Diebstahl in Solarpark

Organisierte Banden schlagen bei abgelegenen Solarparks immer öfter zu.
Foto: Viasys GmbH

Organisierte Banden plündern Photovoltaik-Anlagen

19. September 2013 | Märkte und Trends, Topnews

Besorgniserregende Ausmaße hat der Diebstahl von Solarmodulen und Wechselrichtern in Schleswig-Holstein erreicht. Die Polizei hat nun die Ermittlungen aufgenommen. Die Schäden an den Photovoltaik-Anlagen sollen sich auf mehrere hunderttausend Euro jährlich belaufen.

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Der Diebstahl von Solarmodulen und Wechselrichtern hat nach Angaben des Verbands watt 2.0 in Schleswig-Holstein besorgniserregende Ausmaße angenommen. Organisierte Banden hätten in den vergangenen Monaten große Schäden an den Photovoltaik-Anlagen angerichtet. Die Schäden beliefen sich auf mehrere hunderttausend Euro pro Jahr. „Vor allem abgelegene Solarparks und Dachanlagen auf landwirtschaftlichen Gebäuden außerhalb von Ortschaften sind bei den Diebesbanden besonders beliebt“, sagt Katrin Schirrmacher, Geschäftsführerin von watt 2.0.

In Schleswig-Holstein sind nach Angaben des Verbands mittlerweile mehr als 31.000 Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von etwa 1,2 Gigawatt installiert. Nach Schätzungen der Mannheimer Versicherung wird jeder zehnte Schaden an einer Photovoltaik-Anlage durch den Diebstahl von Komponenten verursacht. Die gestohlenen Komponenten verblieben zumeist auch nicht im Bundesland, sondern würden über die Grenze geschafft und weiter nach Osten verkauft, heißt es bei watt 2.0. Auch der weitere Verkauf über Online-Plattformen sei nicht ausgeschlossen. Marktplätze wie Second Sol arbeiteten aber bereits damit, Lösungen zur Vermeidung von Diebstählen anzubieten. "Wir können nicht ausschließen, dass entwendete Solarmodule und Wechselrichter auf Marktplätzen im Internet angeboten werden", sagt Second-Sol-Geschäftsführer Frank Fiedler. „Mit www.pv‐diebstahl.de bieten wir ein Diebstahlregister an, auf dem Solarmodule und Wechselrichter mit Seriennummer, Hersteller, Typ sowie Ort des Diebstahls als gestohlen
gemeldet werden können.“ Mit dem Diebstahlregister könnten sowohl bestohlene Eigentümer als auch Käufer prüfen, ob die Photovoltaik-Produkte dort gemeldet seien. In Kooperation mit watt 2.0 werden ab sofort spezielle Sicherheitsetiketten mit einem QR‐Code angeboten, wie es weiter hieß. (Sandra Enkhardt)

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Udo Meurer aus 56237 Caan

Donnerstag, 19.09.2013 23:13

Wer anderen die Unabhängigkeit stiehlt, begeht Freiheitsberaubung. Unabhängigkeit = Freiheit Sollten Solaranlagen so gebaut sein, das der Inhaber sich selbst bei Stromausfall damit versorgen kann, [...]

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Kommentare 1 - 1 von 1

Udo Meurer aus 56237 Caan

Donnerstag, 19.09.2013 23:13

Wer anderen die Unabhängigkeit stiehlt, begeht Freiheitsberaubung.

Unabhängigkeit = Freiheit

Sollten Solaranlagen so gebaut sein, das der Inhaber sich selbst bei Stromausfall damit versorgen kann, so ist er ein Stückweit Unabhängig und somit ist der Diebstahl von Solaranlagen auch Freiheitsberaubung.

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