Frankfurt/Main, 6. Februar 2015 – Um organische und gedruckte Elektronik weiter auf den Markt zu bringen, ist internationale Zusammenarbeit unabdingbar. „Wie bringen wir Produkte zur Marktreife? Wie optimieren und standardisieren wir Materialien und Prozesse?“, sind dabei zentrale Fragen. Die OE-A (Organic and Printed Electronics Association) hat gemeinsam mit der japanischen Vereinigung JAPERA (Japan Advanced Printed Electronics Technology Research Association) ein Arbeitskreistreffen in der japanischen Hauptstadt Tokio organisiert, das diese Fragen adressiert und das internationale Netzwerk der OE-A weiter vervollständigt hat.
Das Interesse war groß: Über 70 Teilnehmer aus der ganzen Welt sind Ende Januar in Tokio zusammengekommen. „Die Teilnehmer haben die Chance genutzt, einen Überblick über den internationalen Stand der Technologie zu bekommen und Kontakte zu knüpfen“, sagt Dr. Stephan Kirchmeyer, Vorsitzender der OE-A. Alle Seiten seien dafür sehr offen gewesen. In Zukunft wolle man auch interkontinental in Forschungsprojekten zusammenarbeiten. Die Bereitschaft dazu sei nicht zuletzt dank des offenen Dialogs mit JAPERA möglich geworden.
Klar im Fokus standen beim Arbeitsgruppentreffen aktuelle Trends. Hochrangige Sprecher brachten die Teilnehmer auf den Stand der Technik auf dem japanischen Markt. Weitere Höhepunkte waren die Besuche von Forschungszentren Japanischer Unternehmen – bei Sumitomo Chemical zum Beispiel. Der Chemiekonzern entwickelt OLED-Materialien für die nächste Generation von Fernsehern sowie Materialien für organische Photovoltaik, Batterien und Brennstoffzellen. KOMORI Corporation, ein führender japanischer Druckmaschinenhersteller, entwickelt Druckverfahren für Touch-Bildschirme. AIST-TIA, Innovation Arena for Nanotechnology, befasst sich mit Forschung, Analyse und Prototyping.
„Beide großen Firmen setzen verstärkt auf die Technik der gedruckten Elektronik“, berichtet Kirchmeyer. Diese Technologie sei für die japanischen Unternehmen ein strategisches Thema. Hier werde viel in die Weiterentwicklung von Materialien und die Optimierung von Druckprozessen investiert, um sich für den Zukunftsmarkt gedruckte Elektronik gut aufzustellen.
Ein wichtiger Punkt des Meetings war die Netzwerkarbeit. „Wir brauchen starke und internationale Kooperationen, um organische und gedruckte Elektronik in Massenanwendungen auf den Markt zu bringen“, sagt Prof. Toshihide Kamata, stellvertretender Vorsitzender der OE-A, Chief Technology Officer bei JAPERA und Direktor des Flexible Electronics Research Center im AIST. „Während des Treffens konnten wir kulturelle und sprachliche Hürden durch persönliche Kontakte abbauen“, berichtet Dr. Stephan Kirchmeyer. Dieses Netzwerk wollen die Beteiligten weiter ausbauen, um neuen Entwicklungen im Bereich der organischen und gedruckten Elektronik den Weg zu ebnen. Dazu plant die OE-A weitere Arbeitskreistreffen in Kooperation mit nationalen Verbänden in Asien.
Ausgebaut wurde das Netzwerk auch auf der sich anschließenden Messe Printable Electronics / Nanotech / Convertech im Tokyo Big Sight in der letzten Januarwoche. Die OE-A war dort mit einem Gemeinschaftsstand verschiedener Mitglieder vertreten. „Unser Seminar mit internationalen hochrangigen Sprechern zum Thema war sehr gut besucht“, berichtet OE-A-Geschäftsführer Dr. Klaus Hecker. Das zeige auch, dass das Interesse am Thema weiterhin groß sei.





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