Der Landesverband Solarenergie weist daraufhin, dass die Ziele der Landesregierung jedes Jahr 500 Megawatt neue Solarleistung aufzubauen verfehlt wurde. In 2021 seien laut Angaben im Marktstammregister (https://www.solarbranche.de/ausbau/bundeslaender-photovoltaik/rheinlandpfalz) lediglich 271 MW Solarleistung in Rheinland-Pfalz hinzugekommen. Das reiche nicht aus, um die Energiewende bis 2030 zu vollziehen, so der Landesvorsitzende Wolfgang Müller. Die Lücke in den Ausbauzielen 2021 müsse nun in 2022 zusätzlich geschlossen werden, sonst drohe ein Scheitern der im Koalitionsvertrag der Landesregierung beschlossene Klimaneutralität.
Neben mehr Photovoltaikanlagen als Freiflächen- und Agri-PV müsste das Kleinanlagen-Segment kurzfristig gestärkt werden. Das Anmeldeverfahren für Dachanlagen müsse vereinfacht und entbürokratisiert werden. So erhebe jeder Energieversorger in eigenen Anmeldeformularen ganz unterschiedliche Angaben. Im Zeitalter der Digitalisierung müsse hier eine Standardisierung eingeführt werden. Ein diesbezügliches Anschreiben an alle rheinland-pfälzische Energieversorger durch den Landesverband Erneuerbare Energie im Sommer 2021 habe kaum Erleichterung gebracht.
Als zweite Maßnahme fordert der Solarverband eine Anhebung der EEG-Vergütung um die Wirtschaftlichkeit von PV Anlagen zu erhöhen. Derzeit seien in Rheinland-Pfalz lediglich 3-4 Prozent der Dachflächen mit Photovoltaikanlagen belegt. Die dritte Forderung sei eine Befreiung kleinerer Solaranlagen von der Mehrwertsteuer, wie sie in der EU diskutiert werde.
Diese drei Sofortmaßnahmen könnten die Nachfrage bei privaten und gewerblichen Dachbesitzern kurzfristig erheblich steigern. Dies führe dann auch bei Solarfirmen und Handwerkern zu einer Planungssicherheit und der Einstellung neuer Fachkräfte.





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