Viele bereits geplante Agri-PV-Projekte sind ins Stocken geraten. Der Grund: Die fehlende beihilferechtliche Genehmigung der EU macht diese oft wirtschaftlich unattraktiv. Der Ravensburger Photovoltaikpionier solmotion hat einen Weg gefunden, Projekte auch ohne Solarpaket 1 erfolgreich an den Start zu bringen. Bereits am 17. November 2025 war Spatenstich für die erste der drei Anlagen, die weiteren folgen bis Anfang Dezember. Insgesamt werden rund um Böhringen, Bad Waldsee und Kißlegg mehr als 15.000 kWp realisiert. Die Erfolgsfaktoren: Die effiziente Gesamtplanung und -umsetzung aus einer Hand, eine nachhaltig tragfähige Vermarktungsstrategie und klug gesteuerte, passend dimensionierte Batteriespeichersysteme.
Die drei Anlagen sind auf Tracker-Systemen der Fa. Zimmermann aufgebaut. Der regionale Hersteller hat diese Technik laufend weiterentwickelt und bietet heute eine der verlässlichsten Lösungen am Markt. Die besonders leistungsstarken Glas-Glas-Module sind bifazial. Das bedeutet, dass auch reflektiertes Licht auf der Unterseite der Module in Strom umgewandelt wird. Das Nachführen steigert die Erträge bei tiefstehender Sonne morgens, abends und im Winter. Weitere Vorteile: Schnee kann abgeworfen und für die landwirtschaftliche Bearbeitung der Flächen können die Module passend gekippt werden.
Darüber hinaus kommen Batteriespeichersysteme zum Einsatz, um die Einspeisung des Stroms im Tagesverlauf marktgerecht zu steuern.
„Anfang des Jahres waren wir wie viele im Markt gespannt, ob die beihilferechtliche Genehmigung noch kommt. Bald war klar, dass die neue Bundesregierung diese Entscheidung nicht weiter forciert. Wir wollten aber die Zukunftslösung Agri-PV nicht einfach abschreiben und haben uns auf den Weg gemacht, Projekte neu zu denken“, führt solmotion-Geschäftsführer Michael Keil aus. Sein Team war mit neuen Strategien und Ideen erfolgreich. „Machen statt warten“ ist laut Keil das interne Motto. Heute entwickelt das Unternehmen Projekte mit einem Gesamtvolumen von mehr als 300 MWp. „Und täglich kommen neue hinzu.“ Vom Know-how kann jeder profitieren: Das Unternehmen bietet einen Projekt-Check für Landwirte, Investoren und Projektierer an. Keil: „Oft lohnt sich ein zweiter, geschärfter Blick auf vermeintlich unwirtschaftliche Projekte. Mit unserer Erfahrung aus der Praxis und den jetzt gestarteten, weiteren Projekten können wir die richtigen Stellschrauben erkennen und drehen.“ Das gelte nicht für jedes Projekt: „Manche wären auch mit Solarpaket 1 bei uns durchs Raster gefallen. Da waren die Annahmen teils zu optimistisch.“ Das gilt laut Keil besonders für sehr kleine Anlagen.
Dem Baustart im Süden folgen Zug um Zug weitere Projekte, bereits jetzt sind konkrete Termine für 2026 geplant. Keil: „Wir sind überzeugt: Wir werden mit Agri-PV eine Erfolgsgeschichte schreiben – für uns und unsere Partner.“
Projektinfos:
Böhringen:
DC-Projektgesamtleistung: 4609,28 kWp
Gesamtanzahl Module: 7.202 mit je 640 Wp
Aufständerungsart: Freifläche, nachgeführt
Jährliche Einspeiseerträge: ca. 5.836 MWh
Speicherkapazität: Noch in Planung
Bad Waldsee:
DC-Projektgesamtleistung: 5.624,32 kWp
Gesamtanzahl Module: 8.788 mit je 640 Wp
Aufständerungsart: frei aufgeständert, Tracker nachgeführt
Jährliche Einspeiseerträge: ca. 7.643 MWh
Speicherkapazität: Noch in Planung
Kißlegg:
DC-Projektgesamtleistung: 4.942,08 kWp
Gesamtanzahl Module: 7.722 mit je 640 Wp
Aufständerungsart: frei aufgeständert, Tracker nachgeführt
Jährliche Einspeiseerträge: ca 6.242 MWh
Speicherkapazität: Noch in Planung





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