Mit einem ersten Demonstrator hat unser Team die Umsetzbarkeit eines Ansatzes zur Nachvollziehbarkeit der CO2-Emissionen von Strom beim Laden von elektrischen Fahrzeugen aufgezeigt – das war ein Ergebnis des Meilensteintreffens zum Projekt ID-Ideal in Dresden.
>>Nachvollziehbarkeit für Emissionen von Strom aus Ladesäulen
Anlässlich des zweiten Meilensteintreffens des Projekts ID-Ideal »Sichere Digitale Identitäten« in Dresden stellten der Institutsteil Wirtschaftsinformatik des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Informationstechnik FIT und die StromDAO GmbH gemeinsam ihren ersten Demonstrator auf dem Weg zu einem System zur Nachvollziehbarkeit von CO2-Emissionen des konsumierten Stroms beim Laden von E-Fahrzeugen vor. Hierzu wurde nun eine erste Ladesäule an das im Projekt entwickelte Back-End angeschlossen, um realweltliche Daten zu erhalten. Die angestrebte Lösung wird zusammen mit den Projektpartnern der StromDAO und der Hochschule Mittweida im vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz geförderten Projekt ID-Ideal noch bis 2024 entwickelt.
>>Über ID-Ideal – Arbeitspaket Energie
Das Arbeitspaket Energie des Projekts ID-Ideal- nutzt selbstsouveräne Unternehmens-, Maschinen- und Personenidentitäten für hochauflösende Strom-Herkunftszertifikate. Diese werden zunächst beim Stromerzeuger erstellt und dann über die verschiedenen Akteure im Strommarkt bis an den Endverbraucher weitergeleitet. Im Rahmen einer prototypischen Implementierung sollen die CO2-Emissionen beim Laden eines E-Autos bestimmt werden. Ziel ist die Entwicklung einer Ende-zu-Ende-Architektur, die verifizierbare CO2-Nachweise für Endverbraucher als Grundlage für innovative Geschäftsmodelle und Nachhaltigkeitskonzepte ermöglicht.
»Nachvollziehbarkeit über CO2-Emissionen in Lieferketten zu schaffen, ist eine elementare Aufgabe auf dem Weg zur Klimaneutralität. Insbesondere in der Stromlieferkette ist die Zuordenbarkeit von CO2-Emission ein großer Schritt in Richtung Dekarbonisierung, da diese Nachvollziehbarkeit erst ein CO2 bewusstes Handeln der Endverbraucher sowie eine größtmögliche Lenkwirkung von Anreizsystemen für Emissionseinsparungen wie der THG-Quote ermöglicht.« sagt Vincent Gramlich, der das Projekt als wissenschaftlicher Mitarbeiter betreut.





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