Mehr als eine halbe Million Euro ist durch zahlreiche Berliner Haushalte in ein neues Crowdfunding-Projekt investiert worden. So profitieren diese jetzt mehrfach von einem Energiewende-Vorhaben der landeseigenen Berliner Stadtwerke. Neben der wachsenden Erzeugung lokalen Ökostroms haben die Anleger:innen Anteile an einer Solaranlage erworben, die die Stadtwerke auf Gebäuden der Wohnungsbaugenossenschaft NEUES BERLIN in der Neu-Hohenschönhausener Wohnanlage Mühlengrund errichtet haben.
Das über fünf Jahre laufende und mit Verzinsungen von 4,5 bis 5,0 Prozent pro Jahr attraktive Beteiligungsmodell hatten die Berliner Stadtwerke gemeinsam mit der DKB-Crowdfunding GmbH entwickelt und Mitte Oktober auf der Plattform DKB-Crowd platziert. Anlagebeträge zwischen 250 und 10.000 Euro waren möglich, der Umfang des Vorhabens lag bei 525.000 Euro und war innerhalb weniger Wochen gezeichnet. Mit diesem Geld wurde die bestehende Finanzierung der Solaranlage abgelöst.
Mit NEUES BERLIN verbindet die Berliner Stadtwerke eine lange vertrauensvolle Partnerschaft. So haben die Stadtwerke auf den Dächern der Wohnanlagen Malchower Aue, Mühlengrund – hier wurden 23 Gebäude solar bestückt – und Degnerbogen Mieterstrom-Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von 748 kW installiert, deren Ertrag aktuell die Mieter:innen von rund 530 Wohnungen beziehen. Zudem wurden dort jüngst im öffentlichen Straßenraum sowie in Tiefgaragen neun Ladestationen mit 17 Ladepunkten für Elektroautos errichtet.
„Einen Beitrag zur Klimaneutralität Berlins leisten wir schon heute gemeinsam mit den Stadtwerken, indem wir u. a. im Mühlengrund mit fünf Solaranlagen 167 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr vermeiden“, erklären die NEUES BERLIN-Vorstände Thomas Fleck und Stefan Krause. „Das Projekt Mieterstrom ist erfolgreich, wir engagieren uns für den Ausbau und begrüßen es, dass die Stadtwerke hier mit dem Crowdfunding eine Möglichkeit der Beteiligung schaffen.“
„Als kommunales Unternehmen sind wir ein wesentlicher Akteur für die Energiewende in der Hauptstadtregion und treiben den Solarausbau in der Stadt voran“, sagt Andreas Schmitz, Geschäftsführer der Berliner Stadtwerke. „Das Mieterstrom-Modell erlaubt uns, die Bewohner:innen in Mehrfamilienhäusern anteilig mit Ökostrom direkt vom eigenen Dach zu versorgen und ist ein Schlüssel dafür, dass sich mehr Menschen direkt vor Ort an der Energiewende beteiligen können. Konsequenterweise gehen wir jetzt den nächsten Schritt und bieten auch eine finanzielle Beteiligung an der solaren Energiewende an.“
Die gute Resonanz ist Anlass zur Prüfung möglicher Folgeprojekte. Interessierte Bürger:innen können sich dafür auf der Website der Berliner Stadtwerke vormerken lassen.
Weitere Informationen zu dem Projekt unter www.berlinerstadtwerke.de/beteiligung/crowdfunding-mieterstrom-muehlengrund1/ und unter www.dkb-crowdfunding.de.





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