Der Beitrag der Photovoltaik zum deutschen Strom-Mix steigt stetig. Aktuelle Zahlen belegen einen signifikanten Anteil des Solarstroms von 17 % im April 2020.[1] Und nur Solarenergie kann von Bürgerinnen und Bürgern selbstständig gewonnen werden. Etwa 3 % der privaten Haushalte in Deutschland generieren bereits Einkünfte mit Solarstromerzeugung[2] – Tendenz steigend. Diese Tatsache zwingt Energieversorger zum Umdenken und zur Erweiterung ihres Produktportfolios mit PV-Anlagen, Stromspeichern, Wallboxen und Wärmepumpen für den privaten Haushalt.
In einer aktuellen Erhebung hat der unabhängige Marktforscher EUPD Research im Auftrag des Stromspeicher-Spezialisten E3/DC gut 2.000 Bundesbürgerinnen und Bundesbürger (davon 700 Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer) zu Energiewendethemen befragt. Gut ein Fünftel der Besitzerinnen und Besitzer von Ein- und Zweifamilienhäusern plant kurz- bis mittelfristig die Anschaffung einer Photovoltaik-Anlage: 6 % der Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer haben sich bereits für den Kauf entschieden und weitere 15 % beschäftigen sich konkret mit dem Kaufwunsch, befinden sich in der Angebotseinholung oder lassen sich zu Produkten beraten. Speicher ergänzen die PV-Anlagen als Systemlösung in den allermeisten Fällen, genauer bei 87 % der Planungen.
Dr. Martin Ammon, Geschäftsführer bei EUPD Research, bestätigt mit Blick auf die aktuellsten Marktdaten, dass die Nachfrage nach Photovoltaik-Lösungen in der Bevölkerung immer weiter steigt. Den Einschätzungen von EUPD Research zufolge gibt es zudem ein noch zu realisierendes Potenzial für Photovoltaikanlagen auf deutschen Hausdächern von 90 % im Bundesdurchschnitt.
Die Ergebnisse der aktuellen Befragung zeigen auch, dass für Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer das Engagement des regionalen Energieversorgers für Umweltthemen umso wichtiger wird, je mehr der Haushalt sich mit diesen Themen auseinandergesetzt hat und je weiter er im Kaufprozess für eine PV-Anlage fortgeschritten ist: 86 % der Haushalte, die kurzfristig die Anschaffung einer Solaranlage planen, finden diesen Aspekt bei der Auswahl des Energieversorgers wichtig. Bei Haushalten, die sich mittelfristig eine PV-Anlage zulegen möchten, liegt dieser Wert bei 81 % und entsprechend deutlich über dem Durchschnittswert aller Haushalte von 67 %.
Dr. Andreas Piepenbrink, Geschäftsführer von E3/DC, zieht ein klares Fazit: „Energieversorger müssen sich stärker auf ihre Zielgruppen einstellen und PV-Speicher-Lösungen anbieten. Uns ist die Zusammenarbeit mit Energieversorgern schon immer sehr wichtig, denn so können wir unsere Kunden noch besser erreichen. Gleichzeitig machen unsere Produkte das Portfolio der Energieversorger zukunftssicher.“
Dr. Martin Ammon fügt hinzu: „Unsere Marktforschung belegt, dass gut ein Fünftel der deutschen Energieversorger bereits Solaranlagen für private Haushalte anbietet. Unter den größeren Versorgern hat etwa jeder zweite ein Angebot für PV-Anlagen im Portfolio, zumeist in Kombination mit Heimspeichern. Das ist zwar bereits erfreulich, doch wir sehen hier natürlich noch Luft nach oben. Energieversorger, die mit der Energiewende mithalten wollen, müssen sich diesem Trend bald mit entsprechenden Angeboten für ihre Kunden anschließen.“
] pv magazine im Juli 2020.
[2] ebd.





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