Greenpeace kommentiert Verkleinerung der Desertec Industrieinitiative

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Hamburg,  14. 10. 2014 – Die heute beschlossene Verkleinerung der Desertec Industrieinitiative auf eine reine Dienstleistungsgesellschaft kommentiert Greenpeace-Energieexperte Andree Böhling:

„Die Neuausrichtung ist ein Schritt zu mehr Realismus. Solare Großkraftwerke in Nordafrika haben für Europa an Attraktivität verloren – kleinere, dezentrale Anlagen gewinnen an Boden. Windkraft und Sonnenenergie boomen weltweit. Jeden Tag gehen 100 Megawatt Solar- und weitere 100 Megawatt Windenergieerzeugung ans Netz. Erneuerbare Energien werden konkurrenzlos billig.

Die Desertec Industrieinitiative ist Opfer ihres eigenen PR-Erfolges geworden. Sie konnte den hohen öffentlichen Erwartungen nicht gerecht werden. Darüber hinaus hatten sich die Gesellschafter über ihre unterschiedlichen Interessen zerstritten.

Gleichwohl bleiben solarthermische Kraftwerke – wie Desertec sie in der Wüste plante – wichtiges Element einer weltweiten Energiewende. Sie bieten ein riesiges Potenzial für eine saubere Energieversorgung auf allen Kontinenten der Erde, insbesondere in Nordafrika, dem Nahen und Mittleren Osten, USA, Australien oder China. Solarthermische Kraftwerke haben zudem den Vorteil, dass sie im großen Maßstab Wärme für industrielle Prozesse und Ausgleichsenergie zu jeder Tages- und Nachtzeit zur Verfügung stellen können.“

Für Rückfragen erreichen Sie Andree Böhling unter Tel. 0151-180 53382.

Weitere Infos finden Sie unterhttps://www.greenpeace.de.