Carsten Pfeiffer auf dem Forum Solarpraxis am 21.11.2013 in Berlin.
Foto: Solarpraxis AG/Tom Baerwald

EEG-Umlage auf solaren Eigenverbrauch ist ein Kollateralschaden

29. November 2013 | Topnews, Politik und Gesellschaft, Hintergrund

Carsten Pfeiffer, Leiter Strategie und Politik beim Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE), erklärt im Interview, wieso die EEG-Umlage auf den eigenproduzierten und -verbrauchten Solarstrom kommen wird. Die eigentliche Entsolidarisierung wird seiner Meinung nach dadurch nicht beseitigt.

Diesen Artikel teilen

Melden Sie sich jetzt kostenlos für unseren täglichen Newsletter an.

Zur Anmeldung

Wie schätzen Sie es ein, wird die EEG-Umlage in Zukunft auch auf selbst produzierten und verbrauchten Solarstrom erhoben werden?

Danach sieht es aus. Die Koalitionäre scheinen wild entschlossen, genau dies zu tun. Unternehmen, die ihre Geschäftsmodell auf Eigenverbrauch ausrichten, sollten dies im Blick haben. Allerdings gibt es noch wichtige Fragen, die offen sind: Wie hoch wir die Bagatellgrenze sein? Wie hoch wird die Höhe der EEG-Umlagenbelastung sein? Ich kann mir vorstellen, dass der Widerstand aus der Industrie dazu führen wird, dass die Beaufschlagung nicht die gesamte Höhe der EEG-Umlage ausmachen wird.

Warum wollen das die Koalitionäre?

Der Hauptgrund ist die Sorge, dass Teile der Industrie angesichts der Höhe der EEG-Umlage auf Eigenstromerzeugung umsteigen. Die Folge wäre eine weiter steigende EEG-Umlage und damit wiederum ein stärkerer Ausstiegsanreiz der Industrie. Um den Anreiz zu nehmen, will man die Eigenstromerzeugung belasten.

Ist diese Sorge berechtigt?

Das liegt in der mathematischen Logik des Systems. Je weniger zahlen, desto teurer wird es für den Rest.

Aber der Photovoltaik-Eigenverbrauch hat nur einen kleinen Anteil an dem Gesamt-Eigenverbrauch der Industrie, die ihren Strom hauptsächlich mit konventionell betriebenen KWK-Anlagen erzeugt.

Die Belastung der Photovoltaik ist hier vor allem ein Kollateralschaden, der in Kauf genommen wird, um das genannte Ziel umsetzen zu können. Niemand geht davon aus, dass in den nächsten Jahren die Belastung des PV-Stroms mit der EEG-Umlage einen relevanten Einfluss auf deren Höhe hätte. Die konventionelle Energiewirtschaft sieht den Eigenverbrauch grundsätzlich als Problem an, weswegen die konventionellen Energieversorger sich für die Belastung mit der EEG-Umlage einsetzen.

Für viele in der Solarbranche klingt das absurd. Die EEG Umlage wurde ja schließlich eingeführt, um erneuerbare Energien zu fördern.

Aus Sicht der Koalitionäre geht es darum, einen weiteren Anstieg der EEG-Umlage in Grenzen zu halten, dabei werden auch Kollateralschäden in Kauf genommen. Aus deren Sicht ist es nicht Aufgabe der EEG-Umlage einen Eigenverbrauchsvorteil zu erhöhen, sondern die Vergütungen gegenzufinanzieren.

Es wäre viel logischer, bei der Netzentgeltumlage anzufangen, da diejenigen, die Eigenstrom erzeugen und verbrauchen im Winter ja die Netzinfrastruktur benutzen und auch einen gerechten Kostenanteil daran tragen sollten. Warum ändert die Politik nicht zuerst etwas an den Netzentgelten?

Ich nehme an, dass die Netzentgelte auch noch angepasst werden, wenn die Novelle der Netzentgeltverordnung ansteht. Aber die Große Koalition hat beschlossen, im ersten Halbjahr 2013 eine EEG-Novelle durchzuführen. Wenn man diese EEG-Novelle macht, dann wird das Thema Eigenverbrauch und EEG-Umlage gleich mitgeregelt.

Wann steht eine Novelle der Netzentgelte an?

Darüber wird der nächste zuständige Minister entscheiden.

Gibt es die Chance, bei der EEG-Umlage auf Eigenverbrauch Bagatellgrenzen zu erreichen, so dass Eigenheimbesitzern komplizierte Abrechnungen erspart bleiben?

Ja, die Chance gibt es. Bagatellgrenzen sind sehr sinnvoll, um unnötige Kosten zu verhindern. Hier stünde das Verhältnis von Aufwand und Ertrag in keinem Verhältnis. Politiker haben für solche Dinge meist offene Ohren. Kein Politiker lässt sich gerne verwerfen, unnötige bürokratische Hürden aufzubauen. Zudem dürften auch die Energieversorger kein Interesse an einer zusätzlichen bürokratischen Belastung haben. Abschließend bleibt noch festzuhalten, dass gerade bei kleineren PV-Anlagen mit der höheren Vergütungssumme über den Eigenverbrauch aktuell die EEG-Umlage immer noch entlastet und nicht belastet wird. Darauf sollte man die Politik immer wieder hinweisen.

Man hört immer wieder, dass manche dagegen klagen wollen. Hat das Aussicht auf Erfolg?

Ich bin kein Jurist. Wäre ich Unternehmer, würde ich darauf aber kein Geschäftsmodell gründen.

Die ganze Umlagendiskussion kommt daher, dass es als ungerecht empfunden wird, dass Verbraucher mit Eigenverbrauch das Stromnetz nutzen und sich an den Kosten für die Allgemeinheit nicht beteiligen. So heißt es zumindest. Gäbe es bessere Methoden, diese so genannte Entsolidarisierung zu beseitigen?

Am Ende müssen die Stromkunden die Kosten für die Netze tragen. Es wird wichtig sein, dass es dabei fair zugeht. Unter anderem geht es in den nächsten Jahren um die Konkretisierung, wie hoch der Leistungs- und der Arbeitsanteil sein wird. Auch stellt sich die spannende Frage, wie Anlagenbetreiber dazu angereizt werden können, ihre Speichersysteme netzoptimiert zu betreiben. Der Begriff der "Entsolidarisierung" dient der gezielten Diffamierung der Eigenerzeugung und der damit verbundenen Technologien. Dabei geht aus dem Blick verloren, dass sich die Anlagenbetreiber höchst solidarisch verhalten, die sich persönlich für die Umwelt und den Klimaschutz engagieren. Die wahren Entsolidarisierer sind diejenigen, die mit Kohle und Kernenergie Geld verdienen, Dörfer abbaggern, mit der Verbrennung der Kohle das Klima erhitzen, den Supergau riskieren und tausenden Generationen Atommüll auflasten. Hier ist es den PR-Agenturen der wahren Entsolidarisierer gelungen, die Debatte von den Füßen auf den Kopf zu stellen.

Das Interview führte Michael Fuhs

Direkt kommentieren

Sie haben die Möglichkeit, unsere Artikel jetzt direkt zu kommentieren. Sie müssen sich nicht mehr als Benutzer registrieren, sondern können direkt auf "KOMMENTIEREN" am Ende der Artikel klicken und Ihre Meinung schreiben.

Die Redaktion behält sich jedoch vor, unsachliche Kommentare zu löschen.

Kommentare

Kommentieren
Kommentar schreiben
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz  

Mark Schüler aus Berlin

Montag, 23.06.2014 17:28

Die Konfusion bzw. das Geschacher um die Umlage wird hier doch nur genutzt, um eine völlig neue Art der Gebühren- / Steuererhebung einzuführen. Bisher konnte man zu eigentlich allen Abgaben eine administrative, [...]

Uwe Rustler aus Fraureuth

Sonntag, 22.06.2014 19:48

Das Vorhaben einer Steuer ist für mich eine Unverschämtheit. Mein Plan zur Installation einer Photovoltaikanlage wird nun erst einmal auf Eis gelegt. Ich hoffe, mit einer Klagewelle ungeheuren Ausmaßes. [...]

Lars Dathe aus Jocketa

Freitag, 16.05.2014 12:29

Eigenverbrauch wäre der größte Erfolgspfeiler für eine ernsthaft angestrebte Energiewende. Das Thema Netzausbau und dessen Kosten hätte schlagartig keine bis nur geringe Wirkung mehr. Somit bräuchte [...]

Thomas Wünsche aus Ilmmünster

Freitag, 24.01.2014 12:45

Können die nicht rechnen? Motivation zum Eigenverbrauch führt auch dazu, dass Strom erzeugungsgleich verbraucht wird (d.h. Waschmaschine und Trockner werden eingeschaltet, wenn tagsüber die Sonne [...]

Peter Spangenberg aus Britz | http://www.psverlag.de

Donnerstag, 23.01.2014 12:33

Jetzt wird der Staat unverschämt, überschreitet Grenzen. Wenn ich Fahrrad fahre, muss ich dann bald auch solidarisch die Mineralölsteuer für jeden selbst gestrampelten Kilometer zahlen? Soll ich auf [...]

vollständige Kommentare anzeigen
Kommentare 1 - 8 von 8

Mark Schüler aus Berlin

Montag, 23.06.2014 17:28

Die Konfusion bzw. das Geschacher um die Umlage wird hier doch nur genutzt, um eine völlig neue Art der Gebühren- / Steuererhebung einzuführen. Bisher konnte man zu eigentlich allen Abgaben eine administrative, juristische oder auch direkte Dienstleistung zuordnen. Die Sonneneinstrahlung kann weder verwaltet werden, noch gibt es irgendwelche juristische Angelegenheiten, die zwischen der Sonne oder dem Menschen, der ihre Energie empfängt, zu klären sind. Auch hat der Staat (noch) keinen Einfluss auf die Qualität und Quantität der Einstrahlung. Das heißt, hier wird einfach nach belieben eine natürliche lebensnotwendige Ressource taxiert, für deren Erzeugung, Verwaltung keinerlei Aufwand betrieben wird, ja auf die sogar weder ein Staat noch irgend ein Energieversorger irgend einen Besitzt- oder Kontrollanspruch erheben kann, weil die Quelle unbeeinflusst außerhalb des Zugriffes aller Regierungen der Welt einfach vor sich hin scheint, ohne jemanden vorher um Erlaubnis gebeten zu haben.
Ich finde diese Idee grotesk, eine völlig neue Qualität des Wahnsinns.

Uwe Rustler aus Fraureuth

Sonntag, 22.06.2014 19:48

Das Vorhaben einer Steuer ist für mich eine Unverschämtheit. Mein Plan zur Installation einer Photovoltaikanlage wird nun erst einmal auf Eis gelegt. Ich hoffe, mit einer Klagewelle ungeheuren Ausmaßes. Da könnte doch einmal die EU eingreifen und beweisen auf welcher Seite sie steht. Wissen überhabt die Privathaushalte das sie nicht einmal 20% des Gesamtenergieverbrauches verbrauchen, aber den Großteil zahlen sollen. Ein Thema, wo mir wieder einmal schlecht wird.

Lars Dathe aus Jocketa

Freitag, 16.05.2014 12:29

Eigenverbrauch wäre der größte Erfolgspfeiler für eine ernsthaft angestrebte Energiewende. Das Thema Netzausbau und dessen Kosten hätte schlagartig keine bis nur geringe Wirkung mehr. Somit bräuchte auch die EEG-Umlage nicht steigen, da die Gesamtinvestitionen der Netzbetreiber durch Eigenverbrauchsanlagen drastisch zurückgehen. Vielleicht bzw. sehr wahrscheinlich ist eher, dass die Eigennutzung ein Sinken der EEG-Umlage zur Folge hätte, wenn sie denn ehrlich diskutiert würde. Als zusätzlichen Denkanstoß möchte ich in diesem Zusammenhang auch mal die seit Jahrzehnten ohne jegliche offiziellen Umlagen finanzierte Kern- und Kohleenergie erwähnen. Deren Förderung wurde niemals öffentlich diskutiert, war und ist aber auch in Zukunft noch um einiges teurer. Welche Umlage finanziert die Lagerung in "bis-unendlich-Jahren". Es ist schon zu tiefst heuchlerisch, wie die Masse an der Nase herumgeführt wird. Im Weiteren bedeutet eine Investition in den Eigenverbrauch ebenso auch ein Risiko (wie bei jeder Anschaffung) zu tragen und zu dem einmalige und sofortige Kosten zur gesamten Energieversorgung zu übernehmen und gleichzeitig den Netzbetreiber und seine Netze sowie deren Nutzung zu entlasten, was ausschließliche Netznutzer nicht tun. Das investierte Geld könnte auch in andere Kanäle fliesen. Wer honoriert diesen Zinsverlust, gegenüber den von der Energiewirtschaft gewünschten "Nur-Netznutzern". Das Eindämmen des Eigenverbauchmodells ist der Beweis für eine nicht wirklich gewollte Energiewende. Jene zu bestrafen, welche die Kosten für die Wende wirklich zu tragen bereit sind, ist albern.

Thomas Wünsche aus Ilmmünster

Freitag, 24.01.2014 12:45

Können die nicht rechnen?

Motivation zum Eigenverbrauch führt auch dazu, dass Strom erzeugungsgleich verbraucht wird (d.h. Waschmaschine und Trockner werden eingeschaltet, wenn tagsüber die Sonne scheint). Wenn man diese Motivation nimmt, wird eben Strom tagsüber erzeugt und EEG-vergütet, die Waschmaschine aber abends eingeschaltet.

Was bedeutet das: Das EEG-Konto wird durch einen Betrag in Höhe von "Vergütung - Börsenpreis" (für den bei Sonnenschein eingespeisten Strom) belastet, aber nur in Höhe der EEG-Umlage (für den nachts bezogenen Strom) entlastet. Diese Differenz ist heute noch positiv, d.h. die Reduktion des Eigenverbrauchs führt zwar zu höheren Kosten für Netzentgelte, Stromsteuer ..., aber NICHT zu einer Reduktion der EEG-Umlage - ganz im Gegenteil.

Da fragt man sich, in welcher Schule unsere Politiker das Rechnen gelernt haben?

Bitte bringt diesen Aspekt in die politische Diskussion ein, selbst verstehen unsere Politiker das scheinbar nicht!

Eine Belastung von Eigenerzeugung aus fossilen Quellen ist durchaus sinnvoll (schliesslich entziehen sich diese Anlagen den Verpflichtungen der Energiewende), nicht jedoch eine Belastung derjenigen, die aus Eigenverantwortung die Energiewende voranbringen.

Peter Spangenberg aus Britz | http://www.psverlag.de

Donnerstag, 23.01.2014 12:33

Jetzt wird der Staat unverschämt, überschreitet Grenzen. Wenn ich Fahrrad fahre, muss ich dann bald auch solidarisch die Mineralölsteuer für jeden selbst gestrampelten Kilometer zahlen? Soll ich auf selbst gebauten Wohnraum Mehrwertsteuern entrichten? Soll ich für meine Nachhilfe in Mathe mit den eigenen Kindern auch eine Soli-Abgabe zahlen? Die neue EEG-Umlage dient also nur zur künstlichen Gewinnsteigerung bei den Energiekonzernen, deren Kraftwerke rote Zahlen schreiben, weil sie die Energiewende verpennt haben. Das ist also wie die Bankenrettung eine steuerfinanzierte Belohnung der Versager. Mit Recht sollten Bürger und Unternehmen mit Weitblick, die inzwischen oder ab morgen ihren eigenen Strom herstellen und dabei sogar Erzeugung an Momentanverbrauch anpassen können, auch einen ordentlichen Vorteil von dieser Leistung haben. Setzt man einen mit 10 Cent/kWh erzeugten Strom noch mal 6-7 Cent Umlage oben drauf, dann ist der Unterschied zum billigsten Stromtarif zu gering, als dass sich Investition in neue Stromerzeugeranlagen noch rechnen. Und genau das ist wohl gewollt: Man will den Monopolen ihr schwindendes Monopol sichern und schmeißt dazu allen Monopolbrechern Knüppel zwischen die Beine. Dabei wäre es gesamtwirtschaftlich das Beste, wenn irgendwann jeder seinen Strom selbst erzeugt und nur eine winzige überregionale Ausgleichsstrommenge Differenzen zwischen Erzeugung und Verbrauch lokal ausgleichen muss. Das entlastet die Netze, verbilligt Produktion, macht Deutschland wettbewerbsfähig und sichert Arbeitsplätze. Diese Bundesregierung schlägt jedoch einer der wenigen noch wachsenden Branchen gerade die Beine weg, um sich für Parteispenden zu bedanken. NEUWAHLEN JETZT!

Markus Steinkötter aus Köln

Montag, 02.12.2013 16:28

@ gunter ringhut

warum so aufgebracht? Wer zockt den hier eigentlich?
Ich möchte einfach einen Teil des Stroms den ich verbrauche auf meinem Dach, im Garten oder sonst wo in der direkten Umgebung erzeugen.
Also senke ich meinen Strombedarf und kaufe einfach weniger vom Versorger (bei mir Naturstrom!) ein.
Das ist genauso, als wenn ich einen verbrauchsärmeren Kühlschrank betreibe oder einen Trockner stillege.
Warum soll hier Strom sparen bestraft werden?
Wenn ich also Salat im Garten ziehe, muss ich dann Gebühren für Aldi, Rewe und Co als "Entsolidarisierung" des Grossmarktes und der Transportunternehmen zahlen? Was soll der Quatsch?!
Ich möchte gerne was tun für die Zukunft und nicht einfach den Dreck weiter rausschleudern, als gäbe es kein morgen. DAS IST WIRKLICHE ENTSOLIDARISIERUNG!
Habe den Eindruck, dass sie ihren Egoismus ganz nach oben stellen und nichts dafür tun möchten eine lebenswerte Welt zu erhalten. Deutschland wird mit den alten Energien zunehmend unfähig dem internationalen Wettbewerb zu bestehen. Wir müssen was tun, und zwar viel schneller als bisher, sonst zahlen wir doppelt und dreifach...Ok unsere Kinder.
Die Frage ist vielmehr:
Energieerzeugung gehört in Bürgerhand und ist ein Grundrecht der Demokratie. Die grossen Versorger übernehmen keinerlei nachhaltige Verantwortung ausser ihren Aktionären gegenüber.
Sie können sich gerne finanziell an meiner geplanten Dachinstallation von 2KW beteiligen, oder schauen sie doch mal unter Bürgeranlagen nach. Da geht schon was ab 50€.
Leider vermisse ich immer wieder einen konkreten alternativen Vorschlag, wie wir unsere Energieabhängigkeiten reduzieren, Ressourcen schonen, die Erde bewahren und langfristige Kosten gering halten können.
Wahrscheinlich haben sie keine Kinder oder Enkel, denen sie einen Krieg um Öl, Kohle, Land, saubere Luft und Trinkwasser auch in Deutschland ersparen möchten.
Gehen sie doch mal nach Indien, China oder nach Afrika und schauen sie sich die Umweltflüchtlinge und den Smog an. Würden sie tauschen wollen? China produziert den Wohlstandmüll mit dreckiger Kohleenergie, den sie so schön billig hier erwerben können.
Wenn wir das ändern wollen, dann zuerst bei uns zu Hause. Wir haben das Know how, die Erfahrungen, die Geldmittel und eine Bevölkerung die das möchte.
Da passt noch locker weitere 15% PV Energie ins (bestehende) Netz + Wind und Biogas.
Außerdem können wir locker auf 30% der Energie verzichten, wenn wir etwas sorgfältiger mit dem Verbrauch umgehen.
Das hat bei den Autos auch geklappt, oder verbraucht ihr Wagen immer noch 14 Liter/100Km wie in den 70ern?
Es scheint als haben Sie Angst vor Veränderungen. Jetzt wird alles zusammengestrichen, weil Konzeptlosigkeit regiert. In der Marktwirtschaft gehen solche Unternehmen vorzeitig pleite. Leider werden die alten Energieriesen weiter künstlich am Leben gehalten und die wirklichen Kosten immer wieder verschwiegen und auf alle umgelegt. (Versicherung, Stromsteuer, Forschung, Flächenverbrauch, CO2, Radon, Schwermetalle, Aufheizung der Flüsse durch Kühlwasser und und und)
Ich bin empört ob soviel Ignoranz und Verantwortungslosigkeit wegen ein paar Euro.
Sie können sich ja mal wegen des steigenden Ölpreises, wegen der jahrelang steigenden Strompreise von 5-6% vor dem EEG und den Lebensmittelpreisen aufregen.
Frohe Weihnachten!

Michael Stark aus Leipzig | http://www.sybac-solar.de

Montag, 02.12.2013 08:22

Der Eigenverbrauch von Solarstrom ist wohl eines der effektivsten Mittel zur Energieeinsparung - da lediglich von "Kollateralschaden" zu sprechen halte ich für eine grobe Fehleinschätzung des BEE ! Da zeigt sich wie ohnmächtig dieser Verband gegenüber der Lobby der großen Energieunternehmen ist. Wann bekommen die EE endlich eine gemeinsam agierende und nicht nur reagierende (kommentierende) Vertretung ????

gunter ringhut aus kelkheim

Freitag, 29.11.2013 19:12

hallo herr pfeffer,

warum denn das, pv trägt 10% der jahresstunden zu unserer versorgungssicherheit bei, kann man vergessen,wird sich nicht ändern lassen, die dachzocker sollen ruhig für die restlichen 90% was zahlen.

gruß ringo

Copyright 2014 © pv magazine

Abonnieren Sie unseren Newsletter und erhalten Sie aktuelle Branchennews!

photovoltaic (pv) news on topics like thin film and feed-in tariffs and events like Intersolar Europe

Internationale Photovoltaik-News auf Englisch

Spanische Photovoltaik-News aus Lateinamerika