstehe nicht, wieso noch mehr Zyken die Speicherdurchsatzkosten senken können sollen. Nach Angaben auf der Herstellerwebseite sind die Speicher für eine Lebensdauer von 20 Jahren ausgelegt. Bei [...]

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Kommentare 1 - 3 von 3

Michael Drese aus Bremen

Freitag, 10.04.2015 09:01

Das ist ja eine erfreulich schnelle Entwicklung. Nur darf man sich schon fragen, wie man 10.000 statt bisher 5.000 Ladezyklen in Tests simuliert. Das sind statt 20 nun 40Jahre angenommene Leistungsfähigkeit bei 250 Ladezyklen p. a. Garantie aber nur auf 10 Jahre. Wie kann ich als Verbraucher darauf vertrauen?

Alfred Körblein aus Nürnberg

Freitag, 10.04.2015 08:13

Wie wirtschaftlich ist dieser neue Speicher tatsächlich?
Im Artikel werden Kosten von 17 bis 24 ct für die gespeicherte kWh angegeben. Allerdings kostet der 8 kWh Speicher stolze 11300 € netto bzw. 13447 € incl. MwSt. Das führt innerhalb von 20 Jahren bei 90% Entladetiefe, 90% Wirkungsgrad, und realistisch nur 250 Zyklen pro Jahr zu Speicherkosten von 13447€/(8kWh*0,9*0,9*250*20)= 41,5 ct/kWh. Dazu kommen noch die 12,5 ct/kWh entgangene Einspeisevergütung. Mit 54 ct/kWh ist die Speicherung von Solarstrom also noch deutlich teurer als die 23 ct für die eingesparte kWh aus dem Stromnetz.

Geronimo Fuller aus Köln

Freitag, 10.04.2015 05:18

Ich verstehe nicht, wieso noch mehr Zyken die Speicherdurchsatzkosten senken können sollen. Nach Angaben auf der Herstellerwebseite sind die Speicher für eine Lebensdauer von 20 Jahren ausgelegt. Bei realistisch angenommenen 200 Vollzyklen pro Jahr weden also nur 4.000 Zyklen benötigt. Teilt man die Investitionskosten durch die dabei durchgesetzte Kilowattstundenzahl, so ergeben sich Speicherkosten von rund 35 Cent pro Kilowattstunde. Ohne MwSt, ohne Speicherverluste, ohne Finanzierung, ohne Installation. Wie soll das bei jetzt wieder fallenden Strompreisen und demnächst von der kWh abgekoppelten Netzentgelten jemals rentabel,werden?

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