Stuttgart – Die beiden vom Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg geförderten Ladeinfrastruktur-Projekte E-Quartiershub 1 und 2 stehen kurz vor ihrem Abschluss. Am Montag (19. Mai) haben die Stadtwerke Stuttgart (SWS) gemeinsam mit der Landeshauptstadt und ihren Partnern – den Parkhausbetreibern APCOA PARKING Deutschland GmbH und B+B Parkhaus GmbH & Co. KG – die beiden Projekte im Beisein von Winfried Hermann, Verkehrsminister des Landes Baden-Württemberg, und Dr. Frank Nopper, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart, eröffnet.
Neue Ladeinfrastruktur in der City zahlt auf Klimaziele ein
Verkehrsminister Winfried Hermann hob beim Termin im neuen E-Quartiershub Königsbau-Passagen deren Bedeutung für die nachhaltige Stadtentwicklung hervor: „Die E-Quartiershubs sind wichtige Beiträge für einen klimaneutralen Stadtverkehr. Mit den 360 Ladepunkten wird die Elektromobilität in Stuttgart noch attraktiver. Die Bündelung und Steuerung von Parkplätzen in Quartiershubs vermeidet störenden Parksuchverkehr. Zeitglich wird an anderer Stelle mehr Platz für Radwege, Busspuren und Grünflächen mit Bäumen geschaffen. Einfachere Parkplatzsuche, Umstiegsmöglichkeiten auf nachhaltige Verkehrsmittel und eine lebenswertere Innenstadt: So sieht ein modernes Parkraumkonzept aus.“ Das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg fördert die beiden Projekte mit bis zu zwei Millionen Euro. Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper lobte die gelungene Umsetzung: „Die E-Quartiershubs machen das dichte Stuttgarter Ladenetz noch dichter. Die deutschlandweite Spitzenposition Stuttgarts bei den E-Lademöglichkeiten wird damit weiter ausgebaut. Die Parkhäuser werden stärker zu Orten der E-Mobilität und des Umstiegs auf umweltschonende Verkehrsmittel.“ Peter Drausnigg, Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Stuttgart, betonte: „E-Quartiershubs sind Teil unserer Ladeinfrastruktur-Strategie und ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung quartiersintegrierte, bedarfsorientierte und nachhaltige Mobilität. Mit den dort realisierten Ladepunkten betreiben wir das derzeit größte zusammenhängende Ladenetz im Stadtgebiet Stuttgart.“
E-Quartiershubs fördern nachhaltige Mobilität
Im Rahmen der Projekte E-Quartiershubs 1 und 2 haben die SWS sechs Innenstadt-Parkgaragen mit insgesamt 360 Ladepunkten ausgestattet – 156 Ladepunkte davon in den APCOA-Parkgaragen Am Schlossplatz, den Königsbau-Passagen und im Zeppelin-Carré sowie 204 Ladepunkte in den B+B-Parkgaragen Stadtmitte, dem Gerber Viertel und in der Kronprinzstraße. Damit sind insgesamt rund 15 Prozent der verfügbaren Stellplätze in den Parkhäusern mit Ladepunkten ausgestattet. Samuel Spaltner (B+B-Geschäftsführer) und Niels Christ (Group Director APCOA), sind sich einig, dass das geschaffene Ladeangebot in ihren Parkgaragen dazu beitragen wird, den Stadtverkehr nachhaltiger zu machen.
Komfortables Laden – einfaches Bezahlen
Die Vorteile der neuen SWS-Ladepunkte in den innerstädtischen Tiefgaragen liegen auf der Hand: Durch die hohe Anzahl an AC-Ladepunkten in den E-Quartiershubs ist ein Ladeplatz in der Innenstadt schnell gefunden. Die nutzerfreundlichen Ladestationen ermöglichen einen komfortablen und barrierefreien Ladevorgang. Für den Ladevorgang erheben die Stadtwerke für die Regelparkzeit von zwölf Stunden keine zusätzliche Blockiergebühr – unabhängig vom Fahrstromanbieter und dessen Betreibermodell. Das Laden erfolgt mit 100 Prozent Ökostrom der Stadtwerke Stuttgart und ist unkompliziert per Ladekarte oder Ladeapp (aus dem Intercharge-Verbund), QR-Code oder Kreditkartenterminal nutzbar. Die installierten Normalladepunkten verfügen über eine Leistung von elf Kilowatt pro Ladepunkt. Damit erreichen aktuelle Elektrofahrzeuge nach einer Stunde Ladezeit bereits mehr als 50 Kilometer Reichweite. So genügt auch ein kurzer Shoppingaufenthalt in der Stadtmitte für eine ausreichend geladene Batterie.
Mehr Lebensqualität in der Innenstadt
Neben den Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge soll durch die beiden Projekte auch mehr Raum für Bike- und Car-Sharing-Dienste gefördert werden. Zeitgleich sieht die Förderung vor, dass in den beiden Quartiersabschnitten 360 Außenstellplätze umgewidmet werden sollen. Im Rahmen des städtischen Projektes „Lebenswerte Innenstadt“ soll dies über einen kontinuierlichen Zeitraum stattfinden. Die neuen Freiräume werten den öffentlichen Raum auf und steigern die Lebensqualität – beispielsweise durch das Anlegen weiterer Grünflächen, Fahrradwege oder Parkmöglichkeiten für Sharing-Angebote wie beispielsweise stella, das E-Moped-Sharing der Stadtwerke Stuttgart. Die Zielvorstellung einer lebenswerteren Stadt teilen auch die SWS, die den Umstieg auf nachhaltige Mobilität in Stuttgart vorantreiben: Bis 2035 möchten sie die Voraussetzungen für bis zu 14.000 Ladepunkte in der Landeshauptstadt schaffen.
Die Stadtwerke Stuttgart
Die Stadtwerke Stuttgart-Gruppe treibt seit ihrer Gründung im Auftrag der Landeshauptstadt die Energiewende voran und setzen sie zusammen mit ihrer Tochter Stuttgart Netze konsequent um – kommunal und bürgernah. Unter dem Dach der Stadtwerke Stuttgart GmbH operieren die Stuttgart Netze GmbH, die Stadtwerke Stuttgart Vertriebsgesellschaft mbH, die Energiedienste der Landeshauptstadt Stuttgart GmbH sowie zehn Wind- und Photovoltaikgesellschaften als Motoren der Energiewende. Mit gebündelten Kräften investieren die Stadtwerke Stuttgart in die ressourcenschonende Energieerzeugung, betreiben Windkraft- und Photovoltaik-Anlagen, bieten Lösungen zur Wärmeerzeugung sowie zur Steigerung der Energieeffizienz und beliefern Privat- und Gewerbekunden mit Ökostrom und Erdgas. Zudem treiben die Stadtwerke die Elektromobilität voran mit der Installation von Ladeinfrastruktur und dem Elektroroller-Mietangebot stella-sharing.





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