Die Dezentralisierung und Flexibilisierung des elektrischen Systems verlangt nach innovativen, digitalen und kundenfreundlichen Lösungen zur Steuerung von Erzeugung, Transport und Verbrauch von Strom. Die Elia Group, zu der der deutsche Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz gehört, hat in Berlin bei ihrem zweiten Hackathon eine Plattform geschaffen, um genau dafür Lösungen zu entwickeln und auf den Weg zu bringen. Gesucht wurden Tools, mit denen auch Endkunden die digitale Energiewende mitgestalten können. Dafür wurden vier verschiedene Challenges mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten, wie etwa neue Flexibilitäten, intelligentes Verbrauchsverhalten, Auswirkungen von Großverbrauchern auf den Netzbetrieb und Sektorenkopplung vorbereitet. Jedes der 20 Teams hat sich einer Challenge gewidmet.
Bereits im vergangenen Jahr hatte die Elia Group in Belgien einen Hackathon organisiert. Am diesjährigen Hackathon in Berlin nahmen über 100 Programmierer*innen aus Belgien, Deutschland und weiteren europäischen Ländern teil. Ein Großteil der Teilnehmenden waren Studierende, aber auch Startups und etablierte Digitalunternehmen stellten sich den Challenges.
Chris Peeters, CEO der Elia Group:
„Die Digitalisierung ist ein wichtiges Instrument für eine effiziente und erfolgreiche Energiewende. Dafür braucht es Innovation und Kooperation. Unser zweiter Elia Group Hackathon zeigt, dass kundenorientierte Lösungen nicht nur für die Energiewende relevant sind, sondern auch, um die Kosten für Haushalte und Unternehmen überschaubar zu halten.“
Stefan Kapferer, CEO von 50Hertz:
„Die aktuelle Lage verdeutlicht: Wir müssen bei der Transformation unserer Energieversorgung noch schneller werden. Mehr denn je kommt es auch für die Industrie auf eine zuverlässige Versorgung mit grünem Strom an. Damit das gelingt, braucht es auch digitale Lösungen. Mit Veranstaltungen wie unserem Hackathon geben wir kreativen Köpfen den Raum für neue Ideen und die Möglichkeit, Teil der Erfolgsstory Energiewende zu werden. Denn klar ist: Die ökologische und die digitale Transformation sind zwei Seiten derselben Medaille. Beide gehören zur DNA unseres Unternehmens.“
Das Team „SELECT“, das aus internationalen Studenten besteht, konnte mit der Idee zu einer App, „°Cozy“, die Jury überzeugen und geht als Gewinner aus dem diesjährigen Hackathon hervor. „°Cozy“ verfolgt das Ziel einer intelligenten Steuerung für Wärmepumpen, die CO2-Emmissionen beim Wärmeverbrauch und Kosten für Endkunden gleichermaßen einspart.
Michael von Roeder, Chief Digital and IT Officer (CDIO) der Elia Group und von 50Hertz:
„Berlin ist genau der richtige Ort für einen Energiewende-Hackathon. Die Stadt ist ein Hotspot für Startups mit einer lebendigen digitalen Community. Gleichzeitig ist die Metropolregion Berlin-Brandenburg ein Musterbeispiel für die Energiewende. Hier trifft der ländliche Raum mit einer sehr hohen Erzeugung von Erneuerbaren Energien auf ein urbanes Zentrum mit hohem Verbrauch. Das Team „SELECT“ konnte mit einer intelligenten Lösung im Bereich der Sektorenkopplung überzeugen. Strom und Wärme rücken immer näher zusammen. Daher braucht es clevere digitale Schnittstellen zwischen beiden Sektoren.“
Gemeinsam mit Chris Peeters, CEO der Elia Group, Aurélie Alemany, CEO SENEC, Arwen Colell, CPO decarbon1ze, Matthias Ingerfeld, Manager Google, Wilhelm Kiewitt, Leiter Energiewirtschaft bei 50Hertz, Ida Olsen, Head Digital & Data der Elia Group und Frank Pawlitschek, Director School of Entrepreneurship am Hasso-Plattner-Institut, bildete Michael von Roeder die Jury des Elia Group Hackathons 2022.
Das Gewinnerteam hat jetzt die Möglichkeit, einen Prototypen seiner digitalen Lösung im Inkubator der Elia Group, „The Nest“, zu entwickeln. Mit „The Nest“ werden Mitarbeitende der Elia Group dazu ermutigt, selbst zu digitale Innovator*innen zu werden. Der unternehmenseigene Inkubator ermöglicht die kurzfristige Entwicklung, das Prototyping und Testen von digitalen Ideen innerhalb einer Art Testwerkstatt-Umgebung. Mitarbeitende aller Abteilungen der Elia Group in Deutschland und Belgien können sich bei The Nest bewerben und drei Monate lang drei Tage in der Woche an der Entwicklung ihrer Ideen arbeiten – mit der Unterstützung eines Teams von technischen Expertinnen und Experten.





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