Durch den breiten Einsatz von kรผnstlicher Intelligenz entstehen aktuell immer grรถรere Datacenter. Bei der Planung von Rechenzentren muss immer auch berรผcksichtigt werden, was passiert, wenn der Strom ausfรคllt. Zwischen dem Ausfall der regulรคren Stromversorgung und der รbernahme durch die Notstromgeneratoren รผberbrรผckt eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) die Zeit. Ist die USV jedoch nicht ausreichend dimensioniert oder versagen Komponenten, kรถnnen zentrale Dienste, Sicherheitseinrichtungen und Backup-Funktionen ausfallen und wichtige Daten verloren gehen.
Die USV wird dabei mit Batterien realisiert โ und zwar mit solchen, die in kรผrzester Zeit die notwendige Energie bereitstellen, um die Zeit zu รผberbrรผcken, bis die regulรคre Notstromversorgung anlรคuft. Aktuell kommen fรผr Puffer-Systeme zumeist Lithium-Ionen-Akkumulatoren zum Einsatz. Diese sind aber nicht optimal fรผr eine solche Aufgabe: Sie sind schwer, teuer und kรถnnen eine Brandgefahr darstellen.
Mit einer neuen Generation von Nickel-Zink-Akkus (NiZn) will das Start-Up Zn2H2 Inc. gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut fรผr Zuverlรคssigkeit und Mikrointegration IZM eine Alternative zu Lithium-Akkus schaffen, die kleiner, leichter, sicherer und gรผnstiger ist.
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Die Wirkungsweise von NiZn-Zellen ist bereits seit รผber 100 Jahren bekannt. Bisher standen ein aufwendiger Herstellungsprozess und die geringe Anzahl von Aufladezyklen einer weiteren Verbreitung im Markt im Weg.
Das Fraunhofer IZM verfรผgt รผber zwei Jahrzehnte Erfahrung mit Zinkbatterien. Zn2H2 ist in der Start-A-Factory, dem Entwicklungslabor fรผr Start-Ups am Fraunhofer IZM, ansรคssig. Dort konnten sie auch auf die Erfahrung des Instituts zurรผckgreifen, um ihre Vision einer Zink-Wasserstoff-Zelle umzusetzen. Zusรคtzlich hat Zn2H2 ein kostengรผnstiges Direktbeschichtungsverfahren fรผr Nickelhydroxid (Ni(OH)โ) Elektroden entwickelt, das die Herstellung von Nickel-Zink (Ni-Zn) Batterien mit extrem hoher Leistung ermรถglicht. รblicherweise dient bei der Herstellung von dieser Batterieart als Gegenelektrode zur Zinkelektrode am Minuspol eine dicke, gesinterte Schicht aus Nickelhydroxid am Pluspol. Bei der neuartigen Herstellungsmethode von Zn2H2 wird das Nickel am Pluspol als direkte Abscheidung auf eine dรผnne Stahlfolie aufgebracht. Dadurch kรถnnen groรflรคchige Elektroden hergestellt und โ wie bei zylindrischen Lithium-Ionenbatterien โ aufgewickelt werden. In Kombination mit dem wรคssrigen Elektrolyten, der eine sehr hohe Leitfรคhigkeit besitzt, kann die Batterie schneller entladen, aber auch zuverlรคssiger wieder aufgeladen werden.
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Aufgrund der langjรคhrigen Erfahrung der Forschenden am Fraunhofer IZM mit Batterien auf Zink-Basis und der dadurch vorhandenen Testinfrastruktur konnten die Elektroden und NiZn-Batterien in den Laboren des Instituts im Auftrag von Zn2H2 ausfรผhrlich geprรผft werden. Der Test am Fraunhofer IZM รผber 20.000 Ladezyklen zeigte eine hohe Entladerate von mehreren 100 C und eine Leistung von รผber 10.000 W/kg.
Die Vorteile der NiZn-Akkus liegen damit fรผr die Projektbeteiligten auf der Hand: Mit Entladezeiten von einigen zehn Sekunden bis zu etwa fรผnf Minuten eignen sich diese NiZn-Batterien besonders fรผr den Einsatz in Hyperscale-Rechenzentren โ oder รผberall da, wo viel Energie รผber einen kurzen Zeitraum benรถtigt wird. Sie punkten mit einer Energiedichte von 40 bis 50 Wh/kg bei hoher und bis 170 Wh/kg bei kleinerer Leistung. Im Vergleich zu den aktuell verbreiteten Lithium-Ionen-Akkus kommen das insgesamt niedrigere Gewicht, gรผnstigere Herstellungskosten und eine bessere Verfรผgbarkeit der Rohstoffe zum Tragen. Als eine weitere Anwendungsmรถglichkeit ist deshalb der Einbau in Kraftfahrzeuge zum Starten von Verbrennungsmotoren bei niedrigen Temperaturen denkbar.
An der Zusammenarbeit zwischen dem Start-up Zn2H2 und dem Fraunhofer IZM zeigt sich der Mehrwert dieser Partnerschaft: Frische Ideen treffen auf langjรคhrige Erfahrung โ so entstehen Innovationen schneller und erreichen zรผgiger die Marktreife.
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Die Znh2H2 Inc. setzt auf innovative Lรถsungen, um grรผne Energie zu speichern. Die von ihr zum Patent angemeldete Zink-Wasserstoff-Batterie kann nicht nur als Langzeitspeicher von Energie, sondern auch zur Wasserstoffproduktion genutzt werden. Das Start-up ist seit 2022 zu Gast in der Start-a-Factory (SaF) und arbeitet sehr eng mit Dr. Robert Hahn und seinem Team zusammen.





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