Smart Meter Light ist machbar: Octopus Energy zeigt Weg zu einfacherem Smart Metering

Einfacher, günstiger und trotzdem smart: Eine umfassende Machbarkeitsstudie von Octopus Energy kommt zu dem Ergebnis, dass ein Smart Meter Light für Haushalte außerhalb des verpflichtenden Smart-Meter-Rollouts technisch und prozessual realisierbar ist. Die dafür notwendigen technischen und systemischen Bausteine sind weitgehend vorhanden. Gleichzeitig zeigt die Studie, dass die vereinfachte Lösung im untersuchten Kostenmodell deutlich günstiger sein […]
  • Machbarkeitsstudie von Octopus Energy zeigt: Smart Meter Light ist technisch und prozessual realisierbar
  • Kostenmodell sieht Smart Meter Light mit rund 51 bis 73 Euro pro Zählpunkt und Jahr deutlich unter einem intelligenten Messsystem mit rund 88 bis 105 Euro
  • Smart Meter Light könnte für bis zu 36 Millionen Zählpunkte eine Lösung sein, die Umsetzung ist innerhalb von rund zwei Jahren realistisch.

Einfacher, günstiger und trotzdem smart: Eine umfassende Machbarkeitsstudie von Octopus Energy kommt zu dem Ergebnis, dass ein Smart Meter Light für Haushalte außerhalb des verpflichtenden Smart-Meter-Rollouts technisch und prozessual realisierbar ist. Die dafür notwendigen technischen und systemischen Bausteine sind weitgehend vorhanden. Gleichzeitig zeigt die Studie, dass die vereinfachte Lösung im untersuchten Kostenmodell deutlich günstiger sein könnte als ein vollwertiges intelligentes Messsystem. 

Smart, wo smart gebraucht wird

Die Idee hinter dem SML: Für viele Haushalte braucht es nicht zwingend die volle technische Komplexität eines intelligenten Messsystems (iMSys) mit Smart-Meter-Gateway und Steuerungsfunktionen. Der SML soll stattdessen Stromverbräuche digital erfassen und Viertelstundenwerte sicher aus der Ferne übertragen können. Damit könnten beispielsweise dynamische Stromtarife genutzt werden, ohne dafür die komplette Infrastruktur eines intelligenten Messsystems installieren zu müssen. Gleichzeitig soll der Zähler so ausgelegt sein, dass er später zu einem vollständigen intelligenten Messsystem aufgerüstet werden kann.

Das Potenzial ist erheblich: Auf Basis der in der Studie verwendeten Prognosen könnten 2032 von rund 63 Millionen Strom-Messlokationen etwa 36 Millionen außerhalb des verpflichtenden iMSys-Rollouts liegen. Damit könnte SML perspektivisch an bis zu 36 Millionen Zählpunkten zum Einsatz kommen und deutlich mehr Haushalten Zugang zu einer einfachen digitalen Messlösung ermöglichen.

Deutlich weniger Komplexität und potenziell geringere Kosten

Ein zentraler Vorteil des SML liegt laut Studie in einer schlankeren IT- und Hardware-Architektur. Auf das Smart-Meter-Gateway und die damit verbundene Gateway-Administration könnte für die untersuchten Anwendungsfälle verzichtet werden. Viele bestehende Prozesse und IT-Systeme der Messstellenbetreiber könnten dagegen weitergenutzt werden. Anpassungen wären insbesondere bei der Datenübertragung, dem Geräte- und Kommunikationsmanagement sowie der Verarbeitung der Messwerte notwendig.

Das spiegelt sich auch in der Kostenmodellierung wider: Für einen angenommenen grundzuständigen Messstellenbetreiber mit 100.000 Zählpunkten errechnet die Studie für den SML annualisierte Gesamtkosten von rund 51 bis 73 Euro je Zählpunkt und Jahr. Ein intelligentes Messsystem liegt im selben Modell, abhängig von der Konfiguration, bei rund 88 bis 105 Euro. Daraus ergibt sich ein modellierter Kostenvorteil von etwa 15 bis 54 Euro pro Zählpunkt und Jahr. Bei wettbewerblichen Messstellenbetreibern wird es günstiger: Hier rechnet die Studie mit 78 bis 93 Euro Kosten für das iMSys und 43 bis 63 Euro pro Jahr für das Smart Meter Light. 

„Smart Metering muss nicht maximal kompliziert sein, um maximal nützlich zu sein“, sagt Bastian Gierull, CEO von Octopus Energy Germany. „Die Studie zeigt, dass wir Millionen Haushalten einen einfachen Zugang zu digitalen Messwerten und damit zu smarten Stromtarifen ermöglichen könnten, ohne überall die volle technische Infrastruktur eines intelligenten Messsystems verbauen zu müssen. Jetzt kommt es darauf an, aus einer technisch machbaren Idee eine einfache, sichere und skalierbare Lösung zu machen.“

Für die Markteinführung sind laut Studie vor allem ein verbindliches Produkt- und Schnittstellenprofil, geeignete Anforderungen an Messwertqualität und Cybersicherheit, Praxistests der Kommunikation sowie eine durchgängige Integration in die bestehenden IT- und Marktprozesse notwendig. Werden diese Arbeiten parallel vorangetrieben, erscheint ein Planungskorridor von rund 24 Monaten bis zur Rolloutfähigkeit plausibel.

Die von Octopus Energy initiierte Machbarkeitsstudie wurde unter anderem unter Einbeziehung der HORIZONTE-Group erarbeitet. Dabei brachte das Beratungshaus ihre energiewirtschaftliche und technische Expertise in die Untersuchung ein.

Die zentralen Ergebnisse der Studie werden am 15. Oktober um 13:30 Uhr in einem Webinar der HORIZONTE-Group zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern  von Octopus Energy vorgestellt und diskutiert. Die Ergebnisse stehen außerdem HIER zum Download bereit. 

Über Octopus Energy Germany GmbH

Octopus Energy wurde 2016 mit der Vision gegründet, die Energiewende weltweit mithilfe von Technologie zu beschleunigen und schnellstmöglich einen großen, grünen Fußabdruck zu hinterlassen. Der mehrfach ausgezeichnete Anbieter erneuerbarer Energien und EnerTech-Player ist der am schnellsten wachsende Energieversorger Deutschlands mit über 1.000.000 Kunden und versorgt mittlerweile 10 Millionen Kunden weltweit. Seit 2020 ist Octopus Energy in Deutschland aktiv und operiert mittlerweile in 27 Ländern. 100 % erneuerbare Energien, faire Tarife und digitale Innovation machen Octopus zum Vorreiter der Branche.