Der Wahl-O-Mat 2021 der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb zur Bundestagswahl am 26. September ist online: im Netz unter www.wahl-o-mat.de sowie als App. In 38 Thesen können sich alle Wählerinnen und Wähler spielerisch über die Wahlprogramme der politischen Parteien informieren. Die Positionen und Begründungen der Parteien zu den Thesen stammen dabei ausschließlich von den Parteien selbst und sind das Ergebnis eines intensiven Redaktionsprozesses mit rund 30 Beteiligten – Expertinnen und Experten aus Politikwissenschaft, Journalismus und politischer Bildung sowie jungen Wählerinnen und Wählern.
„Der Wahl-O-Mat gibt keine Wahlempfehlung“, betont Thomas Krüger, Präsident der bpb, „aber er zeigt, wie die Parteien zu aktuellen Sachfragen stehen. Und er macht Lust darauf, sich auf unterhaltsame Weise mit politischen Inhalten zu befassen. Der Wahl-O-Mat ist mittlerweile zum Volkssport geworden.“
Alle Wahl-O-Mat-Versionen 2021 entstanden – coronabedingt – in rein digitalen Workshops. Der Umgang mit den Antworten der Nutzenden auf die Thesen zeichnet den Wahl-O-Mat aus. Er verwendet die Eingaben nur zur Berechnung und Anzeige des persönlichen Ergebnisses, sie werden darüber hinaus weder verwendet noch gespeichert. Zum Superwahljahr erscheint der Wahl-O-Mat dabei nicht nur in einem neuen Design, sondern mit zahlreichen neuen Features, die alle dazu einladen, sich noch intensiver mit den Inhalten und den Positionen der Parteien auseinander zu setzen. Thomas Krüger: „Der Wahl-O-Mat vermittelt Politik jenseits des ‚Nasenfaktors‘. Hier geht es 10 Minuten nur um Inhalte und politische Positionen.“
Der Wahl-O-Mat ging erstmals 2002 an den Start und wurde seither vor über 50 Wahlen rund 85 Millionen Mal gespielt. Zur Bundestagswahl 2017 wurde er 15,7 Millionen Mal genutzt. Thomas Krüger freut sich über den Erfolg und prognostiziert: „Der Wahl-O-Mat ist neben den Triellen das wohl wichtigste Informationsangebote im Vorfeld dieser Bundestagswahl.“ Und er rechnet mit einer großen Nachfrage: „Gerade wenn es spannend wird, schauen viele Wählerinnen und Wählern nochmals genauer auf die Positionen der Parteien. Mit dem Wahl-O-Mat macht das auch noch Spaß!“
Umfragen der Universität Düsseldorf aus dem Jahr 2021 zeigen, dass das beliebte Informationsangebot nicht nur Spaß macht, sondern auch wirkt: fast drei Viertel der Befragten gaben an, dass sie über ihr Spielergebnis mit anderen sprechen würden, etwa zwei Drittel hat das Tool motiviert, sich politisch weiter zu informieren. Etwa 60 Prozent der Nutzer, die nicht geplant hatten zur Wahl zu gehen, konnte die Beschäftigung mit dem Wahl-O-Mat davon überzeugen, es doch zu tun.





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