Für das Erreichen des nationalen Zieles der Klimaneutralität ist ein verstärkter Ausbau der Photovoltaik notwendig. Dazu sollen Innovationen mit integrierter Photovoltaik in den Mittelpunkt gerückt und einem breiten Publikum präsentiert werden.
Der 5. Österreichische Photovoltaik-Innovationsaward „Synergieeffekte durch PV“ der Österreichischen Technologieplattform Photovoltaik soll dazu beitragen.
S Y N E R G I E E F F E K T E
Eine der größten Stärken von Photovoltaik ist ihre Integrationsfähigkeit in unterschiedlichste Bereiche – sei es im Bauwesen, in der Landwirtschaft oder auch beispielsweise in der Mobilität. Photovoltaik kann weit mehr als nur Strom erzeugen: Durch gezielten Einsatz von Photovoltaik können diverse zusätzliche positive Effekte generiert werden. Diese Synergieeffekte reichen von funktionalen Verbesserungen über effizientere Flächennutzung (beispielsweise in der Landwirtschaft oder im Mobilitätssektor) bis hin zu gestalterischen und architektonischen Impulsen.
Wir haben festgestellt, dass die Integration von Photovoltaik in unterschiedlichste Anwendungsbereiche weit über die reine Energiegewinnung hinausgeht. Sie schafft zusätzliche Mehrwerte, eröffnet neue Perspektiven und
wertet bestehende Strukturen nachhaltig auf. Mit Innovationskraft und Kreativität entstehen daraus beeindruckende Projekte, dieneue Maßstäbe setzen. Genau diesen Projekten wollen wir beim diesjährigen Österreichischen Photovoltaik-Innovationsaward eine Bühne geben und zeigen, wie vielseitig und zukunftsweisend Photovoltaik heute
bereits eingesetzt werden kann.
„Intelligente Photovoltaiklösungen sind solche, die neben der ökologischen Stromerzeugung
weitere Synergien schaffen. Mit dem Österreichischen Photovoltaik-Innovationsaward 2026
möchten wir innovative Produkte, Projekte und Systeme auszeichnen und die Innovationskraft
österreichischer Akteurinnen und Akteure im Umfeld der Photovoltaik sichtbar machen.“
Sowohl bei Anwendungen im Gebäudebereich als auch bei Integration in den Landwirtschafts- oder Verkehrssektor sind die Akzeptanz, ökologische und soziale Verträglichkeit sowie Wirtschaftlichkeit wesentlich.
Systemische Integration & Zielsetzung
Die systemische Integration in Form einer optimalen Nutzung des lokal erzeugten Stromes ist ebenso von großer Bedeutung. Dies kann durch die möglichst direkte Stromanwendung im Gebäude, im naheliegenden Verkehrssystem oder in der Landwirtschaft, aber auch für die E-Mobilität erfolgen.
Der Anspruch des Österreichischen Photovoltaik-Innovationsawards ist es, deutlich über die Expertinnengruppe der Energietechnik hinauszugehen und Bautechnikerinnen, Bauplanerinnen, Architektinnen, Landwirtinnen, Verkehrsplanerinnen, Stadtplaner*innen etc. anzusprechen.
Im Jahr 2026 liegt der Fokus des Österreichischen Photovoltaik-Innovationsawards auf Synergieeffekten durch PV – so werden Photovoltaikprojekte auch abseits der reinen Energiegewinnung gesucht.
Auszeichnung
Der Österreichische Photovoltaik-Innovationsaward fokussiert auf bereits in der Umsetzung befindliche Projekte der Photovoltaikintegration wie zum Beispiel Lärmschutz-, Mobilitäts-, Infrastruktur- oder Gebäudeintegration, additive Doppelnutzung etc.
Ebenso können visionäre Konzepte eingereicht werden, sofern die internationale Jury darin ein realistisches Umsetzungspotential erkennen kann.
Die Preisträger*innen erhalten eine Urkunde sowie eine Prämie in folgender Höhe:
- 1. Platz: 5.000 €
- 2. Platz: 3.000 €
- 3. Platz: 2.000 €
Jury
Die Bewertung der eingereichten Projekte erfolgt durch eine unabhängige, internationale Expertinnen-Jury, die die Siegerinnen nominiert.
Die Jury setzt sich wie bei den vorherigen Innovationsawards aus Expert*innen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz zusammen.
Bewertungskriterien
Beim 5. Österreichischen Photovoltaik-Innovationsaward werden Projekte ausgezeichnet, die durch den gezielten Einsatz von Photovoltaik zusätzliche positive Effekte schaffen.
Energetisches Gesamtkonzept
- Integration von Photovoltaik in ein energetisches Gesamtkonzept
- Einsatz von Energiemanagementsystemen
- Nutzer*innenfreundlichkeit
- Auslegung: Anlagengröße in Relation zum Nutzen (möglichst hohe Direktnutzung ist nicht das einzige bzw. das vorrangige Kriterium)
Architektonische Qualität
- Ästhetische Qualität der Umsetzung
- Gestalterische Qualität der eingesetzten Photovoltaikmodule
- Konstruktives Gesamtkonzept (Montage, Unterkonstruktion)
- Verhältnis Hüllfläche zu Energieerntefläche
Umweltverträglichkeit
- Verfügbarkeit einer Lebenszyklus-Analyse des gesamten Energiesystems
- Vorarbeit zum Recycling, wenn dies in der Konstruktion mitgedacht wurde
- Darstellungen zur grauen Energie und der Materialeffizienz der Unterkonstruktion
- Rücksichtnahme auf mögliche Umweltbeeinträchtigung durch Blendung sowie Kombinationen mit anderen nachhaltigen/mikroklimatisch positiven Ansätzen (z. B. grüne PV/Begrünung)
Kosteneffizienz
- Wirtschaftliches Gesamtkonzept
- Vergleich der Mehrkosten von PV zu deren Nutzen
- Überzeugende Darstellung der Einsparungen bei laufenden Kosten durch die Photovoltaik
Kommunikation
Diese Kategorie zielt auf die Fragestellung ab, ob und in welcher Form es eine Kommunikationsstrategie mit den Bewohner*innen bzw. zur (Fach-)Öffentlichkeit hinsichtlich der realisierten energetischen bzw. architektonischen Lösungen gibt und inwieweit ein gesellschaftlicher Mehrwert durch die Photovoltaikintegration entsteht.
Österreichbezug
Ein Österreichbezug muss durch mindestens einen der folgenden Punkte gegeben sein:
- Projektstandort in Österreich
- Österreichische Einreicherin oder Architektin
- Verwendung österreichischer Produkte
Projekte einreichen
Unter www.pvaustria.at/pv-innovationsaward können Sie Ihr Projekt einfach über das Online-Formular einreichen.
Bitte verfassen Sie eine möglichst detaillierte Beschreibung Ihres Projekts.
Die Gewinnerprojekte des 5. Österreichischen Photovoltaik-Innovationsawards werden im Zuge der Österreichischen Fachtagung für Photovoltaik und Stromspeicherung am 25. und 26. November 2026 in Villach gekürt.
Folgende Punkte sind für die Einreichung notwendig:
- Projektbeteiligte
- Projektkennzahlen (Anlagenleistung, Art, Jahresproduktion, Anzahl der Module etc.)
- Standort
- Beschreibung der Umsetzung der einzelnen Kriterien – je detaillierter Ihre Angaben sind, desto besser ist das Gesamtbild, das sich die Jury machen kann.
Bitte reichen Sie ebenfalls aussagekräftige Bilder Ihres Projekts – bevorzugt aus verschiedenen Blickwinkeln – ein und geben Sie das entsprechende Copyright mit an (sowohl von Architektin als auch von Fotografin).
Fristen
- Einreichstart: 25. März 2026
- Einreichende: 15. September 2026





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