Greenpeace-Kommentar zum Strategiewechsel bei Eon

Teilen

Hamburg, 1. Dezember 2014 – Deutschlands größter Energieversorger Eon wird sich künftig ganz auf die Erneuerbaren Energien konzentrieren und sein Geschäft mit Atomkraft, Kohle und Gas abspalten. Die Entscheidung kommentiert Greenpeace Energieexperte Andree Böhling:
"Mit der Konzentration auf die Erneuerbaren legt Eon, einer der erbittertsten Feinde des Atomausstiegs und der Energiewende, eine historische Kehrtwende hin. Auch der Energieriese Eon kommt nicht mehr an den Erneuerbaren Energien vorbei. Das Geschäftsmodell Atomkraft und fossile Energien wird abgewickelt. Die Bundesregierung muss dafür zu sorgen, dass diese Abwicklung so schnell passiert, wie klimapolitisch nötig und energie- und sozialpolitisch möglich.
Bundeskanzlerin Angela Merkel muss bei diesem Umbau dafür sorgen, dass am Ende nicht Steuerzahler für die Entsorgung der Atomkraftwerke aufkommen, an denen auch Eon über Jahrzehnte Milliarden verdient hat. Greenpeace fordert von den Atomkraftwerks-Betreibern, ihre Rückstellungen für den Rückbau und die Lagerung des Atommülls insolvenzsicher in einen öffentlich rechtlichen Fonds zu überführen."