7C Solarparken steigert EBITDA 2025 um 26 % auf EUR 59,6 Mio.

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BAYREUTH, 1. April 2026 – 7C Solarparken (WKN: A11QW6, ISIN: DE000A11QW68) erzielte im Geschäftsjahr 2025 ein EBITDA von EUR 59,6 Mio., was einem Anstieg von 26 % gegenüber EUR 47,2 Mio. im Jahr 2024 entspricht und deutlich über der zu Jahresbeginn ausgegebenen Prognose von EUR 51,0 Mio. liegt. Der Cashflow je Aktie erhöhte sich auf EUR 0,59, verglichen mit einer Prognose von EUR 0,50 sowie EUR 0,44 im Vorjahr. Die Nettoverschuldung sank auf EUR 96,3 Mio., deutlich unter der Prognose von EUR 113,0 Mio. und unter dem Wert von EUR 113,9 Mio. zum Jahresende 2024.

Die Übererfüllung der Prognose ist auf vier Faktoren zurückzuführen: eine überdurchschnittliche Sonneneinstrahlung im ersten Halbjahr, einen Capture Price von EUR 160/MWh gegenüber einer Prognose von EUR 154/MWh, einen deutlichen Rückgang der operativen Kosten nach der Normalisierung der Kosten für Direktvermarktung und O&M, die 2024 noch erhöht waren, sowie deutlich höhere sonstige betriebliche Erträge. Dazu gehörten EUR 4,2 Mio. an Entschädigungen für Ausfälle infolge von Redispatch, EUR 1,1 Mio. aus Versicherungsleistungen und Erstattungen von EPC-Auftragnehmern sowie EUR 4,3 Mio. an Einmaleffekten im Zusammenhang mit dem Verkauf des Projekts Nettgau sowie der Auflösung von Rückstellungen und Verbindlichkeiten. Im Gegensatz dazu war das EBITDA 2024 durch eine Abschreibung auf die Forderung im Zusammenhang mit dem Projekt Reuden Süd in Höhe von EUR 5,4 Mio. belastet.

Operativ stieg die Stromproduktion um rund 10 % auf 405 GWh, was einem spezifischen Ertrag von 892 kWh/kWp entspricht, verglichen mit 861 kWh/kWp im Jahr 2024. Der vergleichsweise begrenzte Anstieg erklärt sich durch Abregelungen, die entweder auf kommerzielle Rahmenbedingungen oder auf Netzengpässe (Redispatch) zurückzuführen sind. Das Portfolio wuchs im Jahresverlauf durch eine Reihe kleinerer Zubauten sowie das Repowering von Neuhaus Stetten auf 504 MWp. Die Redispatch-bedingten Abregelungen stiegen um 38 % auf 26 GWh, während die Zahl der Stunden mit negativen Strompreisen mit 575 einen neuen Höchststand erreichte. Dies unterstreicht den strukturellen Druck auf die Photovoltaik-Marktpreise in Deutschland. Der PV-Marktpreis lag im Gesamtjahr im Durchschnitt bei EUR 45/MWh.

Vor diesem Hintergrund zeigt der Capture Price der Gesellschaft von EUR 160/MWh – gestützt durch rund 60 % der Umsätze aus alten festen Einspeisetarifen, Swap-Vereinbarungen für rund 25 % der Kapazität zu einem impliziten Preis von EUR 70/MWh sowie mehr als EUR 1 Mio. an asset-backed Intraday-Handelserträgen in Belgien – die Widerstandsfähigkeit des bestehenden Portfolios während der FIT-Laufzeit.

Das Konzernergebnis wurde durch eine nicht zahlungswirksame Wertminderung in Höhe von EUR 21,2 Mio. beeinflusst. Diese spiegelt die Entscheidung des Managements wider, die langfristige Annahme für den PV-Marktpreis bis 2030 im Einklang mit dem Preisrahmen der Roadmap 2030 auf EUR 40/MWh zu senken und zugleich die WACC-Annahme zu erhöhen. Obwohl diese Belastung keinen Einfluss auf die Cash-Generierung hatte, führte sie zu einem den Aktionären zurechenbaren Konzernfehlbetrag von EUR 7,8 Mio..

Der Buchwert der Solar- und Windparks belief sich zum Jahresende 2025 auf EUR 335 Mio. Die Bilanz der Gruppe bleibt solide, mit einer Eigenkapitalquote von 44,1 % und einem Buchwert je Aktie von EUR 2,66 gegenüber EUR 2,69 zum Jahresende 2024. Aktienrückkäufe in Höhe von insgesamt EUR 10,4 Mio. glichen den verwässernden Effekt der Wertminderung vollständig aus. Die in den Jahren 2018 und 2020 begebenen Schuldscheindarlehen wurden am 31. März 2025 vollständig zurückgezahlt. Die Nettoverschuldung von EUR 96,3 Mio. gegenüber EUR 113,9 Mio. zum Jahresende 2024 spiegelt die starke Cash-Generierung und ein begrenztes Niveau an Neubauaktivitäten wider.

Ausblick 2026

Das Marktumfeld für 2026 bleibt geprägt von einem strukturell steigenden Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland, einem PV-Marktpreis, der sich voraussichtlich bei rund EUR 45/MWh stabilisieren wird, sowie einer prognostizierten Zahl von 665 Stunden mit negativen Strompreisen nach 575 im Jahr 2025. Dabei handelt es sich um strukturelle Entwicklungen und nicht um vorübergehende Verzerrungen. Die kommerzielle Strategie des Managements bleibt daher darauf ausgerichtet, die Cashflows durch aktives Strompreismanagement, Swap-Vereinbarungen und eine gezielte Priorisierung von Abregelungen zu schützen, bevor Batteriespeicher ab 2027 erste Beiträge leisten werden.

Für 2026 gibt das Management folgende Prognose ab: Umsatzerlöse von EUR 66,5 Mio., ein EBITDA von EUR 50,0 Mio. sowie einen Cashflow je Aktie von EUR 0,50 bei einer erwarteten Nettoverschuldung zum Jahresende von EUR 91,9 Mio. Den Annahmen liegen eine normale Sonneneinstrahlung entsprechend einem spezifischen Ertrag von 953 kWh/kWp, ein PV-Marktpreis von EUR 45/MWh sowie erste Beiträge neuer Parks zugrunde, darunter Reuden Süd und Burgwindheim III, die in Betrieb gehen sollen. Die Prognose berücksichtigt das Auslaufen einer Swap-Vereinbarung über 120 MWp, die den PV-Preis im Jahr 2025 bei EUR 70/MWh fixiert hatte. Teilweise kompensiert wird dies durch ein neues PPA über 100 MWp für das zweite und dritte Quartal 2026 zu einem durchschnittlichen Preis von EUR 40/MWh, einschließlich Entschädigungen für Abregelungen.

Die EBITDA-Prognose von EUR 50,0 Mio. für 2026 liegt über den in der Veröffentlichung Roadmap 2030 für 2026 unterstellten EUR 47,0 Mio. Die BESS-Pipeline verläuft planmäßig, mit acht Co-Location-Standorten, die sich im Genehmigungsverfahren oder in einem fortgeschrittenen Stadium der Netzreservierung befinden, sowie einem angestrebten jährlichen Bautempo von 15 MW / 30 MWh. Die ersten BESS-Installationen sind für 2027 geplant. Ende März 2026 hat das Unternehmen außerdem den Netzanschluss der 20 MWp-Dachanlage Reuden Süd abgeschlossen und sich damit eine staatlich garantierte Einspeisevergütung von EUR 87/MWh bis Mitte 2043 gesichert. Aus dieser Anlage werden jährliche Umsatzerlöse von mindestens EUR 1,5 Mio. erwartet.

Aktienrückkäufe werden neben Investitionen in neue PV-Anlagen (10 MWp pro Jahr) und BESS (mindestens 15 MW pro Jahr) ein wichtiges Instrument der Kapitalallokation bleiben. Ziel ist es, die Aktienzahl bis 2030 auf unter 65 Millionen Aktien zu senken.

Steven De Proost, CEO der 7C Solarparken AG, kommentiert:

„2025 war ein Jahr der Glaubwürdigkeit. Wir haben unsere Prognosen bei EBITDA, Cashflow je Aktie und Nettoverschuldung – also bei den drei Kennzahlen, die für unsere Aktionäre am wichtigsten sind – übertroffen. Dies ist uns in einem strukturell so herausfordernden Jahr für PV-Marktpreise in Deutschland gelungen wie nie zuvor: Rekordwerte bei negativen Strompreisstunden, Rekordwerte bei Redispatch-bedingten Abregelungen und eine historisch niedrige Capture Ratio. Unser FIT-gestütztes Portfolio und unsere aktive Vermarktungsstrategie haben diesen Druck abgefedert und dennoch ein EBITDA-Wachstum von 26 % ermöglicht. Der Markt bewertet uns weiterhin wie einen geschlossenen Abwicklungsfonds. Das sind wir nicht. Wir haben Reuden Süd gelöst, eine einsatzbereite BESS-Pipeline aufgebaut und verfügen nun über die solideste Bilanz in der Geschichte des Unternehmens. Der Abschlag auf den Buchwert ist real – und wir beabsichtigen, ihn durch Ergebnisse zu schließen.“