Nach der Begrüßung durch Projektleiter Dr. Franz Flögel stand für die Gäste zunächst das eigene Ausprobieren im Vordergrund – vom Wasserstoffmodellauto über anschauliche Brennstoffzellenexperimente bis hin zu Ausstellungen und Partnerständen. Die selbst betankten Wasserstoffmodellautos lieferten sich ein Rennen quer durch das Ladenlokal – wobei nicht abschließend ermittelt werden konnte, ob Oberbürgermeisterin Karin Welge oder Stadtrat Simon Nowack gewonnen hatte.
Die Gelsenkirchener Oberbürgermeisterin Karin Welge freut sich über den neuen Lernort, der auch der Bahnhofstraße eine spannende Facette hinzufüge. „Vielleicht war es uns bisher nicht bewusst, aber jetzt wissen wir: Ein Ort wie das H2PopUpLab hat der Region gefehlt“, sagte sie und fügte hinzu: „Wir bereiten uns ja darauf vor, die Industrie auf grünen Wasserstoff umzustellen, das Bündnis Klimahafen setzt sich für eine Pipeline an den Gelsenkirchener Hafen ein, die WH forscht zu industriellen Wasserstoffanwendungen, das Berufskolleg für Technik und Gestaltung bietet einen Ausbildungsschwerpunkt an. Was es nicht gab, war ein Ort, wo man sich unkompliziert und auf spielerische Weise einen Eindruck von den Einsatzmöglichkeiten des Wasserstoffs machen kann – und den gibt es nun!“
Im gemeinsamen Gespräch mit Gästen und den verantwortlichen Expertinnen und Experten des Projekts betonte Stadtrat Simon Nowack die wirtschaftlichen Chancen des Wasserstoffs für Gelsenkirchen. „Mit dem H2PopUpLab wird Wasserstoff mitten in unserer Innenstadt erlebbar. Das stärkt nicht nur den Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern, sondern unterstreicht auch die wirtschaftliche Bedeutung dieser Zukunftstechnologie für unsere Stadt. Gelsenkirchen ist schon heute ein gelebtes Reallabor für die Nutzung von Wasserstoff – mit wachsender Infrastruktur und starken Partnern in Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Initiativen wie H2GE und der Klimahafen Gelsenkirchen zeigen, wie wir diese Stärken für die Transformation zur Klimaneutralität nutzen können. Das H2PopUpLab macht dieses Potenzial sichtbar und schafft die Verbindung zwischen Forschung, Wirtschaft und Stadtgesellschaft – eine echte Chance für Wertschöpfung, Beschäftigung und die zukünftige Energieversorgung unserer Region.“
Prof. Dr. Stefan Gärtner, geschäftsführender Direktor des IAT, betonte in seiner Ansprache, dass trotz des breiten und sehr angewandten Aufgabenbereichs das H2PopUpLab auch für das IAT ein besonderes Projekt sei. „Das Institut Arbeit und Technik der Westfälischen Hochschule hat für eine Wissenschaftseinrichtung eine äußerst breite Mission: Von Grundlagenforschung bis Erprobung und Ausbreitung von neuen Ideen und Lösungen. Und wir haben schon einige Reallabore eingerichtet. Das H2PopUpLab spricht jedoch eine besonders breite Zielgruppe an“, verwies er auf die spezielle Zielsetzung des Projekts. „Unterstützt durch diese hervorragende Lage in der Haupteinkaufstraße von Gelsenkirchen sollen insbesondere diejenigen erreicht werden, die mit Wissenschaft und Reallaboren wenig anfangen können oder gar eine Abneigung gegenüber Forschung haben. Hier probiert das PopUpLab neue Wege der Wissenschaftskommunikation aus, indem Besucherinnen und Besucher unmittelbar machen dürfen. Und auf den ersten Blick funktioniert das hervorragend.“
Das H2PopUpLab bleibt bis Anfang Dezember immer dienstags bis freitags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Samstags hat das Wasserstoff-Selbermachlabor von 11 bis 16 Uhr auf. Neben offenen Angeboten für alle Interessierten finden hier Workshops, Weiterbildungen und Fachveranstaltungen statt. Ob Schülerinnen und Schüler, Familien, Unternehmen oder Fachleute – das Lab lädt dazu ein, die Potenziale von Wasserstofftechnologien kennenzulernen, Fragen zu stellen und Ideen einzubringen.
Als Ansprechperson für Interessierte, die sich am H2PopUpLab beteiligen, eigene Ideen einbringen oder sich näher informieren möchten, steht Jan Ole Diekmann telefonisch unter 0209 1707-176 oder per E-Mail an diekmann@iat.eu gerne zur Verfügung.
Wissenschaftsjahr 2025 – Zukunftsenergie
Das Wissenschaftsjahr 2025 widmet sich dem Thema Zukunftsenergie. Wie kann ein Energiemix aussehen, der sauber, verlässlich, bezahlbar und ressourcenschonend ist? Welche Technologien wurden bereits entwickelt und woran wird aktuell geforscht? Welche neuen Energiepartnerschaften braucht unser Land? Wie wird die Energieversorgung der Zukunft aussehen – und welche Auswirkungen hat sie auf die Gesellschaft?
Die Bedeutung der Forschung für die Erreichung einer klimaneutralen Energieversorgung in Wirtschaft und Gesellschaft steht im Mittelpunkt des Wissenschaftsjahres 2025. Energieforschung ist eine fachübergreifende, vielschichtige, kapitalintensive und strategische Aufgabe. Der Klimawandel, begrenzte Ressourcen und ein zugleich weltweit steigender Energiebedarf stellen Regierungen, Industrie und auch Bürgerinnen und Bürger vor neue Herausforderungen, die die Forschung adressiert. Das Wissenschaftsjahr 2025 – Zukunftsenergie lädt mit vielfältigen Angeboten dazu ein, Einblicke in Lösungsstrategien aus der Energieforschung zu gewinnen, die neuesten Innovationen und Erkenntnisse kennenzulernen und in den Austausch mit Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu kommen.
Das Wissenschaftsjahr ist eine Initiative des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD).





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