Im Rahmen der aktuellen Konsultation der Bundesnetzagentur (AgNes-Prozess) hat der Ökoenergieversorger Green Planet Energy ein Modell zur Weiterentwicklung der Netzentgeltsystematik vorgeschlagen. Ziel ist es, langfristige Finanzierungssicherheit, Flexibilitätsanreize und eine netzdienliche Nutzung in Einklang zu bringen.
Statement von Carolin Dähling, Leiterin Politik und Kommunikation bei Green Planet Energy:
“Die Energiewende verlangt ein modernes Netzentgeltsystem, das den Wandel von zentraler, fossiler Versorgung hin zu einer dezentralen, erneuerbaren Stromerzeugung abbildet. Pauschale Netzentgelte werden den Herausforderungen einer flexiblen, effizienten und zukunftssicheren Stromversorgung nicht gerecht. Wir brauchen ein System, das situativ und fair auf den realen Netzzustand reagiert.
Deshalb schlagen wir ein dreistufiges Modell vor:
- Kapazitätspreis mit Bonus-/Malus-System: Erzeuger und Verbraucher buchen feste Netzkapazitäten. Wer diese Kapazität über- oder unterschreitet, wird je nach aktueller Netzsituation mit Bonus oder Malus belegt.
- Dynamische Netzentgelte: Ergänzend zum Kapazitätspreis werden Netzentgelte an den tatsächlichen Netzzustand angepasst und schaffen so Anreize für netzdienliches Verhalten.
- Baukostenzuschüsse: Gezielte Investitionsanreize sorgen für eine bessere regionale Steuerung des Erneuerbaren-Ausbaus.
Nur wenn Netzentgelte flexibel auf Netzengpässe reagieren, können wir die bestehende Infrastruktur effizienter nutzen und das Gesamtsystem wirtschaftlicher und stabiler machen. Unser Vorschlag im Rahmen des AgNes-Prozesses der Bundesnetzagentur bringt Finanzierungssicherheit, Flexibilitätsanreize und eine netzdienliche Nutzung in Einklang – und ist damit ein zentraler Baustein für das Gelingen der Energiewende.”
Eine Kurzfassung unserer Stellungnahme finden Sie unter dem diesem Link:
Green_Planet_Energy_Positionspapier_AgNes-Diskussionspapier.pdf





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