Anlässlich neuer Zahlen zum Naturbewusstsein in Deutschland kommentiert Olaf Bandt, Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND):
„Die Naturbewusstseinsstudie zeigt: Wirtschaftswachstum auf Kosten von Natur und Umwelt wird von der Mehrheit der Menschen abgelehnt. Das ist ein gutes Zeichen und macht Mut. Der Schutz der biologischen Vielfalt und der Wunsch nach gut begründetem, konkreten Handelm für den Erhalt von Arten, Lebensräumen und ein Umsteuern der Wirtschaftsweise sind zentral für die Menschen in Deutschland. Die Politikerinnen und Politiker dürfen nicht länger die Wünsche der Menschen ignorieren und müssen eine Politik gestalten, welche die planetaren Grenzen ernst nimmt und Natur und Umwelt schützt. Unser Planet braucht uns.
Die Handlungsbereitschaft der Menschen ist hoch, wenn praktisches Engagement möglich und konkrete Erfolge sichtbar werden. Mit einem klaren ‚Nein‘ zur Gentechnik, einem klaren ‚Ja‘ zur naturverträglichen Energiewende, konsequentem Naturschutz in Schutzgebieten und darüber hinaus, stellt die Bevölkerung konkrete Arbeitsaufträge für eine wirklich nachhaltige Politik. Das kann die amtierende Bundesregierung noch in dieser Legislaturperiode umsetzen: Mehr Naturschutz in der Ackerbaustrategie, im Insektenschutzgesetz und beim Ausbau der erneuerbaren Energien.
Konsequenter Naturschutz ist ein zentrales Werkzeug im Kampf gegen die Klimakrise und ihre Folgen. Wirksamer Naturschutz setzt die Grenzen für Wachstum und Ressourcenverbrauch und ist zudem Baustein eines gerechten Welthandels.
Die Ergebnisse der Studie müssen ein Weckruf für die Politik heute und in der Zukunft sein. Sowohl Olaf Scholz als Kanzlerkandidat der SPD als auch andere Menschen mit Ambitionen auf die Regierungsführung müssen darauf reagieren.“
Weitere Informationen:
Zum Insektenschutz: www.bund.net/themen/tiere-pflanzen/tiere/insekten/insektenschutz
Zur Ackerbaustrategie: www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/publikationen/landwirtschaft/landwirtschaft_ackerbaustrategie.pdf
Zur Zukunftskommission Landwirtschaft: www.bund.net/landwirtschaft/zukunftskommission-landwirtschaft
Kommt ein deutsches Lieferkettengesetz? Informationen zu umweltbezogenen Sorgfaltspflichten für Unternehmen: www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/publikationen/ttip_und_ceta/handel_deutsches_lieferkettengesetz_hintergrund.pdf
Kontakt: Magnus Wessel, BUND-Naturschutzexperte, Mobil 0160-93721830, E-Mail: magnus.wessel@bund.net
BUND-Pressestelle:
Sigrid Wolff | Daniel Jahn | Judith Freund | Heye Jensen
Tel. 030-27586-425 | -531 | -497 | -464 | E-Mail: presse@bund.net, www.bund.net
Sie erreichen die Pressestelle zurzeit vorrangig mobil:
Sigrid Wolff: 0162-96 11 946
Daniel Jahn: 0170-160 66 58
Judith Freund: 0176-476 841 64





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