Essen, 8. Februar 2017 – "Die wirtschaftlichen Bedingungen für den Betrieb von Batterien, Pumpspeicherkraftwerken oder auch Power-to-Gas-Anlagen haben sich in den vergangenen Jahren stetig verschärft. Allein im letzten Jahr hat die Branche mehrfach weitere Verschlechterungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen abwenden müssen, so etwa im Rahmen des Strommarktgesetzes und des KWK-/EEG-Änderungsgesetzes. Das ist gefährlich, denn flexible Speicher leisten einen entscheidenden Beitrag zum Erfolg der Energiewende. Es ist an der Zeit, Energiespeicher entsprechend ihrer Bedeutung und Funktion rechtlich und ordnungspolitisch angemessen einzustufen und so einen fairen Wettbewerb zu ermöglichen", sagte Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW-Hauptgeschäftsführung, heute anlässlich des BDEW Speicher Hubs 2017 in Essen.
Insbesondere die Einstufung von Energiespeichern als "Letztverbraucher" belastet Speicherbetreiber mit unnötigen Entgelten und Abgaben. "Aktuell sind ausgerechnet systemrelevante Pumpspeicherkraftwerke von Stilllegungen bedroht, Neubauprojekte werden gestoppt und neue Speichertechnologien kommen nur sehr langsam in den Markt. Ursache dafür ist, dass für denselben Strom gleich zweimal Netzentgelte erhoben werden", so Kapferer. Derzeit fallen Netzentgelte sowohl für das Beladen des Speichers als auch nach der Ausspeicherung beim Letztverbraucher an. "Diese Doppelbelastung wird keiner anderen Technologie auferlegt. Wir brauchen endlich eine leistungsgerechte Vergütung von flexiblen Speicherdienstleistungen, um die Stabilität des Stromversorgungssystems auch weiterhin gewährleisten zu können. Bereits im Jahr 2014 haben wir einen Vorschlag unterbreitet, der Speicher als das definiert, was sie sind: Eine eigenständige Systemkomponente neben Erzeugern, Netzen und Verbrauchern."
Nur wenn Speicher die Möglichkeit erhalten, ohne gesetzgeberische Schranken ihren Beitrag zur Deckung des Flexibilitätsbedarfs in Deutschland zu leisten, kann die schwankende Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien auch in Zukunft effizient in das Stromversorgungssystem integriert werden. Hinzu kommt: Ausländische Speicher haben innerhalb Europas einen Wettbewerbsvorteil, denn dort fallen teilweise keine oder erheblich geringere Netzentgelte an. Kapferer: "Gleiche Wettbewerbsbedingungen sind die zentrale Voraussetzung für einen gesamteuropäischen Energiebinnenmarkt."
Zur BDEW Veranstaltung Speicher Hub 2017
Im Rahmen der E-World diskutiert die Branche beim Speicher Hub die Rolle von Speichern als verbindendes Element. So lassen beispielsweise innovative, technische Möglichkeiten der Sektorenkopplung neue Geschäftsmodelle und Synergien zwischen der Energiewirtschaft und anderen Branchen entstehen. Weitere Informationen unter:https://www.e-world-essen.com/de/kongress/programm/energy-transition-forum/#tab2
Weitere Informationen
Sandra Rahmlow
Pressestelle
Telefon 0 30 / 300 199-1163
E-Mailpresse@bdew.de





Mit dem Absenden dieses Formulars stimmen Sie zu, dass das pv magazine Ihre Daten für die Veröffentlichung Ihres Kommentars verwendet.
Ihre persönlichen Daten werden nur zum Zwecke der Spam-Filterung an Dritte weitergegeben oder wenn dies für die technische Wartung der Website notwendig ist. Eine darüber hinausgehende Weitergabe an Dritte findet nicht statt, es sei denn, dies ist aufgrund anwendbarer Datenschutzbestimmungen gerechtfertigt oder ist die pv magazine gesetzlich dazu verpflichtet.
Sie können diese Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. In diesem Fall werden Ihre personenbezogenen Daten unverzüglich gelöscht. Andernfalls werden Ihre Daten gelöscht, wenn das pv magazine Ihre Anfrage bearbeitet oder der Zweck der Datenspeicherung erfüllt ist.
Weitere Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.