Frankfurt/Main, 4. März 2015 – Die organische und gedruckte Elektronik hat in den vergangenen Jahren weitere große Fortschritte gemacht. OLED-Displays sind ein wahres Massenprodukt geworden. In vielen wichtigen Branchen ist gedruckte Elektronik angekommen. In Automobilindustrie, Unterhaltungselektronik, Haushaltsgeräten, Pharma / Health Care und Verpackung bringen Unternehmen Produkte mit dieser Technologie auf den Markt. Welche Anwendungen künftig möglich sind und welche Schritte nötig sind, um die Technologie noch weiter voranzubringen, zeigt die OE-A Roadmap. Während der LOPEC hat die OE-A (Organic and Printed Electronics Association), eine Arbeitsgemeinschaft im VDMA, am Mittwoch die sechste Ausgabe veröffentlicht.
Gedruckte Elektronik hat sich zu einer Wachstumsbranche entwickelt
Die OE-A Roadmap für organische und gedruckte Elektronik wird alle zwei Jahre aktualisiert. Sie fasst das Wissen und die Meinung weltweit führender Experten in organischer und gedruckter Elektronik zusammen und beschreibt Technologien sowie Anwendungen in den Bereichen OLED-Beleuchtung, organische Photovoltaik (OPV), OLED und flexible Displays, Elektronik und Komponenten und Integrated Smart Systems. Mit dieser sechsten Version der Roadmap hat die OE-A ihren Blick auf die Entwicklungen in diesen Bereichen aktualisiert und erweitert. „Erste Produkte waren bereits zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der letzten Roadmap 2013 auf dem Markt“, sagt OE-A Vorsitzender Dr. Stephan Kirchmeyer. Mit weiteren Produkten habe sich dieser Trend fortgesetzt. „Deshalb können wir mit fester Überzeugung sagen, dass organische und gedruckte Elektronik sich zu einer Wachstumsbranche entwickelt hat, die bereits jetzt erheblichen Umsatz generiert", berichtet Kirchmeyer.
Ausgehend von bereits auf dem Markt erhältlichen Produkten sagt die Roadmap die Entwicklung neuer Anwendungen voraus. Als wichtigen Trend hat die Roadmap Hybride Systeme identifiziert – also die Kombination gedruckter und siliziumbasierter Komponenten. Kurz- bis mittelfristig werden Produkte, die beide Technologien vereinen, vermehrt dazu beitragen, dass sich gedruckte Elektronik auf dem Markt etabliert. Wichtige Branchen wie Gesundheitswesen, Verpackung, Automobil, Haushaltsgeräte und Unterhaltungselektronik setzen gedruckte Elektronik ein und bringen Produkte auf den Markt. Die Roadmap sagt zudem Produkte und Systeme voraus, die noch erhebliche Entwicklungsanstrengungen bedürfen und erst langfristig und damit nach 2023 auf dem Markt erscheinen werden.
„Die Technologie hat inzwischen genügend Marktreife, um sich als Industrie zu bezeichnen – wenngleich sie noch jung ist“, sagt der OE-A Vorsitzende. Mit Ausnahme der Unterhaltungselektronik, in der sich OLED-Displays für Handys aber auch Displays für E-Reader zu einem Massenmarkt entwickelt haben, bahnt sich in vielen Bereichen der Marktdurchbruch erst noch an. Die Experten der OE-A erwarten für die kommenden Jahre ein starkes Wachstum, das durch neue und verbesserte Materialien, Maschinen, verbesserte Prozesse und neue Device Designs getriggert wird. Es gibt weiterhin Bereiche, in denen fundamentale technische Hürden, so genannte „Red Brick Walls“, zu überwinden sind. Auch diese werden in der Roadmap beschrieben und benötigen neue technologische Ansätze zur Überwindung.
Die Zusammenfassung der sechsten Ausgabe der OE-A Roadmap für organische und gedruckte Elektronik ist am OE-A Stand auf der LOPEC (ICM, B0, # 416) oder über die OE-A verfügbar: info@oe-a.org.





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