Strombörse EEX in Leipzig

Über Weihnachten war der Strompreis mehrfach über Stunden negativ.
Foto: Christian Hüller

EEG-Konto schließt 2016 mit fast 2,9 Milliarden Euro Überschuss ab

10. Januar 2017 | Politik und Gesellschaft, Speicher und Netze, Topnews

Im Dezember ist das Plus für die Übertragungsnetzbetreiber nochmal deutlich gestiegen. Ab diesem Jahr beträgt die einkalkulierte Liquiditätsreserve nur noch fünf statt zehn Prozent. Für Anlagenbetreiber in der Direktvermarktung nach dem EEG 2014 gab es ein böses Weihnachtsgeschenk - gleich an drei Tagen war der Strompreis über Stunden negativ.

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Der EEG-Kontostand zum Jahresende betrug mehr als 2,88 Milliarden Euro. Im Dezember 2016 ist der Überschuss nach der Veröffentlichung der Übertragungsnetzbetreiber um knapp 621 Millionen Euro angestiegen. Im Vergleich zum Stand Ende 2015 ist das Plus auf dem EEG-Konto um mehr als 444 Millionen Euro geschrumpft. Mit den Einnahmen aus dem EEG-Konto finanzieren die Übertragungsnetzbetreiber die Ausgaben für Photovoltaik-, Windkraft- und Biomasseanlagen.

Zu Jahresbeginn war die EEG-Umlage für den nicht-privilegierten Letztverbrauch von den Übertragungsnetzbetreibern auf 6,88 Cent pro Kilowattstunde erhöht worden. Bei der Berechnung der neuen Umlage hatten sie die Liquiditätsreserve von zehn auf fünf Prozent gesenkt. Es wird sich in diesem Jahr zeigen, ob damit auch der Überschuss auf dem EEG-Konto geringer ausfallen wird.

Der Verlauf des EEG-Kontos ist im Jahresvergleich sehr ähnlich. In den ersten Monaten steigert sich der Überschuss sukzessive. Den höchsten Kontostand gab es auch in diesem Jahr mit 4,63 Milliarden Euro im April. Mit der dann folgenden verstärkten Einspeisung der Photovoltaik-Anlagen schmilzt das Plus über die Sommer und Herbstmonate. Im Oktober verzeichnete das EEG-Konto mit 2,26 Milliarden Euro den geringsten Überschuss. Danach wächst das Plus wieder an.

Negative Strompreise an drei Dezember-Tagen


Die Übertragungsnetzbetreiber veröffentlichen zudem Daten über negative Preise an der Strombörse. Im Dezember lagen diese gleich an drei Tagen mehr als sechs Stunden hintereinander im negativen Bereich. Damit erhalten Anlagenbetreiber, die nach dem EEG 2014 in der Direktvermarktung sind, für diese Zeit keine Vergütung für den Strom aus ihren Anlagen. Nach den Daten der Übertragungsnetzbetreiber fielen die Preise Heiligabend 23 Uhr in den negativen Bereich und blieben dort bis zum 1. Weihnachtsfeiertag 8 Uhr. Am 2. Weihnachtsfeiertag waren sie dann zwischen 1 und 9 Uhr sowie zwischen 23 Uhr und 7 Uhr am Folgetag ebenfalls negativ. (Sandra Enkhardt)

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