ZVEH zu EEG- und Netzpaket-Novelle: Bundesregierung droht, Versagen der Energiewende zu organisieren

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„Angesichts der anhaltenden Energiepreiskrise wäre es erforderlich, die Resilienz zu stärken. Stattdessen werden Eckpfeiler der Energiewende eingerissen“, kritisiert Alexander Neuhäuser, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH): „Die E-Handwerke unterstützen die Forderung, mehr Effizienz und Kosteneinsparung in das Sytem zu bringen. lehnen es jedoch ab, die Energiewende einseitig und rein unter Kostenaspekten zu betrachten, da das zu einem kompletten Abwürgen des Transformationsprozesses führt.“ Der ZVEH fordert stattdessen einen Plan, wie durch Ordnungspolitik – zum Beispiel bei den Energiesteuern und Marktsignale durch einen CO2-Preis – der Ausbau begleitet werden kann. Außerdem fehle ein Plan, wie sich Netzengpässe beseitigen lassen.

Wie stark die Verunsicherung mittlerweile ist, zeigt ein Blick auf die Zahlen aus der ZVEH-Frühjahrskonjunkturumfrage 2026. So registrieren die E-Handwerke, die Anbieter von Lösungen rund um die Energiewende sind, eine zunehmende Verunsicherung ihrer Kunden. Mit Blick auf die Ausrichtung von Netz- und Energiepolitik fordert der ZVEH daher die Bundesregierung auf, Mut zu beweisen und ein klares Bekenntnis zur Fortsetzung der Energiewende abzugeben. „Wir dürfen den Ausbau der Erneuerbaren Energien nicht nur zurückfahren, sondern müssen Wege finden, diesen kosteneffizient voranzutreiben“, so Neuhäuser.

Zu den ausdrücklichen Forderungen des Verbandes zählt ein ganzheitlicher Energiewende-Plan mit klaren Rahmenbedingungen für den Transformationsprozess, so dass Wirtschaft und Verbraucher Investitionen