„Der im Umweltrat gefundene Kompromiss zur CO2-Flottengesetzgebung ist eine Chance, um an der überholten Regulierung zu arbeiten.“ sagt Ralf Diemer, Geschäftsführer der eFuel Alliance. „Die derzeitige EU-Verordnung, die sich ausschließlich auf die Auspuffemissionen konzentriert, wird keinen rechtzeitigen Übergang zur klimaneutralen Mobilität gewährleisten, wenn sie lediglich einseitig Elektromobilität fördert, aber Emissionen, die in früheren oder späteren Phasen des Lebenszyklus eines Fahrzeugs entstehen, außer Acht lässt und Europa in neue Abhängigkeiten bei Batterierohstoffen führt. Wir brauchen einen ganzheitlicheren Ansatz. Wir begrüßen, dass der Umweltrat im Gegensatz zur Mehrheit des Europäischen Parlamentes, eine Berücksichtigung von klimafreundlichen eFuels zur CO2-Zielerreichung für die Automobilhersteller nicht vollständig ausschließen möchte, sondern ein Fenster für eine Änderung der Regulierung offengelassen hat.“
Gleichwohl bleibt festzuhalten, dass die Umweltminister zunächst einmal ein faktisches Verbot des Verbrennungsmotors – auch des klimaneutral mit eFuels betriebenen – ab 2035 beschlossen haben, denn die Systematik der Regulierung bleibt bis auf weiteres unverändert. Eine mögliche Änderung kann erst mit der Review-Klausel in 2026 erfolgen. Der Prüfauftrag an die Kommission ist rechtlich nicht bindend und zeitlich nicht befristet. Zudem soll er erst für Neufahrzeuge ab 2035 und außerhalb der CO2-Flottenregulierung gelten.
Diemer sagt weiter: „Wir verlieren damit wertvolle Zeit, die wir eigentlich für Investitionen in industriealisierte Produktionsanlagen für klimaneutrale eFuels verwenden sollten, denn die Regulierung, so wie sie die Umweltminister nun beschlossen haben, zwingt die Automobilhersteller weiterhin dazu massiv und ausschließlich auf Elektromobilität zu setzen.“
Die eFuel Alliance sieht einem konstruktiven Dialog mit der EU-Kommission zur Entwicklung einer Systematik entgegen, wie auch nach 2035 Fahrzeuge mit klimaneutralen Verbrennungsmotoren in den Verkehr gebracht werden können, bzw. wie eFuels regulatorisch Berücksichtigung finden können.
„Dazu liegen bereits Vorschläge auf den Tisch, die umgesetzt werden können aber leider politisch bisher nicht gewollt wurden. Wir werden nicht nachlassen in unserem Bemühen, bessere Lösungen für einen ganzheitlichen und möglichst umfassenden Klimaschutz im Straßenverkehr zu erarbeiten,“ so Diemer.





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