Zwei ROBIN WOOD-AktivistInnen haben sich heute Nachmittag an einer Brücke über der Bahnversorgungstrasse zum RWE-Kraftwerk Niederaußem abgeseilt. Weitere AktivistInnen entrollten auf der Brücke ein Banner mit der Aufschrift „COAL KILLS OUR FUTURE“. Die Brücke befindet sich an der Straße vom Ortsteil Heppendorf (Stadt Elsdorf) zum Tagebau Hambach.
Die AktivistInnen fordern zum Schutz von Klima, Umwelt und Menschen die Kohle im Boden zu lassen. Mit der Aktion unterstützen sie die vielfältigen Braunkohle-Proteste von mehreren Tausend Climate Justice-AktivistInnen, die sich in dieser Woche im Rheinland treffen.
RWE fördert im rheinischen Revier in drei Tagebauen Braunkohle und verstromt sie in seinen Großkraftwerken. Dadurch ist der Konzern europaweit der größte Kohlendioxid-Emittent. Die Kohleverstromung verursacht nicht nur enorme Klimaschäden, sondern auch gesundheitsschädliche Emissionen. So stoßen Braunkohlekraftwerke wie das in Niederaußem große Mengen Feinstaub und Quecksilber aus.
NRW-Ministerpräsident Armin Laschet tut nichts, um die Bevölkerung davor zu schützen. Im Gegenteil: Er macht sich sogar noch dafür stark, dass die Bundesregierung gegen strengere EU-Schadstoff-Grenzwerte für Kohlekraftwerke klagt. Außerdem verabschiedet sich die NRW-Landesregierung von bereits beschlossenen Klimazielen, anstatt sie zielstrebig umzusetzen.
Auf Bundesebene sieht es nicht besser aus. Trotz der Pariser Klimaschutz-Verpflichtungen – welche ohnehin nicht ausreichen, um den Klimawandel aufzuhalten – weigert sich die Bundesregierung, einen verbindlichen Zeit- und Maßnahmenplan für den Kohleausstieg festzulegen.
„Als das Pariser Klimaabkommen geschlossen wurde, klopften sich die Beteiligten auf die Schultern und lobten sich für ihr ambitioniertes Ergebnis. Als Trump den US-amerikanischen Ausstieg bekundete, ging ein großer Aufschrei um die Welt. Wenn jedoch Deutschland das Abkommen ratifiziert, aber nichts unternimmt, gleicht es einem schleichenden Ausstieg, sagt ROBIN WOOD-Aktivistin Tamara. „Wegen dieser Kluft zwischen Anspruch und Realität, zwischen Moral und Profit sind vielfältige Protestaktionen und ein starker Klimaschutz von unten nötig.“
„Die Energiewende ist klimapolitisch notwendig und technisch bis 2025 machbar. Dafür müssen Bundes- und Landesregierungen endlich ernst machen mit dem Klimaschutz. Verlogene Lippenbekenntnisse für den Klimaschutz gab es schon genug. Wir wollen Taten sehen“, sagt Philip Bedall, ROBIN WOOD-Energiereferent.
Kontakt:
Pressekontakt vor Ort: Tel. 0171 / 17 35 411 Philip Bedall, Energiereferent, Tel. 0160 / 99 78 33 36 Ute Bertrand, Pressesprecherin, Tel. 0171 / 835 95 15, presse@robinwood.de
Weitere Infos:
Kohleausstieg ist machbar – Thesen
https://www.robinwood.de/blog/kohleausstieg-2025-technisch-machbar-und-klimapolitisch-notwendig
Solidaritätserklärung – „Ende Gelände für die Kohle!“ https://www.robinwood.de/pressemitteilungen/ende-gel%C3%A4nde-f%C3%BCr-die-kohle
Überblick über die vielfältigen Proteste https://www.robinwood.de/blog/rote-linien-gegen-den-klimawandel
Ausstieg aus der Kohle – Warum?
https://www.robinwood.de/schwerpunkte/kohle





Mit dem Absenden dieses Formulars stimmen Sie zu, dass das pv magazine Ihre Daten für die Veröffentlichung Ihres Kommentars verwendet.
Ihre persönlichen Daten werden nur zum Zwecke der Spam-Filterung an Dritte weitergegeben oder wenn dies für die technische Wartung der Website notwendig ist. Eine darüber hinausgehende Weitergabe an Dritte findet nicht statt, es sei denn, dies ist aufgrund anwendbarer Datenschutzbestimmungen gerechtfertigt oder ist die pv magazine gesetzlich dazu verpflichtet.
Sie können diese Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. In diesem Fall werden Ihre personenbezogenen Daten unverzüglich gelöscht. Andernfalls werden Ihre Daten gelöscht, wenn das pv magazine Ihre Anfrage bearbeitet oder der Zweck der Datenspeicherung erfüllt ist.
Weitere Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.