Modulproduktionskosten um bis zu 13% gesunken

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München. Die Solar Alliance for Europe (SAFE) hat auf der INTERSOLAR in München eine Fortschreibung der Studie „The Price of Solar“ vorgestellt. Danach sinken die Kosten in der Modulproduktion unvermindert schnell: Seit Jahresanfang 2015 konnten alle weltweit führenden Hersteller die Produktionskosten um 8% bis 13% reduzieren.
Die neuen Daten bestätigen den Trend: Alle führenden Hersteller sind weiterhin überdurchschnittlich erfolgreich bei der Kostenreduktion. Allein binnen der nun untersuchten sechs Monate sind ihre Produktionskosten zwischen einem und drei Cent (Dollar) je Watt Leistung zurückgegangen. Die größten Fortschritte erzielen asiatische Modulhersteller außerhalb Chinas. Auch beim Abgleich der Kostensenkungen seit Jahresanfang 2015 haben sie die Nase vorn. Die Fertigungen aus Malaysia und Singapur konnten in diesem Frühjahr bereits 13% günstiger fertigen als im Januar 2015.
„Die aktuellen Zahlen belegen, dass die Kostensenkung weltweit rasant voranschreitet und betriebswirtschaftlich bedingt ist“, kommentiert Holger Krawinkel, Sprecher von SAFE. Asiatische Hersteller sind laut IHS aus drei Gründen führend: Sie nutzen die Skaleneffekte sehr großer Fertigungen, haben Zugang zu einer dichten Lieferkette vor Ort und konzentrieren sich auf wenige Produkte. „Chinesische Hersteller nutzen diese Effekte am besten. Andere asiatische Hersteller haben das erkannt und erfolgreich adaptiert“, bewertet Holger Krawinkel die Ergebnisse.
Verbraucher und Investoren in Europa nütze das aber nichts. „In Europa bestimmt der Mindestimportpreis für chinesische Solarmodule den Marktpreis, nicht das reale Kostenniveau. Die Studie zeigt, dass diese Schere immer weiter aufreißt.“, so Krawinkel. „Das schadet der hiesigen Solarwirtschaft enorm und macht unsere Forderung nach einem raschen Ende für Mindestimportpreis und Importzölle umso dringlicher. Europas Solarwirtschaft braucht endlich Anschluss an den Weltmarkt.“http://safe-eu.org