Linke fordert einheitliche Netzentgelte

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Die Bundestagsfraktion Die Linke hat einen Antrag die Netzentgelte bundesweit anzugleichen. Im Vergleich der Länderdurchschnitte gebe es Kostendifferenzen von 100 Prozent, begründet die Partei ihren Antrag. Kunden in Mecklenburg-Vorpommern zahlten durchschnittlich 9,29 Cent Stromnetzentgelt pro Kilowattstunde, während Kunden in Bremen nur rund 4,71 Cent zahlten, heißt es in dem Antrag unter Berufung das Vergleichsportals Verivox. Die Ursachen dafür lägen in der regionalen Wälzung der Investitions- und Betriebskosten der Stromnetze. Dabei gebe es überdurchschnittliche Netzentgelte in strukturschwachen Regionen mit überdurchschnittlichen pro-Kopf-Netzinvestitionskosten. Auch der Ausbau der erneuerbaren Energie mache sich bei den Netzentgelten bemerkbar. Gerade in den ostdeutschen Bundesländern gebe es überdurchschnittlich hohe Entgelte, heißt es in dem Antrag weiter.

„Das Prinzip der regionalen Wälzung der Netzinvestitionen wird im Zuge des fortschreitenden und noch bevorstehenden Netzausbaus das Problem besonders in ländlichen Regionen und Gebieten mit Bevölkerungsschwund weiter verschärfen“, schreibt die Linke mit Blick auf die unterschiedlichen Netzentgelte. Die Partei geht auch nicht davon aus, dass die Angleichung zu einer starken Steigerung des Haushaltsstrompreises führen würde. „Während sich eine Vereinheitlichung der Netzentgelte in einem Großteil der Bundesrepublik gar nicht oder nur marginal bis moderat steigernd auf den Endkundenpreis bei Strom auswirken würde, führte sie bei Privaten und Gewerbekunden in den stark kostenbelasteten Gebieten zu spürbaren Entlastungen“, heißt es weiter. Daher sollte die Bundesregierung einen Gesetzentwurf vorlegen, der eine bundeseinheitliche Wälzung der Stromnetzentgelte für Privat- und Gewerbekunden vorsieht. (Sandra Enkhardt)

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